Die Gesprächsrunde im arlberg1800 eröffneten Gerold Riedmann (CR Vorarlberger Nachrichten) und Mario Zenhäusern (CR Tiroler Tageszeitung) mit der Frage, wie denn die beiden Landeshauptleute den Wahlkampf der anstehenden Bundespräsidentschaftswahl erlebt hätten.
Günther Platter fand dazu sehr klare Worte, „Es ist gut, dass dies am Sonntag ein Ende findet. Der Wahlkampf wurde zum Teil unter der Gürtellinie geführt.“ Er kritisierte zudem die Menge an TV-Duellen der beiden Kandidaten: „Man wird eine Diskussion führen müssen, inwieweit die öffentlichen Auftritte der Kandidaten geeignet waren, und welche nicht dem Ziel entsprechend gewählt wurden.“
Dieser Meinung war auch Markus Wallner und betonte, dass „der Wahlkampf viel zu lange gedauert hat. Die Bevölkerung hat den Grund einer Wiederholung nicht ganz verstanden.“ Er vertritt außerdem die Meinung, dass „die Öffentlichkeit über Dinge diskutiert, welche ein Bundespräsident nicht ausrichten kann. Meine Erwartungen an den künftigen Präsidenten sind niedriger als beispielsweise gestern diskutiert wurden.“


Populismus als Gefahr für Europa?
Ein weiteres Thema, welches für rege Diskussionen am Podium sorgte, war die Rolle des Populismus während des Wahlkampfes. „Populismus spielt immer irgendeine Rolle und das wird bei jedem Wahlkampf so sein,“ betonte Platter, „Aber die Art und Weise wie dieser letztlich artikuliert wird, ist entscheidend.“ In einem Wahlkampf werde immer viel versprochen, die Realität danach sehe jedoch anders aus. Diese populistischen Versprechen seien letztlich der Grund dafür, dass sich die Bevölkerung von der Politik abwende.
Markus Wallner sah einen Lösungsansatz darin, dass man „daran arbeiten muss, dem Populismus den Boden zu entziehen. Wenn das Sicherheitsbefinden bei der Bevölkerung abnimmt, wenn sie den Eindruck hat, die Wirtschaftsleistung sinkt und die Arbeitslosigkeit steigt, dann ist dies der Nährboden für Populismus.“ Jeder sei dabei angehalten, etwas gegen solche Entwicklungen zu unternehmen.
Platter sah dies ähnlich und meinte, dass die Mitgliedstaaten der Union keine Solidarität zeigen würden, und sich der Nationalismus immer mehr etablieren würde. „Die EU hat es vernachlässigt die Grenzen abzusichern,“ betonte er. Die FPÖ setze schon immer auf das Thema „Ausländer raus“, jedoch würden sie keine konstruktiven Lösungsvorschläge für das Problem liefern.

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Über den Mediengipfel

Seit dem Gründungsjahr 2007 bildet der Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg einen außergewöhnlichen Rahmen für Diskussionen, in denen ungefilterte Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europäische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Zusammenhänge der europäischen Lebensrealität geboten werden. Der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Außenministeriums stehende Europäische Mediengipfel – von der Kommunikationsagentur pro.media kommunikation initiiert und seither federführend mit Lech Zürs Tourismus GmbH und dem Verband der Auslandspresse in Wien organisiert – wird von der Gemeinde Lech und dem Land Vorarlberg, dem Europäischen Parlament, dem Presseclub Concordia und der Tagezeitung „Der Standard“ sowie von der D. Swarovski Tourism Services Gmbh, der Telekom Austria Group und Mercedes Benz unterstützt. Weitere Partner sind die Standortagentur Tirol sowie die Tirol Werbung. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren Der Standard, Neue Zürcher Zeitung, nzz.at,  APA – Austria Presse Agentur, Handelsblatt, Tiroler Tagezeitung sowie Vorarlberger Nachrichten. Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments (EVP) findet ein Stipendienprogramm für 15 Studierende statt. Weiters ermöglicht eine internationale Medienakademie 15 NachwuchsjournalistInnen Praxiserfahrung unter Echtzeitbedingungen. Die Medienakademie wird unterstützt vom Europäischen Parlament, dem Forum für Journalismus und Medien Wien, APA – Austria Presseagentur sowie der Moser Holding und Russ Media.

*Die Aussendungen zum Europäischen Mediengipfel 2016 werden im Rahmen der Medienakademie unter der Leitung des Schweizer Medienexperten Markus Spillmann erstellt.

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