Tourismusforum on tour in Kitzbühel im Zeichen der Großevents
Welchen Nutzen bringen Großveranstaltungen einer Region? Diese Frage stand am 22. Oktober im Mittelpunkt der dritten Station von „Tourismusforum on tour“ im Restaurant Goldene Gams in Kitzbühel. Tourismuslandesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und Martin Schnitzer, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck, diskutierten dazu mit dem Publikum.
Datum: 23.10.2026
Ort: Kitzbühel
Ressorts: Events, Gesellschaft, Tourismus
Kunde: Tirol Werbung GmbH
Das Tiroler Unterland ist Schauplatz großer Veranstaltungen, die einzigartige Bilder nach außen transportieren und Gäste und Medien aus aller Welt anziehen. Solche Events bringen Sichtbarkeit und Wertschöpfung, verändern gleichzeitig allerdings auch den Alltag der Menschen vor Ort. Im gemütlichen Wirtshausambiente der Goldenen Gams in Kitzbühel nutzte das Publikum daher die Möglichkeit, sich unter dem Motto „Durchs Reden kemmen die Leut’ zamm“ mit den Expert:innen auszutauschen.
Landesrat Mario Gerber ordnete den Nutzen von Großveranstaltungen für Tirol ein: „Veranstaltungen bringen Tirol eine enorme Wertschöpfung und bieten gleichzeitig die Chance, unser Tourismusland in die internationale Auslage zu stellen. Sie machen Tirol erlebbar und bieten der einheimischen Bevölkerung eine breite Vielfalt – vom Sport bis zur Kultur. Mein Dank gilt daher allen helfenden Händen, vor allem den ehrenamtlichen Vereinen, die zum Gelingen der zahlreichen Events in unserem Land beitragen“, so Gerber.
Zwischen Emotion und Strategie
Karin Seiler, Geschäftsführerin der Tirol Werbung, brachte die Wirkung von Events auf den Punkt: „In unserer Arbeit achten wir stets darauf, dass Events die Marke Tirol positiv aufladen. Deshalb ist Tirol so stark mit Sportveranstaltungen verbunden: Diese rufen Emotionen hervor und laden ein, als Urlaubsgäste nach Tirol zu kommen.“
Aus wissenschaftlicher Sicht ergänzte Martin Schnitzer, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck: „Veranstaltungen sind immer ein Gemeinschaftswerk, an dem Vereine, Gemeinde und Bevölkerung arbeiten – das gelingt in Tirol sehr gut. Entscheidend für den Erfolg ist allerdings immer eine Strategie mit konkreten Zielen, das man mit einer Veranstaltung verfolgt. Das kann monetär, aber auch gesellschaftsbezogen oder identitätsstiftend sein“, so Schnitzer.
Das Publikum beteiligte sich mit zahlreichen Fragen und Beiträgen an der Diskussion. Die Themen reichten von Internationalisierung über Reiseverhalten bis zur Künstlichen Intelligenz.
„Tourismusforum on tour“ zu Gast in Osttirol
Die letzte Station der Veranstaltungsreihe 2026 findet am Mittwoch, 11. November, im Bärenstadl in Assling in Osttirol statt. Unter dem Titel „Quo vadis? Die touristische Ausrichtung von Osttirol“ diskutieren Tourismuslandesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol, mit dem Publikum. Einlass ist ab 18 Uhr, die Diskussion beginnt um 18.30 Uhr.
Mario Gerber, Landesrat für Tourismus, Wirtschaft und Digitalisierung, zum dritten Tourstopp von „Tourismusforum on tour“.
Karin Seiler, Geschäftsführerin der Tirol Werbung, zur Wirkung von Großevents und welche Bilder das Publikum beeindrucken.
Martin Schnitzer, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck, zur Frage, was Events erfolgreich macht, und zu Kitzbühel als Veranstaltungsregion.