Schicksalsgemeinschaft Europa: am Scheideweg zwischen Katastrophe und Geburtsstunde zu neuer Identifikation

Europa kommt nicht zur Ruhe. Seit der großen Depression waren Politiker selten, wenn überhaupt, mit so großer Unsicherheit konfrontiert wie heute. Zwischen Sparzwang und Wachstumsversprechen steigt die Spannung zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Kapitalismus und Demokratie scheinen zusehends auseinanderzudriften, wodurch die Europaskepsis und die Sorge der Bürger um Ihre Zukunft steigt. Angesichts der Schuldenkrise und wachsender Armut, angesichts von Massenarbeitslosigkeit der europäischen Jugend und dramatischer Politikverdrossenheit sowie der Wiederkehr politischer Extreme wird deutlich, dass sich der Systemumbruch längst vollzieht. „Der Standard“-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid diskutiert am Eröffnungsabend mit hochkarätigen Gästen zum Thema „Wohlstand ohne Wachstum“. Mit ihr am Podium werden der Jurist und ehemalige Ministerpräsident Sachsens, Kurt Biedenkopf, der ehemalige EU-Kommissar und nunmehrige Präsident des Forums Alpbach, Franz Fischler, Manfred Gärtner, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, der NZZ-Korrespondent in Brüssel, René Höltschi sowie Michael Köhler, Professor am College of Europe in Brügge und seit 2010 Kabinettschef von EU-Kommissar Günther Oettinger, die gegenwärtige europäische Lebensrealität analysieren.

Die Rolle der Medien - Stichwort Verantwortung, Qualität und Transparenz

Noch nie wurde so intensiv über Europa gesprochen. Noch nie war deutlicher, dass Europa zu einer Schicksalsgemeinschaft geworden ist. Und noch nie war klarer, dass das gemeinsame Europa – und damit auch das Friedensprojekt – am Scheideweg zwischen Zerfall und Geburtsstunde zu einer neuen Identifikation steht. Eines der wichtigsten und auch richtungsweisendsten Instrumente auf diesem Weg stellen die Medien dar. Die Frage nach Medienverantwortung, Qualität & Transparenz in der Europäischen Union werden sich unter der Leitung von Astrid Zimmermann, Generalsekretärin des Presseclubs Concordia, Medien- und Kommunikationswissenschaftler Matthias Karmasin, die EU-Abgeordnete Eva Lichtenberger und der NZZ-Korrespondent für Österreich und Ungarn Charles Ritterband in der Freitagvormittags-Diskussion stellen.

Robert Menasse über Klischees vom verknöcherten Eurokraten

Mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse konnte ein Intellektueller für den Mediengipfel gewonnen werden, der es sprichwörtlich wissen wollte. In seinem Ende September erschienenen Essay „Der europäische Landbote. Die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss.“, für dessen Recherche er nach Brüssel reiste, machte er unter anderem die Erfahrung von „offenen Türen und kompetenten Informationen, einer schlanken Bürokratie, hochqualifizierten Beamten und funktionalen Hierarchien. Kaum eines der verbreiteten Klischees vom verknöcherten Eurokraten traf zu.“ Über das Buch und seine Sicht von Europa spricht der Autor am Freitag im Anschluss an die Mediendiskussion mit der profilierten Kurier-Europakorrespondentin Margareta Kopeinig.

Was kommt danach?

Die Krise des Kapitals ruft kapitale Staatskrisen hervor, doch die europäische Politik bleibt kraftlos im Bemühen, jene Strukturen aufzubrechen, die uns in die Krise geführt haben. Was aber kommt auf uns zu – fragen sich Experten aller Lager? Was kommt nach der Krise? Steht gar das Ende des Kapitalismus bevor? Haben die mittels gewaltiger Schuldenberge finanzierten europäischen Wohlfahrtsstaaten noch eine Zukunft? ARD Korrespondentin Susanne Glass wird diese Fragen bei der traditionellen Diskussion der Auslandskorrespondenten am Rüfikopf mit dem Titel Zwischen Spar- und Wachstumszwang – Wie viel (Süd-)Europa verträgt der Euro? an ihre Mitdiskutanten weitergeben. Am Podium werden Matthias Kamp, Korrespondent für die Wirtschaftswoche in München, der Direktor des Instituts für Höhere Studien in Wien (IHS) und Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen Christian Keuschnigg, die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard, der Historiker, Journalist und Publizist sowie ORF Brüssel- Korrespondent Raimund Löw, der österreichische Wirtschaftsexperte Stefan Schulmeister und Moderatorin und Journalistin Sibylle Storkebaum die Zukunft der gemeinsamen europäischen Währung diskutieren.

„Europapolitik vor dem Bankrott – Radikalisierungen zwischen Links und Rechts schaffen ein neues „Europa-Extrem“

Bedrohen schwindende Ressourcen und explodierende Schulden Frieden und Wohlstand in Europa? Dramatische Staatsschulden, eine europäische Politik, die die Kontrolle über die Märkte verloren zu haben scheint, schwindende Ressourcen, fortschreitender Klimawandel und eine erschreckende Jugendarbeitslosigkeit. Der Raubbau an der Zukunft der kommenden Generation bildet beispiellosen sozialen Sprengstoff und bedroht den europäischen Wohlstand, an den wir uns alle über Jahrzehnte gewöhnt haben. Längst hat sich die europäische Einigung von einem Friedens- zu einem Un-Friedensprojekt gewandelt. In der abschließenden Samstagvormittags-Diskussion wird Markus Spillmann, Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung, mit seinen Gästen die zu erwartenden Konsequenzen für Politik und Parteienlandschaft in Europa erörtern. Der Frage, ob wir uns mit einem Europa der Extreme konfrontiert sehen, werden Heinrich Neisser, Präsident der Österreichischen Forschungsgemeinschaft (ÖFG) und Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts für Höhere Studien (IHS), Michael Fleischhacker (ehemaliger Chefredaktuer „Die Presse“), Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld sowie Josef Weidenholzer, EU Parlamentarier und Professor für Gesellschafts- und Sozialpolitik auf den Grund gehen.

Der 6. Mediengipfel am Arlberg über den Willen zum Wandel

Zerbricht das Wunder Europa, das einst aus Feinden Nachbarn machte, an der Superkrise? Oder schaffen es Europas Eliten, Europas Bürger, alle zusammen Europa neu zu denken, den Willen zum Wandel mit neuen Werten auszustatten?
Führende Medienvertreter, Politiker und Intellektuelle suchen beim Mediengipfel am Arlberg nach Auswegen, Rezepten und Lösungen für den europäischen Systemumbruch und untersuchen in Szenarien Auswirkungen vom europäischen Kollaps für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Der Mediengipfel am Arlberg geht in seiner Konzeption in folgende Richtung: Führende europäische Medien diskutieren mit führenden europäischen Politikern und Intellektuellen brennende Fragen der Zeit. Die Veranstaltung wird alljährlich ganz bewusst in einem exklusiven Kreis von ca. 80 geladenen Gästen organisiert und abgehalten. Der Mediengipfel, der von der Kommunikationsagentur pro.media kommunikation 2007 initiiert wurde, wird neben der Lech Zürs Tourismus GmbH vor allem vom international agierenden Industrieunternehmen Swarovski bzw. von Medienpartnern wie dem Verband der Auslandspresse in Österreich und Deutschland, ORF, APA – Austria Presse Agentur, Der Standard, NZZ-Neue Zürcher Zeitung, Vorarlberger Medienhaus etc. getragen.
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Der ehemalige Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Kurt Biedenkopf, ist Jurist, Hochschullehrer ...weiter

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