Was den Rheinländern ihr Karneval, ist den Tirolern die Fasnacht. Einige der berühmtesten und eindrucksvollsten Fasnachten, die den Winter austreiben und den Frühling willkommen heißen sollen, sind in der Region Innsbruck zu Hause. Alle vier Jahre (2019 das nächste Mal) fordern seltsame Gestalten in roten Röcken und weißen, prall mit Heu gefüllten Hemden die Zuseher in Axams zum Wettkampf. Das Axamer Wampelerreiten (von „wampert“ = dickbauchig) zählt zu den großen Fasnachten der Region Innsbruck und zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Ebenso bedeutend: das alle fünf Jahre stattfindende (2020 das nächste Mal) Telfer Schleicherlaufen. Einer komplexen Choreografie folgend, ziehen am großen Tag „Sonne“ „Wilde“, der „Bär“ und, neben anderen sagenhaften Gestalten, die Schleicher mit ihren ein Meter hohen Hüten und den schönen Masken durch die Marktgemeinde Telfs. Doch auch zahlreiche weitere, immer noch bäuerlich geprägte Ortschaften der Region Innsbruck pflegen ihre Traditionen zum Winterausklang: da gibt es Muller, Türggeler, Maschgerer, Huttler und andere Figuren in fantastischer Verkleidung und schönen Kostümen, mit frühlingshaft-anmutig oder winterlich-fratzenhaften Masken.

Der Aschermittwoch markiert den Beginn der Fastenzeit, die ihren Höhepunkt in der Karwoche,  beginnend mit dem Palmsonntag, hat und mit dem Osterfest endet. Die Weihe der bunt geschmückten Palmbuschen (Sträuße aus Palmzweigen) und Palmlatten (= Stangen) in der Kirche gehört da ebenso dazu wie Palmeselritte, ein Brauch, der z.B. in Thaur wieder auflebt. Der Leidensgeschichte Jesu gedenkt man mit Ostergräbern wie jenem in Patsch, bei denen die gemalten Kulissen und bunt gefärbten Glaskugeln besonders markant ins Auge stechen. Auch Osterkrippen (Tiroler Volkskunstmuseum) gehören zum gelebten Brauchtum. Wer in der Zeit vor Ostern eine Kirche betritt, wird bemerken, dass sich die Pracht der Altäre hinter Fastentüchern oder im Innsbrucker Dom hinter einem besonderen Altarbild verbirgt.

Österlichen Gedanken widmet sich auch das alljährlich stattfindende Osterfestival Tirol. In Konzerten, (Tanz)Performances, Gesprächen und Vorträgen finden diese Ausdruck. Der fröhlich-unbeschwerten Seite von Ostern begegnet man in der Innsbrucker Innenstadt beim Ostermarkt, der mitten unter bunten Riesen-Ostereiern zu Entdeckungen regionaler Traditionen einlädt: mit Brauchtumsvorführungen und Ständen mit Handwerkserzeugnissen sowie kulinarischen Köstlichkeiten.

Sommer voller Kunst und Kultur

Alle Jahre wieder bitten die Museen der Region Innsbruck – von Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum über Zeughaus bis zur Galerie in Schloss Ambras – zu Sommerausstellungen, die oft schon in den ersten Monaten des Jahres starten. Nicht wegzudenken aus dem sommerlichen Kulturreigen sind die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, beginnend mit den Ambraser Schlosskonzerten, im Juli und August. In der Tradition der Landesfürstin Claudia de Medici, die im 17. Jahrhundert die Opernkultur in ihre neue Heimat Innsbruck brachte, verwandeln die Festwochen mit international renommierten Kunstschaffenden sowie vielversprechenden Nachwuchstalenten Innsbruck in ein Zentrum der Musik aus Renaissance und Barock.

Den ganzen Juli über wird der Innenhof der Hofburg zum Klangraum unterm Sternenhimmel, wenn die Innsbrucker Promenadenkonzerte, eines der renommiertesten Blasmusikfestivals Europas, zum täglichen Hörerlebnis laden. New Orleans Jazz lässt ebenfalls im Juli den Landhausplatz festivalmäßig swingen und grooven. Volksschauspiel, zeitgemäß erzählt: Diese Kombination erlebt man im Juli und August bei den Tiroler Volksschauspielen Telfs, und zwar an außergewöhnlichen Orten mit exzellenten Schauspielern und in frischen Inszenierungen.

Bunter Herbst

Der Alpenherbst gehört ebenfalls schon fast zur Tradition, ist doch eines der Kennzeichen vieler Wochen von September bis in den November hinein das strahlend schöne Wetter: Sonnenschein, blauer Himmel, fantastische Fernsicht und ringsum die rot-goldene Pracht der Natur. Jetzt ist Wanderzeit, gesellig umrahmt von Herbstfesten und traditionell begleitet von Almabtrieben. Das bunt geschmückte Vieh wird in die heimischen Ställe getrieben. Das ist nicht nur ein sehenswerter Anblick, sondern für die Bevölkerung auch Anlass zu Festesfreuden und Fröhlichkeit.

Zeit der Erwartung, festliche Zeit

Die Tage werden kürzer, die Feste wieder zahlreicher. Im Advent, in den vier Wochen vor Weihnachten, wird Tradition groß geschrieben. Da empfiehlt sich ein Blick in die überaus reiche Krippenausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum. Rund um den 6. Dezember, den Nikolotag, treiben Krampusse und Teufel in vielen Orten ihr Unwesen. Die zotteligen Gesellen, die den Hl. Nikolaus begleiten, machen sich bei Krampusläufen selbstständig. Feierlich schön gestaltet sich jedes Jahr am Abend des 5. Dezember der Einzug des Heiligen Nikolaus in der Innenstadt von Innsbruck. Und beim alljährlichen Christkindleinzug glänzen nicht nur Kinderaugen. Man trifft sich zu Punsch und Kiachln (süß oder würzig garniertes Hefegebäck) an einem Stand, bestaunt den magischen Kristall-Christbaum am Marktplatz oder die riesigen Märchenfiguren in der Altstadt: jeder der sechs Innsbrucker Christkindlmärkte lockt die Besucher mit einem besonderen Flair, einer ganz speziellen Atmosphäre.

Das Jahr klingt mit den Silvesterfestlichkeiten aus – und damit schließt sich der Jahreskreis. Die Kinder freuen sich auf Zwergerlsilvester am 30. Dezember. Am Silvestertag verwandelt sich die Innenstadt von Innsbruck in eine Partyzone mit Showbühnen, Live-Bands, kulinarischen Angeboten und einem spannenden Countdown, der im Mitternachtswalzer gipfelt. Beim Innsbrucker Bergsilvester feiert man in der Stadt und auf den funkelnd erleuchteten Bergen ringsum. 

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Silvester einmal anders - das Innsbrucker Bergsilvester ist ein einzigartiges Erlebnis. ...weiter

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