Unter den Laubengängen der Altstadt findet man kleine Läden, gemütliche Straßencafés sowie eine sportliche Herausforderung gotischen Ursprungs. Über 133 Stufen erklimmt man die 31 Meter hohe Aussichtsplattform des Stadtturms und genießt atemberaubende Ausblicke. Kaiser Maximilian I. hinterließ an der Wende zum 16. Jahrhundert nicht nur Innsbrucks Wahrzeichen, das Goldene Dachl, in dem übrigens ein kleines Museum zum Besuch einlädt. Er stattete sein geplantes Grabmal in der Hofkirche mit 28 überlebensgroßen Bronzefiguren aus, und schenkte mit den „Schwarzen Mandern“ Innsbruck eines der bedeutendsten Renaissancekunstwerke nördlich der Alpen. Die Kirche beherbergt außerdem eine der ältesten Orgeln Österreichs, die Ebert-Orgel aus dem 16. Jahrhundert. Anlässlich des Maximilianjahrs 2019 widmete die Kaiserliche Hofburg Innsbruck dem „letzten Ritter“ eine Sonderausstellung: „Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit“. Diese Schau wird ab Oktober 2019 zur Dauerausstellung umgewandelt und erzählt nun dauerhaft unter Verwendung modernster multimedialer Technik vom Leben und Wirken von Kaiser Maximilian I.  

In höchsten Tönen

Im17. Jahrhundert schrieb eine Frau Geschichte, und zwar Claudia de Medici, die durch Heirat nach Tirol kam. Nach dem Tod ihres Mannes sorgten sie und ihr Sohn, Erzherzog Ferdinand Karl, dafür, dass das erste freistehende Theater nördlich der Alpen 1631 in Innsbruck eröffnet wurde. Antonio Cesti, gefeierter Musiker seiner Zeit, schrieb bedeutende Opern. Die Festwochen der Alten Musik sowie die Ambraser Schlosskonzerte, die alljährlich im Juli und August, Publikum aus Nah und Fern anziehen, zeugen von dieser Tradition. Apropos Schloss Ambras Innsbruck: Im 16. Jahrhundert ließ es Erzherzog Ferdinand II. für seine geliebte Frau Philippine Welser zu einem Renaissanceschloss umbauen, das heute zu den kulturellen Highlights von Innsbruck und als ältestes Museum der Welt zählt.  

Innsbrucks Kulturquartier

Habsburgs Spuren sind in Innsbruck eng mit Kaiserin Maria Theresia verbunden, die der Kaiserlichen Hofburg, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt, ihr heutiges Gesicht verlieh. Eine zauberhafte Begegnung zwischen Kultur und Natur bringt alljährlich im Juli den Innenhof der Hofburg zum Klingen. Die Innsbrucker Promenadenkonzerte unter dem sommerlichen Sternenhimmel gelten mittlerweile als eines der europaweit führenden Festivals der Bläsermusik.

Ganz in der Nähe der Hofburg, nur einmal die Straße, den Rennweg, überquerend, lädt das Tiroler Landestheater, das mit außergewöhnlichen Tanzdarbietungen unter Choreograph Enrique Gasa Valga von sich reden macht, zum Besuch ein. Musiktheater, Schauspiel, Tanz und das Tiroler Symphonieorchester sowie Produktionen für ein junges Publikum bieten für alle Generationen Kunst und Kultur von höchster Qualität.  

Neben den geschichtsträchtigen Bauten Hofburg, Hofkirche und Landestheater entstand 2018 eine weitere Begegnungsstätte von Kunst, Musik und Schauspiel: das Haus der Musik. Die moderne Architektur macht das Haus der Musik zu einem wahrlich städtebaulichen Wahrzeichen, das mit seinem Umfeld den Schnitt zwischen Historie und Moderne gekonnt verbindet.

