Als unabhängige Plattform 42 renommierter Tiroler Unternehmer/Innen richtet die Tiroler Adler Runde klare Forderungen an die nächste Regierung: Flexiblere Arbeitszeiten sind genauso wie bürokratische und steuerliche Entlastungen unumgänglich, um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Tirol bzw. Österreich zu sichern.

„Nur ein starker Wirtschaftsstandort sichert Arbeitsplätze und Wohlstand“, so bringt es Anton Pletzer, Präsident der Tiroler Adler Runde, auf den Punkt. In Tirol bedeutet dies vor allem eine Stärkung der Klein- und Mittelbetriebe – nicht nur im Interesse der Unternehmer, sondern vor allem auch im Interesse der Arbeitnehmer.

„Statt populärer Kosmetik braucht es endlich grundlegende Reformen gegen überbordende Bürokratie, anachronistische Regelungswut und sozialpolitische Erstarrung“, ergänzt Vize-Präsident Fritz Unterberger.

Das Land brauche einen sehr grundlegenden Umbau, um die Fähigkeit zurückzuerlangen, mit den führenden Volkswirtschaften in Europa und der Welt mithalten zu können. Die Verschlankung der Verwaltung und ein tiefer Eingriff in das verkrustete politische System würden nicht ausreichen. Das Bildungssystem müsse modernisiert und Forschung sowie Entwicklung deutlich stärker gefördert werden, im Gegenzug müsse der öffentliche Sektor zurückgedrängt werden. „Das Land steht an einer Weggabelung“, ist Ingeborg Freudenthaler (Pressesprecherin der Adler Runde) überzeugt.


Die Forderungen der Tiroler Adler Runde:

1. Zukunft für heimische Unternehmen durch Mut zur Entbürokratisierung
Die Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) sieht die Tiroler Adler Runde als das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Fast 74% aller Arbeitnehmer/Innen in Tirol sind in den rund 20.000 Klein(st)- und Mittelbetrieben beschäftigt, mit 67 % trägt diese Unternehmerschicht einen beachtlichen Teil zur Bruttowertschöpfung bei. Gerade diese Betriebe, die aus Kostengründen oft nicht auf Beratungsleistungen oder externe Dienstleister zurückgreifen können, sind tagtäglich mit bürokratischen Vorschriften konfrontiert, die wohl Sinn machen um Konsumenten oder Arbeitnehmer im internationalen Konzernumfeld zu schützen, im regionalen Wirtschaftsraum durch Überregulierung jedoch immer mehr zum Aussterben heimischer Betriebe führt. Dies wird vor allem an zahlreichen Beispielen in der Gastronomie deutlich.

2. Erleichterung der Betriebsübergabe
Besonders wenn es darum geht, ein über Jahrzehnte mühevoll aufgebautes Unternehmen an die nächste Generation weiterzugeben, wird dies durch überbordende Vorschriften (etwa durch gewerbe- und brandschutzrechtliche Auflagen) und steuerliche Lasten für viele Unternehmer nahezu unmöglich. 67 % der Familienunternehmen schaffen es in die zweite, 37 % in die dritte und nur 12 % in die vierte Generation. Viele entscheiden sich für den Verkauf des Familienbetriebs, was nicht selten ausländische Interessenten auf den Plan ruft und in Folge zu einem regelrechten Ausverkauf der Heimat führt.

3. Moderne Lebenswelten brauchen flexible Arbeitszeiten
Viele Branchen der Tiroler Wirtschaft sind an Saisonen gebunden, ihre Auftragslagen schwanken. Gerade Klein- und Mittelbetriebe können den Personaleinsatz nur knapp kalkulieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotzdem müssen Auftragsspitzen abgefedert werden: Mit der phasenweisen Ausweitung der maximal erlaubte Arbeitszeit auf 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche kann dem entsprochen werden. Diese Option, zeitweise länger produktiv sein zu dürfen um an anderen Tagen mehr Zeit für Familie, Hobbies, berufliche Weiterbildung sowie freiwillige Tätigkeiten zu haben, wünschen sich laut GFK-Umfrage auch 84% der Österreichischen Arbeitnehmer/Innen.

4. Mehr Arbeitsplätze durch Steuersenkung
Österreich liegt mit einer Steuerquote von 43,4% im EU-Ranking an vierter Stelle, im Schnitt erheben die EU-Länder 40 %. Fleiß und harte Arbeit werden im „Hochsteuerland“ regelrecht bestraft anstatt sie zu belohnen. Damit wird nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen gefährdet, sondern Wachstum verhindert. Gerade wenn es darum geht, neue Jobs zu schaffen, scheitern die Arbeitgeber an den hohen Sozialbeiträgen und andere Lohnnebenkosten.

5. Wertschätzung statt Klassenkampf
Die Tiroler Unternehmer/Innen zahlen jährlich 14 Milliarden Euro an Lohnsummen an ihre Arbeitnehmer/Innen aus. Lediglich in 0,04% aller Fälle kommt es zu Beanstandungen. Realitätsverzerrende Kampagnen der Sozialpartner tragen nicht dazu bei, Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern und geben nicht die Wirklichkeit wieder, denn die Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schätzen ihre Arbeitgeber und umgekehrt.

„Wir setzen darauf, dass für die nächste Regierung das Wohl der Wirtschaft im Mittelpunkt des Tuns steht. Nur so können wir gemeinsam den Wirtschaftsstandort und damit Arbeitsplätze sichern“, ist Pletzer überzeugt.

Die Adler sagen „Ja“ zu Olympia

Bezüglich der möglichen Olympia-Bewerbung von Innsbruck/Tirol spricht sich die Tiroler Adler Runde für eine eindeutiges „Ja“ aus. Damit sei ein starker Impuls für den Standort und den heimischen Arbeitsmarkt verbunden, weil Geld nach Tirol fließt, das sonst nicht da wäre. „Tirol hat die besten Voraussetzungen, weil alles vorhanden ist und wir damit tatsächlich Vorreiter für neue Spiele sein können. Diese Vision erzeugt Aufbruchsstimmung und schafft Platz für Innovationgeist und zukunftsfähige Entwicklungen!“, so Vorstands-Mitglieder Peter Grüner und Klaus Mark.

18. Oktober: Das 1. Tiroler Adler Forum widmet sich dem Mittelstand

Mit dem Tiroler Adler Forum setzt die Adler Runde einen weiteren Akzent, um die brennendsten Themen der Wirtschaft in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Unter dem provokanten Titel „Im Land des rasenden Stillstands – oder: wo bleibt die Offensive für den vergessenen Mittelstand?“ referieren und diskutieren Marie-Hélène Ametsreiter, Gerald Hörhan, Franz Schellhorn und Dr. Herbert Stepic ab 17.30 Uhr im BTV Stadtforum. Teilnahme nur nach Anmeldung unter events@freudenthaler.at

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Im Gespräch mit den Medien: (v.l.) Fritz Unterberger, Ingeborg Freudenthaler und ...weiter

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Tiroler Adler Runde, Olympische Winterspiele 2026, Innsbruck/Tirol 2026

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