Wie verhalten wir uns im beruflichen Umfeld? Ist die Körpergröße wirklich für mehr Gehalt verantwortlich? Fordern Frauen seltener Gehaltserhöhungen? Oder werfen wir alle unsere moralischen Bedenken über Bord, wenn nur genügend Geld lockt?

In seinem neuen Buch präsentiert Matthias Sutter, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn und Professor für Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Köln und Innsbruck, 50 verhaltensökonomische Erkenntnisse für das Berufsleben. Basierend auf wissenschaftlichen Studien und eigenen langjährigen Erfahrungen spannt der österreichische Ökonom dabei einen Bogen vom Berufseinsteiger bis zum Vorstandsmitglied. Jedes Kapitel wirft eine Kernfrage auf und vermittelt eine zentrale Einsicht, wovon Erfolg im Berufsleben abhängen kann. „Die Verhaltensökonomie hat in den letzten Jahren so viele spannende Erkenntnisse darüber gewonnen, wie sich Menschen im beruflichen Umfeld verhalten und Entscheidungen treffen, sodass ich diese einem breiteren Publikum verständlich und wohlproportioniert zugänglich machen wollte“, erklärt Sutter die Motivation für sein neues Buch. „Außerdem beleuchten gängige Ratgeber das Berufsleben manchmal aus einem einseitigen Blickwinkel. Hier wollte ich mit dem Blick auf die ‚große Klammer‘, also mit Erkenntnissen für alle Stufen und Hierarchien einer beruflichen Laufbahn - und für Frauen und Männer gleichermaßen - eine fundierte Alternative bieten.“

Studien und eigene Berufserfahrung als Forschungsgrundlage
Vom Berufseinstieg über berufliche Erfolge bis zum Aufstieg auf den Chefsessel: Sämtliche Abschnitte eines Berufslebens hat Sutter in über 25 vergangenen Jahren selbst durchlebt – manchmal auch durchlitten - sie stellen seit über 20 Jahren einen Schwerpunkt seiner verhaltensökonomischen Forschung dar. Dabei gewann er häufig auch überraschende Erkenntnisse, die eigenen Erwartungen widersprachen, beispielsweise über die vorteilhaften Wirkungen von Quotenregelungen. Welche Erkenntnisse waren für den österreichischen Ökonomen im Zuge der Arbeit für sein neues Buch überraschend? „Im Grunde die Einsicht, dass in allen Bereichen und Stufen des Berufslebens typisch menschliche Verhaltensweisen zu häufig unerwarteten Ergebnissen führen“, so Sutter. „Das zeigt sich an vielen Beispielen, etwa warum Bonuszahlungen kontraproduktiv wirken können oder warum Unternehmen mit unterdurchschnittlich vielen Frauen in der Belegschaft weniger lange überleben.“

Verhaltensökonomie bietet idealen methodischen Rahmen
Die Verhaltensökonomie ist eine relativ neue Disziplin in der Wirtschaftswissenschaft. Sie nutzt empirische Methoden, um Motive für menschliches Verhalten zu ergründen und daraus folgende Entscheidungen besser erklären zu können. Viele der in Sutters neuem Buch beschriebenen Erkenntnisse basieren auf sogenannten „Feldexperimenten“, also auf Studien, die in normalen Arbeitsprozessen durchgeführt wurden. Neben Feldexperimenten spielen auch sogenannte „Laborexperimente“ in der Verhaltensökonomie eine große Rolle, an denen meist Studierende teilnehmen. Jedes Kapitel im Buch „Der menschliche Faktor – oder worauf es im Berufsleben ankommt“ basiert auf ein bis zwei Studien zu den betreffenden Themen, die Sutter mit Erfahrungen aus dem eigenen beruflichen Alltag in Zusammenhang bringt. Die Studien stammen aus Ländern der ganzen Welt - Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, England, aber auch aus den USA, aus Japan oder China. Ungefähr ein Vierteil der dem Buch zugrundeliegenden Studien hat Sutter selbst durchgeführt.

Über den Autor
Matthias Sutter ist Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. Er unterrichtet als Professor für experimentelle Wirtschaftsforschung an den Universitäten Köln und Innsbruck. Der gebürtige Österreicher zählt mit über 130 referierten Publikationen (unter anderem in Science, Nature Communications oder American Economic Review) zu den produktivsten Volkswirten im deutschsprachigen Raum. Er erforscht vor allem die Entwicklung ökonomischer Präferenzen bei Kindern und Jugendlichen, die Vorteile von Teamentscheidungen und verhaltensökonomische Aspekte im Berufsleben. In der Öffentlichkeit wurde Sutter durch seinen Bestseller „Die Entdeckung der Geduld“ (2. Auflage 2018 bei Ecowin) bekannt, der ihn auch in zahlreiche Talkshows, Radiosendungen und Feuilletons führte. Soeben ist sein zweites Buch „Der menschliche Faktor – oder worauf es im Berufsleben ankommt“ (Verlag Hanser) erschienen. Matthias Sutter ist auch ein viel gefragter Redner in Unternehmen und öffentlichen Organisationen.


Endorsements „Der menschliche Faktor – oder worauf es im Berufsleben ankommt“

Matthias Sutter hat aus dem riesigen Fundus seiner eigenen exzellenten Forschungsarbeiten und auf der Basis aktueller verhaltensökonomischer Studien einen praktischen Ratgeber für das Berufsleben zusammengestellt. Das Buch präsentiert hilfreiche und inspirierende Einsichten und öffnet jeder Leserin und jedem Leser die Augen für die wichtigen verhaltensökonomischen Aspekte des Berufslebens. Prof. Dr. Martin Kocher, Österreichischer Bundesminister für Arbeit

Lebendig, realitätsnah, anekdotisch und zugleich faktenorientiert: Matthias Sutters neues Buch gibt dem menschlichen Faktor im Wirtschaftsgeschehen eine gewichtige Stimme. Fairness, Wertschätzung und Geduld sind nicht mehr als höfliche „Add-Ons“ im täglichen Miteinander in Unternehmen? Weit gefehlt! Das Buch überrascht mit ungeahnten Einblicken und ist ein Muss für jeden, der wissen will, was wirklich den Unterschied im Arbeitsleben macht. Eva Schmidt, 3sat-Wirtschaftsformat „makro“
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In seinem neuen Buch „Der menschliche Faktor – oder worauf es im Berufsleben ankommt“ präsentiert Matthias Sutter 50 verhaltensökonomische Erkenntnisse.

Buchcover

Matthias Sutter zählt - laut Frankfurter Allgemeinen Zeitung - zu den einflussreichsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum.

© ECONtribute


In seinem neuen Buch „Der menschliche Faktor – oder worauf es ...weiter

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Veröffentlichung Datum18.02.2022
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Univ.Prof. Dr. Matthias Sutter
Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern Bonn
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