Beim Talk zur Wahrnehmung des Tourismus stellte Ulrike Rauch-Keschmann (Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft) klar, dass dieser vermehrt auf Nachhaltigkeit achten würde, was auch notwendig sei, da die Öffentlichkeit dem Tourismus kritisch gegenüberstehe. Man müsse darauf achten, dass Tourismusdestinationen nicht nur für Gäste, sondern auch für Einheimische attraktiv wären. „Tourismus kann nur erfolgreich sein, wenn man ihn in die Bevölkerung einbindet“, so Mario Gerber (Tourismuslandesrat Tirol).

Wie Norbert Kettner (Wien Tourismus) erklärte, würden sich Menschen das Reisen auch in Krisen- oder Kriegszeiten nicht nehmen lassen. Gerber stellte fest, dass man die Umweltbelastung des Skitourismus in Relation setzen müsse. So sei eine halbe Stunde Jetski fahren genauso schädlich wie eine Woche Skifahren. Diese Zahlen müssten kommuniziert werden, so Karin Seiler, jedoch sei das noch nicht genug. „Die Zahlen werden diesen emotionalen Bildern nicht entgegenwirken. Da müssen wir mehr tun.“

Aufgaben mit der KI
Ein wichtiger Aspekt für Europas Wettbewerbsfähigkeit sei laut Karlheinz Kopf (Generalsekretär Wirtschaftskammer Österreich) die Künstliche Intelligenz: „Wir müssen alle Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung nutzen, damit wir das ausgleichen können, was wir nicht haben: menschliche Arbeitskräfte.“ Künstliche Intelligenz gebe es ja schon seit längerem, doch „dass diese plötzlich so gut werde“, damit habe wohl niemand gerechnet, meinte Michael May (Leiter Data Analytics & AI, Siemens). Vor kurzem habe man nur Geschriebenes hinterfragen müssen, nun würden wir auch Video und Film noch mehr hinterfragen, so Florian Tursky (Staatssekretär für Digitalisierung).

Armutsängste oft unberechtigt
Für Holger Bonin (IHS) sei Armut relativ und subjektiv, aber insgesamt nehme die Armutsgefährdung nicht zu, wie er im Presse-Talk meinte. Es gehe eher um Armutsängste, da die Kaufkraft seit 2019 durch Steuerentlastungen leicht angestiegen sei, meinte hingegen Karlheinz Kopf. „Viele Menschen haben, wenn sie im Supermarkt vor dem Regal stehen, das Gefühl, sie seien ärmer geworden. Die Dinge sind natürlich teurer geworden, aber dass dahinter auch ein erhöhtes Einkommen steckt, realisiert man in dem Moment nicht“, so Kopf.

Martin Kocher in der Pressestunde
Im Gespräch mit Wolfgang Geier (ORF) sagte der österreichische Wirtschaftsminister Martin Kocher, dass die Insolvenz von René Benko keine Auswirkungen auf systemrelevante Finanzinstitute habe. Ansonsten sei es aber generell sicher so, dass das Umfeld in der Immobilienwirtschaft schwieriger geworden sei. Die Maßnahmen im Herbst 2022, wie zum Beispiel die ausbezahlten Boni, hätten auch zur momentanen Inflation beigetragen. „Man hätte die Impulse mit Sicherheit anders gestalten können“, so Kocher. 

Bedrohung der Pressefreiheit in der Türkei
„Die Türkei war noch nie ein Paradies für Journalisten“, so der türkische Journalist Can Dündar. Trotzdem sei die momentane Lage in der Türkei extrem. „Wenn man etwas Kritisches schreibt, kann man sicher sein, dass man am nächsten Morgen verhaftet wird.“ Die Verhaftung sei einerseits eine Bestrafung für die Journalisten, andererseits auch ein klares Warnsignal an andere Journalisten und andere Staaten, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan nicht zu kritisieren. „Wenn man etwas über Korruption schreibt, kann einem das das Leben kosten“, führte Dündar aus. 

Herausforderungen Europas
Stephan Löwenstein (FAZ) meinte beim Thema „Europas Rolle in stürmischen Zeiten“, dass die Skepsis der Gesellschaft an der pro-Ukraine Linie der EU deutlich spürbar sei. Viele Menschen hätten eine „Life goes on“-Haltung diesem Thema gegenüber entwickelt. Die gemeinsamen Ziele der EU würden zunehmend schwerer zu erfüllen sein. ORF-Korrespondentin Katharina Wagner sah außerdem die Vermittlerrolle des türkischen Präsidenten Erdoğan in Bezug auf den Ukraine-Konflikt kritisch: „Er hat seine Rolle in den letzten Wochen verspielt. Außerdem hat er jetzt kein Interesse mehr daran, diese Verbindungen wieder aufzubauen.“

Diese Presseaussendung entstand in der Medienakademie (Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten) des Europäischen Mediengipfels. Diese wird von der APA, der Kleinen Zeitung und der Tiroler Tageszeitung betreut.

Über den Europäischen Mediengipfel Lech am Arlberg
Seit dem Gründungsjahr 2007 bildet der Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg einen außergewöhnlichen Rahmen für Diskussionen, in denen ungefilterte Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europäische Politik und die wirtschaftlichen, wie gesellschaftspolitischen Zusammenhänge der europäischen Lebensrealität geboten werden. Der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Außenministeriums stehende Europäische Mediengipfel – von der Kommunikationsagentur ProMedia Kommunikation initiiert und seither federführend mit Lech Zürs Tourismus GmbH und dem Verband der Auslandspresse in Wien organisiert – wird von der Gemeinde Lech und den Ländern Vorarlberg und Tirol, dem Europäischen Parlament unter Vizepräsident Othmar Karas und dem Presseclub Concordia unterstützt. Weitere Partner sind die Tirol Werbung, die Industriellenvereinigung Tirol und Siemens. Die Medienakademie wird ermöglicht und unterstützt durch die Wirtschaftskammer Österreich, die APA – Austria Presse Agentur, Moser Holding GmbH und Russmedia. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren APA – Austria Presse Agentur, ORF, Der Standard, Tiroler Tageszeitung sowie Vorarlberger Nachrichten.
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