Die weltliche sowie kirchliche Macht spiegeln sich in den reich verzierten und farbenprächtigen Barockbauten wie der Kaiserlichen Hofburg. Dazu gehören auch Prunkräume wie einige der Kaiserappartements, in denen Gold sich mit Rot, Weiß, Grün oder Rosarot zum stilvollen Hintergrund für kunstvoll geschwungene Möbel, prachtvolle Spiegel oder kostbare Seidentapeten hervorragend einfügt. Gleich daneben reisen Innsbruck-Besucher architektonisch ins Hier und Jetzt wenn sie in der futuristisch anmutenden Talstation der Nordkettenbahnen ein Ticket ins Hochalpine lösen. Die von Zaha Hadid gestaltete Station fügt sich mit ihrer klaren Linienführung harmonisch ins barocke Umfeld ein.

In der Altstadt erinnern zahlreiche Hausfassaden sowie die im Erdgeschoss angebrachten Laubengänge an alte Zeiten, als im 15. Jahrhundert im Neuhof mit dem wohl berühmtesten Renaissance-Erker Europas, dem Goldenen Dachl, die Tiroler Landesfürsten residierten. Die meisten Häuser gehen im Kern bis ins 15. und 16. Jahrhundert zurück. Eine sehenswerte Ausnahme stellt das Helblinghaus dar: die rosa-weißen Verzierungen ähneln einem Zuckerbäckerguss und zeugen von einer Umgestaltung im Früh-Rokoko. Barock in seiner ganzen Herrlichkeit zelebrieren auch Fassade und Inneres des Doms mit prachtvollen Altären und Gemälden, üppig gestalteten Fresken sowie über den Köpfen der Gläubigen schwebenden Engeln.

Auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte begibt man sich einige Schritte außerhalb der Altstadt. Auf der Nordseite beeindruckt das farbenprächtige Ensemble der Häuser und Kirchtürme von Anbruggen“, wie der älteste Teil Innsbrucks, heute St. Nikolaus, Mariahilf und Hötting, genannt wird. Diese vielfach aus dem 15. Jahrhundert stammenden Häuser mit ihren hoch aufragenden Giebeln gehören mit dem Inn im Vordergrund und der Nordkette als Kulisse zu den meist fotografierten Motiven Innsbrucks. Verlässt man die Altstadt Richtung Süden, so flaniert man durch die Maria-Theresien-Straße, bewundert gleich zu Beginn die Rokokofassade des Palais Lodron, etwas weiter das Palais Fugger-Taxis, das heutige Landhaus, mit der im Innenhof gelegenen Georgskapelle.

Die von bedeutenden Adelsfamilien gebauten Palais künden vom Aufschwung der Hofhaltung an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert. Inmitten der barocken Bauten bilden zwei Fassaden echte „Hingucker“. Der französische Architekt Dominique Perrault wurde mit der Umgestaltung des Rathauses betraut. Entstanden sind die lichtdurchfluteten Rathausgalerien, in denen attraktive Geschäfte, kulinarische Begegnungsstätten sowie öffentliche Verwaltung untergebracht sind. Gleich gegenüber fügt sich die vom Briten David Chipperfield entworfene Fassade des Kaufhauses Tyrol nahtlos in die bunte Pracht der alten Bauten ein.

Durch einen Durchgang erreicht man das BTV Stadtforum, die Zentrale der Bank, der auch ein Ausstellungsbereich für moderne Fotografie und Kunst angeschlossen ist. Der in Tirol geborene Heinz Tesar realisierte 2006 gemeinsam mit obermoser arch-omo das Gebäude mit der plastischen Fassade sowie dem markanten Eckturm.

Im Süden der Stadt liegt einer der schönsten Barockbauten des Landes, das Prämonstratenserstift Wilten mit der gegenüberliegenden Wiltener Basilika. Von hier aus genießt man erneut die Harmonie der Gegensätze: auf dem Bergisel nimmt die von Zaha Hadid gestaltete Skisprungschanze den Blick gefangen. Die irakischstämmige Architektin schuf damit die moderne Landmarke Innsbrucks.

Mit dem Adambräu, dem ehemaligen Sudhaus der Bierbrauerei, verfügt Innsbruck über ein besonders eindrucksvolles Beispiel der klassischen Moderne. Dank sensibler Eingriffe bietet der Lois-Welzenbacher-Bau heute der Architekturvermittlung eine Heimstätte. Das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck ist hier ebenso untergebracht wie das aut. architektur und tirol. Letzteres gibt auf seinen Webseiten (aut.cc) nicht nur einen exzellenten Überblick über das Bauen in Tirol, es lädt auch zu architektonisch inspirierten Stadtrundgängen, den sogenannten architektouren

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Das Goldene Dachl ist das Wahrzeichen von Innsbruck.

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