Als unabhängige Plattform 42 renommierter Tiroler Unternehmer setzt die Tiroler Adler Runde den Fokus auf jene Themen, die für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts spielentscheidend sind.

Die Ausgangssituation ist gut, so der Präsident der Tiroler Adler Runde Anton Pletzer: „Tirols Wirtschaft steht im nationalen, aber auch internationalen Vergleich gut da – dank tüchtiger Unternehmer und deren Mitarbeiter. Das bestätigt auch das aktuelle Mittelstands-Barometer – 97 % der mittelständischen Unternehmen, die einen Großteil der heimischen Wirtschaft ausmachen, sind mit der Geschäftslage zufrieden.“ Die Studie bestätigt jedoch gleichzeitig eines der brennendsten Zukunftsthemen: 83% (!) der befragten Unternehmer geben an, dass es problematisch sei, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. „Hier müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden. Von der Aufwertung der Lehre über die Umsetzung einer regionalen Mangelberufsliste bis hin zu ganz neuen Bildungsansätzen im Zeitalter der Digitalisierung ist die Politik gefordert“, so Pletzer weiter.
„Überbordende Vorschriften und bürokratische Hürden sind weitere Hemmnisse, die konsequent abgebaut werden müssen, denn sie behindern die Tiroler Klein- und Mittelbetriebe überproportional“, ergänzt Ingeborg Freudenthale (Pressesprecherin der Tiroler Adler Runde). Und führen sehr oft – wie beispielsweise der „Lufhunderter“ – nicht zu den gewünschten Ergebnissen, sondern maximal zur Belastung durch Bußgelder, die alle Tiroler empfindlich treffen“.

Die Forderungen der Tiroler Adler Runde im Detail:

1.    Fachkräftemangel beheben

Die Unternehmer in Tirol beschäftigen rund 350.000 Menschen und planen in den nächsten Monaten, weitere Mitarbeiter einzustellen – das bestätigt auch die aktuelle Ausgabe (Winter 2017/2018 ) des Konjunkturbarometers der Wirtschaftskammer Tirol. Aber es fehlen Fachkräfte: Köche, IT-Fachleute, Maschinenbauer oder Elektro-Installateure sind kaum zu finden. Dringend notwendige Bildungs-Impulse müssen garantieren, dass unsere Jugend sich heute für jene Berufe qualifiziert, die morgen gefragt sind. Derzeit wählen österreichweit von 1000 Studenten nur rund 15 ein MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die duale Lehrlingsausbildung, die weltweit beispielgebend ist, muss für Jugendliche und deren Eltern eine gleichwertige Alternative darstellen. Kurzfristig muss sichergestellt werden, dass der Zugang für ausländische Arbeitskräfte gerade in Mangelberufen erleichtert wird, denn sonst drohen Umsatzeinbußen, die in letzter Konsequenz auch bestehende, sichere Arbeitsplätze gefährden.

2.    Überbordende Vorschriften & Bürokratiewahnsinn bekämpfen

74% aller Arbeiternehmer sind in rund 20.000 Kleinst- und Mittelbetrieben beschäftigt, die 67% zur Bruttowertschöpfung beitragen. Diese Betriebe können nicht Unsummen in Beratungsleistungen investieren, um immer neuen Vorschriften nachzukommen. Ämter und Behörden sind Dienstleister und müssen konsequent so agieren – Unternehmer und Private sind keine Bittsteller, sondern dürfen sich kompetente, rasche Abwicklung erwarten. Warum gibt es kein Ranking der Beamten nach Verfahrensdauer und Effizienz?

Übertriebene Vorschriften (etwa durch gewerbe- oder brandschutzrechtliche Auflagen) und mangelnde Rücksichtnahme auf betriebliche Notwendigkeiten (Betriebsprüfungen ohne Verdacht in Hochsaisonen) lassen viele Unternehmerfamilien – 17.400 Familienunternehmen gibt es in Ost- und Nordtirol – ans Aufhören denken. Das öffnet ausländischen Investoren Tür und Tor, in deren Wertekatalog die Sicherung der Lebensqualität in Tirol nicht vorkommt: 67% der Familienunternehmen schaffen es in die 2, 37% in die 3., und nur mehr 12% in die 4. Generation. Hier müssen rasch konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, um den schleichenden Ausverkauf Tirols zu verhindern.

3.    Mobilität und Versorgungssicherheit sicherstellen
Mobilität und Beweglichkeit sind für die Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität, aber vor allem für jeden einzelnen Tiroler enorm wichtig. Beschränkungen, die weder für die Umwelt noch für den Verkehrsfluss großen Nutzen stiften, sondern nur Bußgelder in die Höhe treiben dagegen sinnlos. Das betrifft nicht nur Tempo 100 auf den Autobahnen – auch die nächtliche 60 km/h-Beschränkung für LKWs erhöht vor allem die Unfallgefahr und muss durch sinnvolle Regelungen ersetzt werden. Die Schadstoffbelastungen sind nachweislich in den letzten 15 Jahren gesunken, dies wiederum ist auf die verbesserten Motortechnologien zurückzuführen. Damit unsere Umwelt nachhaltig aufatmen kann, muss der Hausbrand dramatisch reduziert und Versorgungssicherheit aus erneuerbaren Ressourcen und günstige Strompreise sichergestellt werden.

4.    Engagement, Erfolg und Handschlagsqualität aufzeigen
Die Tiroler Unternehmer zahlen jährlich rund 14 Milliarden Euro an Lohnsummen an ihre Arbeitnehmer aus. Beanstandungen gibt es lediglich in seltenen Ausnahmefällen. In Zukunft muss der Fokus der Aufmerksamkeit auf jene Betriebe und Mitarbeiter gelegt werden, die gemeinsam für den Wohlstand und die Stabilität in unserem Land arbeiten. Die Scharfmacher täten gut daran, sich am Stammtisch oder im Verein umzuhören: Man schätzt hier den Chef als Arbeitgeber, der seine arbeitsrechtlichen Verpflichtungen meist übererfüllt und zusätzlich Sportvereine, Sozialprojekte und viele andere Anliegen quer durch das ganze Land unterstützt. Das gehört auf allen Kanälen kommuniziert – von allen Partnern und Institutionen.

Links zu Daten zur aktuellen Wirtschaftslage in Tirol:
Mittelstandsbarometer Österreich 2018 - Hrg. EY / Ernst & Young:
www.ey.com/at/de/newsroom/news-releases/ey-20180213-ey-mittelstandsbarometer-2018

Konjunkturbarometer Top Tirol Winter 2017 /2018 – Hrg. Abteilung Wirtschaftspolitik und Strategie der Wirtschaftskammer Tirol:
www.wko.at/service/t/zahlen-daten-fakten/konjunktur-barometer-top-tirol.html

23. April: 2. Tiroler Adler Forum – Digitalisierungshype versus Regulierungswahn
Die brennenden Fragen der Wirtschaft aufs Tapet bringen – das ist die Intention des Adler Forums, das am 23. April bereits seine zweite Auflage erlebt. Zum Thema Digitalisierung versus Regulierung diskutieren Bundesministerin Margarethe Schramböck, der Waldviertler „Schuhrebell“ Heinrich Staudinger und Speed-Invest Gründer Oliver Holle in der Hypo-Zentrale am Boznerplatz. Anmeldungen sind ab sofort unter office@freudenthaler.at möglich, die Teilnehmeranzahl ist mit 90 Personen limitiert.

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V.l. Klaus Mark, Ingeborg Freudenthaler, Anton Pletzer, Fritz Unterberger und Peter ...weiter

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