Am Freitag hat sich der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) im Rahmen einer Pressestunde des Jubiläumsgipfels den Fragen von Martina Salomon und Hans-Peter Siebenhaar gestellt. Bei dem Gespräch in lockerer Atmosphäre dominierten Themen wie die Folgen des Brexits, das bevorstehende Referendum in Italien und Pensionsreformen in Österreich. Auf die Frage, ob möglicherweise durch das Referendum in Italien Europa erneut von der Finanzkrise erschüttert werden könnte, antwortete Schelling, es sei für ihn eine Profitibilitätskrise und keine Bankenkrise. Zur finanzpolitischen Zukunft Österreichs äußerte er sich positiv. Vor allem ein leichter Anstieg des Ölpreises würde sich positiv auf die österreichische Finanzlage auswirken.

Meinungsverschiedenheiten zum Thema Pension

Ein Thema, das bei der Pressestunde für reichlich Diskussionsstoff sorgte, war die Pensionsreform und der „Pensionshunderter“. Diesen hält Schelling für eine „überflüssige Aktion“, die keinerlei Mehrwert für die Bevölkerung bringt, aber die Regierung über 220 Mio. Euro koste. Den größten Kostenfaktor unserer Zeit sieht er allerdings in den demographischen Entwicklung: „Blicken wir zurück, so stiegen die Pensionsjahre kontinuierlich an, gleichzeitig sanken die Arbeitsjahre. Dass das künftig zum Problem werden wird, ist eine ganz einfache Rechnung.“ Aber der Finanzminister ist auch der Meinung, dass „mehr Geld nicht mehr Probleme löst.“ Laut Schelling muss sich in der Denkweise der Bevölkerung in Bezug auf die private Geldanlage einiges ändern. Er arbeitet aktuell an Strategien, um beispielsweise Crowd-Founding und Aktien attraktiver für die Österreicher zu machen. „Es gibt auch andere Dinge, um Geld anzulegen als das klassische Sparbuch“, sagte Schelling.

Brexit wird Folgen haben

Für Schelling steht fest: „Nach dem Brexit werden noch einige Probleme auf uns zu kommen, die wir noch gar nicht bedacht haben.“ Allerdings ist für ihn Großbritannien der Verlierer des Votums. Dennoch sieht er auch die EU in Entscheidungsnot, um einen Ausstieg weiterer Länder zu verhindern. „Europa muss sich jetzt besinnen – lieber gemeinsam stark oder alleine einsam.“ Er bezeichnet das Brexit-Votum als „Unfall“, und es gelte daher, für beide Seiten die bestmöglichen Abkommen zu verhandeln.
Den Abschluss bildete ein „Wordrap“ bei dem Martina Salomon und Hans-Peter Siebenhaar ihn mit unterschiedlichen Statements konfrontierten, die er kommentiere. Unter anderem: Den Slogan „Make Austria great again“ konterte er kurz und bündig mit „Plagiat“. „Leben nach der Politik“ assoziiert der 62-jährige mit dem Begriff „schön“. Die „Große Koalition“ sieht er als „Erfolgsmodell“. Einen „Blauen Bundeskanzler“ hält er für „Nicht sehr wahrscheinlich“.

 

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Über den Mediengipfel

Seit dem Gründungsjahr 2007 bildet der Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg einen außergewöhnlichen Rahmen für Diskussionen, in denen ungefilterte Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europäische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Zusammenhänge der europäischen Lebensrealität geboten werden. Der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Außenministeriums stehende Europäische Mediengipfel – von der Kommunikationsagentur pro.media kommunikation initiiert und seither federführend mit Lech Zürs Tourismus GmbH und dem Verband der Auslandspresse in Wien organisiert – wird von derGemeinde Lech und dem Land Vorarlberg, dem Europäischen Parlament, dem Presseclub Concordia und der Tagezeitung „Der Standard“ sowie von der D. Swarovski Tourism Services Gmbh, der Telekom Austria Group und Mercedes Benz unterstützt. Weitere Partner sind die Standortagentur Tirol sowie die Tirol Werbung. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren Der Standard, Neue Zürcher Zeitung, nzz.at,  APA – Austria Presse Agentur, Handelsblatt, Tiroler Tagezeitung sowie Vorarlberger Nachrichten. Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments (EVP) findet ein Stipendienprogramm für 15 Studierende statt. Weiters ermöglicht eine internationale Medienakademie 15 NachwuchsjournalistInnen Praxiserfahrung unter Echtzeitbedingungen. Die Medienakademie wird unterstützt vom Europäischen Parlament, dem Forum für Journalismus und Medien Wien, APA – Austria Presseagentur sowie der Moser Holding und Russ Media.

*Die Aussendungen zum Europäischen Mediengipfel 2016 werden im Rahmen der Medienakademie unter der Leitung des Schweizer Medienexperten Markus Spillmann erstellt.

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