Trailrunning – das Laufen auf Wald-, Wiesen- und Schotterrouten abseits befestigter Wege – boomt. Während aus den Marktforschungen führender Sportartikelmarken hervorgeht, dass der Hype rund um den Marathon deutlich nachgelassen hat, hat sich der Trend zum Trailrunning in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Aktuelle Untersuchungen weisen aus, dass 72% aller Läufer in der Natur laufen wollen und dieses Naturerlebnis explizit wichtiger wird, als der Kampf gegen die Stoppuhr. Experten sind sich einig, dass der Boom in Europa rund um das Jahr 2008 begann und die rasante Entwicklung bis heute anhält. In Österreich etwa lässt sich aktuell ein Wachstum an Trail Running Events von 400% im Zeitraum von 2010 bis 2018 belegen. Und in Tirol entwickelten sich in sehr kurzer Zeit mit dem Pitz Alpine Glacier und dem Innsbruck Alpine die zwei größten österreichischen Veranstaltungen in diesem Segment.

Pitzal ist Österreichs führende Trailrunning-Region
Seit dem Jahr 2013 gibt es den Pitz Alpine Glacier, der sich mit deutlich über 1.000 Teilnehmer zum härtesten Event seiner Sparte entwickelt hat. Neben diesem Event setzt das Pitztal in den Sommermonaten stark auf die neue Trendsportart, wie TVB-Geschäftsführer Gerhard Gstettner bestätigt: „Derzeit gibt es 19 beschilderte Trail Running Strecken mit insgesamt 264 km. