Es seien die Feinde Europas, so der Philosoph Julian Nida-Rümelin, die derzeit jede Gelegenheit nutzen, um angesichts aktueller Herausforderungen wie der Finanz- oder Flüchtlingskrise Panik zu verbreiten. „Das war zu erwarten, aber was mir wirklich Sorgen macht, ist die Reaktion der Europa-Freunde.“ Weil sie ideen- und visionslos agieren, weil sie Europa totreden und keine Konzepte für Lösungen präsentieren, so der ehemalige Staatsminister. Er pochte mit Nachdruck darauf, kühlen Kopf zu bewahren und mit Bedacht zu reagieren: „Lasst diese hysterisierenden Botschaften! So machen wir alles kaputt.“ Ins selbe Horn stieß Kilian Kleinschmidt im Rahmen seiner Eröffnungsrede. Der humanitäre Berater des österreichischen Innenministeriums hat über Jahrzehnte hinweg riesige Flüchtlingscamps in aller Welt geleitet und mahnt ebenfalls zu einem drastischen Umdenken. Dazu fordert Kleinschmidt einen Schulterschluss ein: „Wir brauchen einen Gipfel der Migration, so wie es einen Klimagipfel gibt, bei dem neue Wege angedacht werden, das Thema Flucht und Migration betreffend.“ Um die Probleme nachhaltig zu lösen, bedarf es eines einheitlichen Vorgehens aller Akteure.

Europas Solidarität am Prüfstand

Bei der großen Podiumsdiskussion am Eröffnungsabend stand das Thema Solidarität im Mittelpunkt. „Die Unfähigkeit, große Probleme zu lösen, ist ein Problem der EU“, konstatierte Giorgos Chondros, Vorstandsmitglied der griechischen Syriza. Die vielen Dilemma der EU, stritt zwar auch die Vorsitzende der Grünen im EU-Parlament, Rebecca Harms, nicht ab, doch sie zeigte sich optimistisch: „Europa wird nicht den Bach runter gehen, davon bin ich überzeugt.“ Ihr Kollege, der Europaabgeordnete der ÖVP, Othmar Karas, ging mit der EU hart ins Gericht: "Ich will, dass das Europa, das nicht Wort hält, den Bach runter geht." Denn die EU verspreche mehr, als sie zu halten bereit sei. Kritische Töne stimmte Falter-Redakteurin Nina Brnada an, die den Entscheidungsträgern auf nationaler wie europäischer Ebene Realitätsverweigerung und Fahrlässigkeit vorwarf: „Wer trotz aufziehender Gewitterwolken die Wäsche nicht ins Haus holt, muss sich nicht wundern, wenn sie nass wird. Das gilt für die Flüchtlingskrise wie auch für die Griechenlandkrise.“ Dieser Kritik pflichtete EU-Abgeordneter Eugen Freund bei: „Die EU reagiert, anstatt zu agieren.“ Mit dem Leiter des Schweiz-Büros der „Zeit“, Matthias Daum, war auch die eidgenössische Perspektive am Podium vertreten. Er drehte in der Frage der Solidarität im Rahmen der Flüchtlingskrise den Spieß um: „Länder, in die keine Flüchtlinge wollen, müssen sich eigentlich die Frage stellen, was sie falsch machen.“ Konsens herrschte am Podium allein dahingehend, dass die nächste Krise nicht lange auf sich warten lassen wird. Die Frage ist, wie Europa damit umgeht und wie man mit den nach wie vor ungelösten Problemen hinsichtlich Schulden- und Flüchtlingskrise umgeht. Solange die Union nicht an einem Strang ziehe und Europa als ein Ganzes verstehe, sei mit Lösungen nicht zu rechnen.

Kostenlose Bilder von der Veranstaltung stehen unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/7318/

Der Mediengipfel – eine Erfolgsgeschichte mit vielen Partnern

Seit dem Gründungsjahr 2007 bildet der Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg einen außergewöhnlichen Rahmen für Diskussionen, in denen ungefilterte Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europäische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Zusammenhänge der europäischen Lebensrealität geboten werden. Der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Außenministeriums stehende Europäische Mediengipfel – von der Kommunikationsagentur pro.media kommunikation initiiert und seither federführend mit dem Verband der Auslandspresse in Österreich organisiert - wird neben der Lech Zürs Tourismus GmbH, der Gemeinde Lech und dem Land Vorarlberg vor allem von der D. Swarovski Tourism Services Gmbh, der Telekom Austria Group, Mercedes Benz sowie der IV – Industriellenvereinigung unterstützt. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren neben dem Verband der Auslandspresse in Österreich und Deutschland, dem Verband der Europäischen Journalisten, die APA – Austria Presse Agentur, news-aktuell, Der Standard, NZZ-Neue Zürcher Zeitung, das Handelsblatt, der Presseclub Concordia sowie das Vorarlberger Medienhaus.

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Kilian Kleinschmidt, humanitärer Experte und Berater des österreichischen Innenministeriums, bei seinem ...weiter

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