Kaiserwetter am Wochenende und noch fehlt die zündende Idee für das nächste Ausflugsziel: Nach Wochen des zu Hause Bleibens sehnt sich aktuell jeder nach Abenteuern fernab der eigenen vier Wände. Hoch „Paul“ bringt noch dazu sommerliche Temperaturen nach Tirol mit bis zu 28 Grad Celsius. Der richtige Moment also für einen kleinen Ausflug.

Während Freizeiteinrichtungen und Restaurants am Wochenende noch geschlossen haben, lässt sich die wiedergewonnene Freiheit in der Stadt Innsbruck auf weniger bekannten Entdeckungstouren in vollen Zügen genießen. Die sogenannten „Walks to Explore“ laden ein, sich der Stadt unter ganz unterschiedlichen Perspektiven anzunähern. Zwischen der Bergisel Sprungschanze und der Sillschlucht, im historischen Stadtteil „Anpruggen“ oder auf den Spuren der Habsburger entdeckt man bekannte und verborgene Sehenswürdigkeiten, gewohnte und unentdeckte Ecken der Stadt. Und ein kleiner Abstecher in die Eisdiele ist auch momentan schon möglich, um den Ausflug entsprechend abzurunden. Die Schnitzeljagd „GO Innsbruck“ (alle Infos dazu gibt es in der Innsbruck Information), bei der jeder Teilnehmer zur Innsbruck-Spürnase wird, kann auch ohne geöffnete Sehenswürdigkeiten absolviert werden.  Egal ob große oder kleine Entdecker, wer alle zehn Stationen erfolgreich absolviert und das Losungswort gefunden hat, bekommt eine Überraschung als Belohnung.

Ab 15. Mai öffnen dann auch die Gastronomiebetriebe entlang den Walks sowie ein Teil der Sehenswürdigkeiten wieder ihre Tore. Ab Juni sollten mögliche Zwischenstopps auf den sechs Walks to Explore wieder uneingeschränkt möglich sein. (Änderungen vorbehalten).

SECHS ENTDECKUNGSTOUREN DURCH INNSBRUCK

Kontraste: Architektur von Weltniveau verbindet sich mit Tiroler Baukunst
Zwei Stunden sollte man sich für eine Reise durch Innsbrucks Architektur Zeit nehmen. Man startet am Congress, wo nicht nur das Veranstaltungszentrum selbst, sondern auch die Talstation der Hungerburgbahn, entworfen von Star-Architektin Zaha Hadid, bewundert werden kann. Schräg gegenüber befindet sich das neue Haus der Musik – Begegnungsstätte für alle Musikinteressierten in Tirol. Nahe Innsbrucks Prachtstraße, der Maria-Theresien-Straße begeistert das „Bankenviertel“ mit Sparkassenplatz und BTV-Stadtforum architektonisch-modern. Geheimtipp: Im Stadtforum werden wechselnde Fotografie-Ausstellungen bei freiem Eintritt (zu Bank-Öffnungszeiten) geboten. An die Anfänge des 20. Jahrhunderts erinnert das von Lois Welzenbacher entworfene IKB-Gebäude, Innsbrucks erstes Hochhaus. Das Neue Landhaus, das 1938 errichtet wurde, erinnert mit seinem nüchternen und auf das Wesentliche konzentrierten Stil und den Verweisen auf die Antike an den nationalsozialistischen Herrschaftsanspruch. Auch den Einkauf erledigt man  in Innsbruck gerne umgeben von moderner Architektur: Das vom britischen Meisterarchitekt David Chipperfield entworfene und mehrfach architektonisch ausgezeichnete Kaufhaus Tyrol sowie in unmittelbarer Nähe dazu die Rathausgalerien – entworfen von Dominique Perrault – sind natürlich auch aufgrund ihres Angebots jeden Umweg wert. Das perfekte Ende für die Tour bildet die neu renovierte Tourismus Information Innsbruck. Einst diente die dreischiffige Halle mit Renaissance-Gewölbe als Hofstallung der Pferde der Hofburg – heute zeigt sie, wie reizvoll zeitgenössische Architektur mit digitaler Technologie vermischt werden kann. Vorbeischauen lohnt sich!

