Presse-Einladung:
Medienvertreter sind herzlich zu „Gespräch im Riesen“ 2018 eingeladen.
Alle Vortragenden stehen auf Anfrage für Interviews zur Verfügung.
Aufgrund des begrenzten Platzangebotes bitten wir um formlose Anmeldung an sabine.fruehauf@pro.media


„Wir sind bestrebt mit dem jährlich wiederkehrenden Format ‚Gespräch im Riesen‘ Impulse zu setzen und unterschiedliche inhaltliche Anregungen zu einem aktuellen familienrelevanten Thema zu liefern“, beschreibt Stefan Isser, Geschäftsführer der Swarovski Kristallwelten, die Intention der Veranstaltungsreihe. Seit jeher stehen Familien und ihre Kinder im Fokus des Riesen, das bezeugen unter anderem museumspädagogisch hochwertige Programme, spezielle Führungen sowie Kinder-Workshops für alle Altersklassen. „Es ist uns wichtig, auf die Bedürfnisse unserer Gäste einzugehen. Familien und allen Interessierten wollen wir mit unserer Gesprächsreihe kreative Denkanstöße liefern“, unterstreicht Stefan Isser das Engagement.

Leistungsförderung versus Überforderung
Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder und investieren viel Zeit und Geld in deren Förderung. Musik-, Sport-, Kunst-, und Nachhilfeunterricht scheinen jede Minute des Tages auszufüllen. Unsere Gesellschaft hat sich dem Prinzip Leistung unterworfen und so sollen Kinder bestens „gefördert“ optimal auf das Leben vorbereitet werden. Doch was zeichnet einen erfolgreichen Lebensentwurf aus und was braucht ein (junger) Mensch um glücklich zu sein? Und wie lässt sich das richtige Maß zwischen Leistungsdruck und „Laissez-faire“ in der Erziehung finden?

Eine Frage des Vertrauens

Aktuellen Forschungen zufolge hängen Schulerfolge nicht von frühen Förderkursen, sondern vor allem vom Ausmaß der emotionalen Kompetenz ab. „Fälschlicherweise gilt Überleistung als erstrebenswert oder zumindest harmlos“, bringt die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm, eine der Expertinnen am Podium von „Gespräch im Riesen“, ihr Bedenken zum Ausdruck. Leistungsdruck sei zwar nicht per se schlecht, aber die Bildungspanik und Abstiegsangst könne nicht nur Kinder, sondern ganze Familien belasten und lähmen. „Wer Kindern vertraut und ihnen insbesondere etwas zutraut, fördert deren Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein“, ist Stamm überzeugt. Essenziell für die Gründerin des Swiss Education Forschungsinstituts ist zudem die Verknüpfung von Elternliebe, Leistung und Gegenleistung.

Kinder brauchen Grenzen

Um das Potenzial von Kindern zu entwickeln, zu entdecken und zu fördern braucht es Begegnung, Inspiration und Begeisterung. Die Entfaltung kindlicher Potenziale wird allerdings laut Philip Streit, Autor von „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“, durch die in Österreich vorherrschenden Schul- und Erziehungsmethoden sowie durch die „Laissez-faire“-Kultur vereitelt. Zu viele Freiheiten seien seines Erachtens kontraproduktiv und förderten höchstens kleine Tyrannen zutage. Kinder brauchen Grenzen, sie benötigen einen Anker, Eltern die eine Hafenfunktion erfüllen und Präsenz zeigen. Streit, der ebenfalls in Wattens diskutieren wird, legt zwar Wert auf warme soziale Beziehungen aber erwartet von Eltern auch den Mut, Schritte zu setzen, ohne lange zu diskutieren.

Zwischenmenschliche Beziehungen
"Was in unserer digitalisierten und auf Hochleistung ausgerichteten Welt immer wichtiger wird, ist die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen, als Basis für eine gesunde, psychosoziale Entwicklung. Überdauern werden verantwortungsvolle Menschen, die sich in der Zukunft den Herausforderungen mit kreativen Ideen und einer fundierten Werte-Haltung nähern können“, ist sich die ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin Katharina Weiner (familylab Österreich) sicher. Die Expertin, die ihre Standpunkte bei der dritten Auflage von „Gespräch im Riesen“ präsentieren wird, ist überzeugt: „Das gegenseitige Achten von Grenzen wirkt sich auch auf die Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kinder aus. Eltern bereiten ihre Kinder dann gut auf die Zukunft vor, wenn diese ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln, sich als wertvoll und liebenswert erleben, und zwar genau so, wie sie sind.“

