Wer tiefer in die Welt Maximilians eintauchen möchte, kann dies am 1. Juni um 20:30 Uhr im Kulturhaus Altes Widum Achenkirch tun, wenn der Kulturverein Achenkirch zum Vortrag von Prof. Norbert Hölzl lädt. Unter dem Titel „Maximilian – der vermutlich spannendste Vortrag im Gedenkjahr“ verspricht der Abend dem Besucher ein Bewusstsein für die bis heute nachwirkende Bedeutung dieses Kaisers zu vermitteln. Norbert Hölzl ist bekannt für seine spannenden und zuweilen sogar provokanten Vorträge. Auch in der Kunstwelt wurde sich mit dem Jubiläumsthema auseinandergesetzt. So lieferte der Mauracher Künstler und Bildhauer Markus Thurner eine zeitgenössische Interpretation – ein Pixelbild des berühmten Kaiserportraits unter dem Titel „Maximilian – Ikone der Neuzeit“. 

Überlebensgroßer Kaiser-Thron
Zu Ehren Kaiser Maximilians I. wurde außerdem auf dem Wanderweg von Achenkirch zur bewirtschafteten Köglalm ein überlebensgroßer „Kaiser-Thron“ errichtet, auf dem sich Menschen mit adeligen Ambitionen bei kaiserlicher Aussicht wie ein Kaiser fühlen dürfen – aber auch für Fußvolk, Knappen und Hofmägde funktioniert diese Aussichtsplattform einwandfrei. 

Der „erste Gast am Achensee“
Kaiser Maximilian I. herrschte zur Zeitwende vom Mittelalter zur Neuzeit. Rastlos versuchte er, viele Reformen durchzubringen: Er modernisierte die Verwaltung, das Steuer-, Heer- und Geldwesen, schuf die ersten Postkutschenverbindungen Europas zwischen Innsbruck und Brüssel, förderte den Buchdruck, Literatur und Künste. Er war ebenso sportlich wie prunksüchtig, musste laufend neue Kredite aufnehmen, hinterließ einen gewaltigen Schuldenberg – und verbrachte viel Zeit am Achensee. 

Maximilian I. legte als „erster Gast am Achensee“ den Grundstein für dessen Tourismus, der damals allerdings nur einer kleinen adligen Elite und dazugehöriger Gefolgschaft vorbehalten war. In Pertisau ließ Kaiser Max das heutige Fürstenhaus als Lusthaus und Herberge für seine diversen Jagd- und Fischereireisen errichten. Eine historische Darstellung – im Original in der Österreichischen Staatsbibliothek ausgestellt – zeigt den Kaiser mit Gefolgschaft bei einer solchen Reise. Diese gibt als große Nachbildung im Treppenaufgang des Fürstenhauses zu bestaunen: Gämsen in den schroffen Bergen, eine Fülle an Fischen im Achensee, der Kaiser hoch zu Ross und Boote, die an venezianische Gondeln erinnern – all dies vermittelt ein eindrückliches Bild der Zeit, die der Kaiser am Achensee verbrachte. Im Jagd- und Fischereibuch, dass Maximilian seinerzeit hat aufsetzen lassen und welches vom Achensee nur so schwärmt, findet sich folgendes Zitat, welches wohl gleichermaßen als Entertainment-Tipp wie Briefing für das Personal angesehen werden kann: „Wo ein landsfurst auf dem gemelten Ahensee also freid und lust haben wolte, sol man das albeg ein tag oder zwen dem vischmaister oder den vischern zuvor verkunden, daz sy allen zeig zurichten und bereit sein, damit dem landsfursten an seinem lust nicht versaumt werde.“ Die daraus entstandene Tourismustradition lässt sich auch heute noch nachempfinden. Die einzigartige Mischung aus Berg- und Seelandschaft des Achensees wird – wie die Geschichte zeigt – ihren Reiz wohl noch lange behalten.

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Fotos, 300 dpi


In Pertisau ließ Kaiser Max das heutige Fürstenhaus als Lusthaus und ...weiter

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