Große Namen der Geschichte
Schlendert man die Maria-Theresien-Straße nach Süden, stechen die schönen Palais wie das Palais Fugger-Taxis, der Sitz der Tiroler Landesregierung, ins Auge. Am Ende der Straße, bei der barocken Triumphpforte, fällt der Blick unweigerlich auf den Bergisel, der seine Berühmtheit u.a. den Schlachten gegen Napoleons Truppen verdankt, und der mit der eleganten „Kobra“ der von Zaha Hadid gestalteten Sprungschanze ein modernes Innsbrucker Wahrzeichen erhielt. Schlachtengetümmel gibt es am Bergisel aber noch immer, und zwar in Form des beeindruckenden Riesenrundgemäldes, das Teil des Museums Tirol Panorama ist.  

Klingendes Innsbruck
Wie zwei Schwestern muten die beiden Kirchen am Fuß des Bergisels an: Die Wiltener Basilika besticht durch ihre hell-heitere Pracht und gilt als die schönste Rokokokirche in ganz Tirol. Und gegenüber thront die Kirche des Prämonstratenser Chorherrenstifts Wilten, ein Barockjuwel mit reichem Innenleben. Damit verbunden sind die himmlischen Knabenstimmen der Wiltener Sängerknaben, einem der traditionsreichsten Knabenchöre europaweit, der zu den weltweit besten seiner Art zählt. Den Chor aus etwa 190 Knaben und jungen Männern kann man regelmäßig bei Auftritten, nicht nur in der Wiltener Basilika, der Stiftskirche Wilten oder in der Hofkirche, sondern auch in ganzt Tirol das ganze Jahr über erleben.  
Ebenfalls mit Hörgenüssen beschäftigt sich das Audioversum, eine interaktive Erlebniswelt zum Hören und Staunen. Als Science Center verbindet es Medizin und Technik mit Bildung und Kunst und lädt im Rahmen von wechselnden Ausstellungen zur spannenden Erforschung aller Sinne ein.  

Heimatliebe

Nicht versäumen sollte man den Besuch des Tiroler Volkskunstmuseums, das der Tiroler Volkskultur in einer erlebnisreichen Ausstellung Ausdruck verleiht. Den Tiroler Wurzeln gehen auch die Kunstsammlungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum auf die Spur. Unter dem Label „musikmuseum“ lädt man zu Konzerten und veröffentlicht CD-Produktionen mit Tirol-spezifischen Musikprogrammen.

In Gottes Dienste
Musikalische Begegnungen finden auch im Stift Stams statt – und damit verlassen wir die Stadt und fahren in den kleinen Ort Stams, der vom prachtvollen Zisterzienserstift dominiert wird. Das im 13. Jahrhundert gegründete und im Barock umgestaltete Kloster mit Basilika, Prunkräumen und kostbaren Sammlungen ist für jeden kulturell interessierten Innsbruck-Gast ein absolutes Muss. Gegenüber von Stift Stams thront unübersehbar die Wallfahrtskirche Maria Locherboden hoch über dem Inntal. Nur zu Fuß ist diese auch heute noch viel besuchte Wallfahrtsstätte erreichbar, die auf Wundertaten und -heilungen im 18. und 19. Jahrhundert zurückgeht. Das neugotische Kirchlein und der fantastische Ausblick sind einen Besuch wert.  

Perfekter Begleiter: Die Innsbruck Card

Innsbrucks Kunst- und Kulturschätze lassen sich mit der Innsbruck Card (gültig für 24, 48 oder 72 Stunden) noch besser erkunden: Denn mit dieser Karte ist der einmalige Eintritt zu 22 Sehenswürdigkeiten kostenlos. Ebenfalls inkludiert ist der öffentliche Verkehr mit den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB), dem Hop-on Hop-off Bus Sightseer und dem Swarovski Kristallwelten Shuttle. Wer eine Kunstpause einlegen möchte, der nutzt die Innsbruck Card für je eine kostenlose Berg- und Talfahrt bei den drei Bergbahnen Nordkettenbahnen, Patscherkofelbahn und Glungezerbahn.

Alle Infos: www.innsbruck.info/innsbruckcard

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Fotos, 300 dpi


Bereits der Besuch der Maria-Theresien-Straße gewährt den Besuchern einen ersten Überblick ...weiter

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