Öffnungstermine:
•    Innsbruck Information: geöffnet


Anpruggen: Ein historischer Stadtteil und das einstmals größte Dorf Tirols
Das Gute liegt so nah: Das ursprüngliche Innsbruck liegt gleich vis-à-vis der Altstadt und kann im Rahmen einer etwa 3-stündigen Tour durch St. Nikolaus, Mariahilf und Hötting entdeckt werden. Gestartet wird bei der Markthalle, von wo es vorbei an der Ottoburg über die Innbrücke Richtung Westen zur Mariahilfkirche geht. Liebhaber der Sakralkunst kommen bei dieser Tour voll auf ihre Kosten, denn sowohl die Alte Höttinger Pfarrkirche (13. Jahrhundert) als auch die neuromantische Neue Höttinger Pfarrkirche und die Pfarrkirche St. Nikolaus sind Teil der Route. Der 1937 eingemeindete Stadtteil Hötting war übrigens einmal das größte Dorf Tirols und viele seiner Einwohner legen bis heute darauf Wert, mehr Höttinger denn Innsbrucker zu sein. Auch das Vereinswesen und der örtliche Dialekt unterscheiden sich mitunter durchaus von jenem der „Stadtler“. Im Bereich von St. Nikolaus, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde und somit Innsbrucks ältester Stadtteil ist, befindet sich der Waltherpark, von dem aus Albrecht Dürer 1496 die Skyline von Innsbruck malte. Die ebenfalls dort befindliche Bäckerbühelgasse und die St.-Nikolaus-Gasse, die zu den ältesten Gassen Innsbrucks gehören, haben ihren ursprünglichen Charakter ebenfalls bewahrt. Zurück auf die andere Seite des Inns geht es anschließend über den Emile-Bétouart-Steg, benannt nach dem General, der sich zwischen 1945 und 1955 als Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen um die Verständigung und Versöhnung mit der Tiroler Bevölkerung verdient gemacht hatte. Flussaufwärts geht es vorbei am Hofgarten, der seit dem 19. Jahrhundert für die Öffentlichkeit zugänglich ist, zum Endpunkt der Tour vor dem Goldenen Dachl.

Öffnungstermine:
•    Markthalle Innsbruck: geöffnet


Auf den Spuren der Habsburger in Tirols Landeshauptstadt
Einmal quer durch die Geschichte Innsbrucks, bitte! Wer die reiche Historie der Stadt erkunden will, ist auf dieser Route genau richtig: Gestartet wird beim allseits bekannten Goldenen Dachl, von wo aus die Tour Richtung Osten zum Dom zu St. Jakob, einer der bedeutendsten Barockkirchen Tirols führt. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zum Tiroler Landestheater – zu erkennen an der ikonischen habsburgergelben Farbe. In unmittelbarer Nähe fällt der eindrucksvolle Leopoldsbrunnen mit seinen wunderschönen Bronzefiguren auf; das Reiterstandbild des Erzherzogs Leopolds V. ist – nach akribischer Restaurierung in Wien – erst unlängst nach Tirol zurückgekehrt. Ganz in Weiß mit auffälligem Doppeladler an der Fassade dominiert die Kaiserliche Hofburg die Szenerie. Sie war übrigens bereits um 1500 ebenso groß wie heute und es ist überliefert, dass besonders Kaiser Maximilian I. seine Tiroler Residenz liebte. Gleich daneben befindet sich die Hofkirche, bekannt für die „Schwarzen Mander“, die das Kaisergrab Maximilians bewachen.