Hochleistungskinder im Portrait
Erfolgreich waren sie bereits als Kinder und sind es noch heute – zwei „Hochleistungskinder“ die zu erfolgreichen Frauen heranwuchsen - werden aus ihrer ganz persönlichen Sicht das Thema in den Swarovski Kristallwelten beleuchten: Rebecca Horner (ehemalige Kinderschauspielerin und heute Solotänzerin an der Wiener Staatsoper) und Ronja Forcher (Schauspielerin, seit 2008 durchgehend in der Rolle der Lilli in der Serie „Der Bergdoktor“ engagiert) gewähren in einem Gespräch mit Moderator Günther Schimatzek Einblicke in ihr Leben und ihre etwas andere Kindheit.

Die etwa dreistündige Veranstaltung kann bei Voranmeldung kostenfrei besucht werden und findet am 21. September 2018 ab 16 Uhr im Forum der Swarovski Kristallwelten statt. Anmeldungen unter: swarovski.kristallwelten@swarovski.com

Kurzbiographien der Teilnehmer von „Gespräch im Riesen“ 2018:

Prof. Dr. Margrit Stamm, ist eine schweizerische Erziehungswissenschaftlerin und war bis 2012 Lehrstuhlinhaberin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Universität Freiburg (Schweiz). 2013 gründete sie ein neues Forschungsinstitut mit dem Namen Swiss Education mit Sitz in Bern. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Begabung, der Frühförderung, der Qualität in der Berufsbildung und der Förderung von Migrantenkindern. Zudem ist Stamm Gastprofessorin an diversen Universitäten im In- und Ausland sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten von nationalen und internationalen Organisationen. 2018 wurde sie mit dem internationalen „Doron-Preis“ ausgezeichnet.

Dr. Philip Streit, Vorstand des Instituts für Kind, Jugend und Familie (IKJF) und der Akademie für Kind, Jugend und Familie (AKJF) in Graz, ist seit über 20 Jahren auf dem Gebiet der Psychotherapie und Beratung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien, so wie auch Erwachsenen auf der Basis der Neuen Autorität, Positiver Psychologie und lösungsorientierter Therapie tätig. Streit hat zahlreiche Artikel und Bücher zur Positiven Psychologie und Neuen Autorität veröffentlicht, u.a. „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“.

Katharina Weiner ist ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin und seit 2013 Geschäftsführerin von familylab Österreich. Sie verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung sowohl in der Erwachsenenbildung und Trainerin, sowie der Organisationsentwicklung auf Führungsebene. Seit 2013 leitet Weiner familylab Österreich mit der Überzeugung, dass es andere Wege gibt Kinder in ihrer Entwicklung und ihrem Selbstgefühl zu stärken, als auf autoritäre Macht oder scheinbar demokratische Tricks zurückzugreifen. Als Alternative stehen zwischenmenschliche Beziehung und deren Qualität unter Berücksichtigung von Authentizität, Integrität und Eigenverantwortung im Vordergrund.

Rebecca Horner
ist eine ehemalige österreichische Kinderschauspielerin. Mit sechs Jahren begeisterte Horner ganz Österreich als Otto Schenks Enkelin in "Mein Opa ist der Beste" und wurde zum Kinderstar. Nach einer Ausbildung zur Balletttänzerin ist sie seit 2007 Mitglied des Wiener Staatsballetts. 2015 wurde sie von Ballettdirektor Manuel Legris zur Halbsolistin befördert, 2017 zur Solotänzerin.

Ronja Forcher ist eine österreichische Schauspielerin, die ihre Karriere als Kinderdarstellerin im Alter von vier Jahren begann. Mit sechs Jahren stand sie regelmäßig auf der Bühne des Tiroler Landestheaters in Innsbruck. Im Jahr 2003 folgte die erste Filmrolle in der indischen Kinoproduktion „Okariki Okaru“. Bekannt ist die Schauspielerin vor allem durch ihre Rolle in der Fernsehsendung „Der Bergdoktor“, in der sie seit 2008 Lilli, die Tochter der Hauptfigur, darstellt. 2014 legte sie ihre Matura ab und ging anschließend zum Schauspielstudium an die 1st filmacademy nach Wien.

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Die dritte Auflage von „Gespräch im Riesen“ widmet sich am 21. ...weiter

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Veröffentlichung Datum06.09.2018
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6020 Innsbruck
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