Schauplatzwechsel: In die Welt Maria Theresias eintauchen kann man bei der ca. 10 Gehminuten von der Hofkirche entfernten Triumphpforte, die auf einer Seite die Hochzeit von Maria Theresias Sohn Leopold mit der spanischen Prinzessin Maria Ludovica repräsentiert. Rückseitig  geht es auf diesem Monument um den Tod Maria Theresias Gatten Franz Stephan. Ihm gewidmet ist auch das Adelige Damenstift, das am Rückweg der Tour passiert wird. Maria Theresia hat es ihrem Gatten nach dessen Tod gewidmet. Die Aufgabe der adeligen Damen dort: Für den verstorbenen Kaiser beten. Noch heute besteht die Institution und wird von zwei Stiftsdamen bewohnt. Mittlerweile befindet sich im Haus außerdem das beliebte Restaurant Stiftskeller – typisch tirolerische Spezialitäten, genossen in historisch-urigem Flair bilden hier den kulinarischen Abschluss dieser kaiserlichen Tour.

Voraussichtliche Öffnungstermine:
•    Kaiserliche Hofburg: 15. Mai
•    Hofkirche & Volkskunstmuseum: 15. Mai
•    Restaurant Stiftskeller: 15. Mai
•    Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: 20. Mai

Tiefe Schluchten, hohe Schanze: Zwischen Sprungschanze und Sillschlucht

An der historisch und architektonisch eindrucksvollen Triumphpforte, die von Maria Theresia in Auftrag gegeben worden war, beginnt diese Rundwanderung. Die Route führt in den Süden der Stadt in Richtung Bergisel. „Meilensteine“ sind unterwegs die Basilika am Stift Wilten bevor es vom Parkplatz des Tirol Panorama aus in die Sillschlucht, Innsbrucks ureigenem „Canyon“, geht. Vorbei an „Drachenfelsen“ und „Sonnendeck“ lässt sich so eine Panoramarunde erwandern, die direkt an der mehrfach Olympia-erprobten Bergisel Sprungschanze vorbeiführt. Architektonisches Highlight ist dabei natürlich die Schanze, die von der international renommierten Architektin Zaha Hadid entworfen wurde. Sowohl der Sprungturm mit herrlichem Blick auf die Tiroler Landeshauptstadt und die Nordkette, als auch das nahe gelegene Museum Tirol Panorama mit dem Riesenrundgemälde – auf 1.000 m² Leinwand werden dort in atemberaubender 360-Grad-Sicht Szenen aus dem von Andreas Hofer angeführten Tiroler Freiheitskampf von 1809 gezeigt – sind ein absolutes Muss für jeden Innsbruck-Besucher. Am Rückweg kann die Stadt von der Haltestelle Bergisel (vis-à-vis dem Stift Wilten) auch bequem mit der Tram erreicht werden. Insgesamt sollte für die Tour ein halber Tag eingeplant werden, wenn man die Museen entlang der Route besuchten möchte, ist ein ganzer Tag zur Bewältigung der Tour erforderlich.

Voraussichtliche Öffnungstermine:
•    Tirol Panorama & Kaiserjägermuseum: 15. Mai
•    Bergisel Sky & Restaurant 1809:  15. Mai
•    Bergisel Stadionbetrieb & Aussichtsplattform: noch geschlossen


Alpin-urbane Perspektiven: Stadt und Berg in einer Tour
Diese Bahn gibt mir Berge: Von der sommerlichen Altstadt geht es mit der Nordkettenbahn hinauf aufs Hafelekar in kühlen 2300 Metern Höhe. So wird der Gipfelsieg, von der Station Congress ausgehend, zum wahren Kinderspiel. Die Hafelekarspitze selbst erreicht man dann zu Fuß innerhalb von 15 Minuten von der Gipfelstation aus. Unterwegs lassen sich an verschiedenen Stationen noch wahre Highlights erkunden – beispielsweise der Perspektivenweg unweit der Station Seegrube. Dieser vom renommierten norwegischen Architekturbüro Snøhetta entworfene Wanderweg begeistert mit der gekonnten Einbindung von Zitaten des österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein. Die tierische Vielfalt des alpinen Lebensraums erkunden Einheimische und Gäste im berühmten Alpenzoo – vor allem für Kinder ein Erlebnis  – und so ein naheliegender Zwischenstopp mit der Nordkettenbahn. Von hier aus lässt sich der Weg zurück zur Station Congress auch zu Fuß entlang des Inns zurücklegen und man ist nach insgesamt etwa vier bis sechs Stunden wieder zurück am Ausgangspunkt.

Voraussichtliche Öffnungstermine:
•    Nordkettenbahn: noch geschlossen – alternativ kann man mit dem IVB Bus J bis zur Hungerburg fahren und von der Hungerburg hinunter einen spektakulären Blick auf Innsbruck werfen. Zu Fuß geht es dann über einen breiten Wanderweg vorbei am Alpenzoo hinunter nach Innsbruck.
•    Alpenzoo: 15. Mai


Das junge Innsbruck: Studierende, Skater und Sonnenanbeter

Dieser „Walk“ ist genaugenommen ein „Ride“, denn das studentische Innsbruck erkundet man am besten mit dem Rad (stadtrad.ivb.at). Etliche Ausleihstationen befinden sich verteilt über das Stadtgebiet – eine gibt es beispielsweise bei der SOWI, der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck. Von hier fährt man Richtung Norden durch den Stadtteil Saggen – Innsbrucks Villenviertel – und vorbei an den  über 100-jährigen Viaduktbögen. So erreicht man das Kletterzentrum Innsbruck, das zu den größten und modernsten Kletteranlagen Europas zählt. Kletterfans finden auf 5.700 m² Indoor- und Ourdoor-Kletterfläche alles was ihr Herz begehrt. Nach einer anstrengenden Kletterpartie verspricht der Baggersee, den man über einen schattigen Radweg entlang des Inns erreicht, ein wenig Erholung und Erfrischung beim Sprung ins kühle Nass. Die Freizeitanlage Roßau, so der offizielle Name, überzeugt mit großer Liegewiese, einer Badeinsel und gleich mehrerer Restaurants. Den Rückweg in die Innenstadt bewältigt man am besten über die Stadtteile St. Nikolaus und Mariahilf und die Freiburger Brücke, bis man zur typisch studentischen Innpromenade hinter der Universität kommt. Vorbei an diesem beliebten Treffpunkt geht es Richtung Eduard-Wallnöfer-Platz, wo man Skatern und BMX-Fahrern bei ihren Kunststücken zusehen kann – gleich um’s Eck am Bozner Platz kann man übrigens das Stadtrad wieder zurückgeben.

Voraussichtliche Öffnungstermine:
•    KI Kletterzentrum Innsbruck: noch geschlossen
•    Freizeitanlage Roßau: 29. Mai
•    Restaurant Deck 47: 15. Mai


Der Schlüssel zu 21 Attraktionen in Innsbruck

Die ideale Ergänzung für Entdeckungstouren durch die Stadt Innsbruck ist ab Juni auch wieder die Innsbruck Card light, die man sowohl online unter www.innsbruck.info als auch in der wieder-eröffneten Innsbruck Information bekommt. Sie gewährt kostenlosen Eintritt zu zahlreichen Freizeitattraktionen, wie beispielsweise den Museen der Stadt, dem Alpenzoo oder dem Hop-on Hop-off Bus „The Sightseer“. Insgesamt 21 Attraktionen, 2 Bergbahnen im Raum Innsbruck und der öffentliche Stadtverkehr sind inkludiert. Und mit immerhin 50 Prozent Ermäßigung besuchen Besitzer dieser 24-Stunden-Karte die Swarovski Kristallwelten oder nutzen zu gleichen Konditionen die Nordkettenbahnen. Die Innsbruck Card light erhalten Erwachsene zum Preis von 32 Euro, Kinder (6-15 Jahre) zahlen die Hälfte, Kleinkinder sind gratis mit dabei.

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Innsbruck lädt auf ganz unterschiedlichen Routen ein, die Stadt neu zu ...weiter

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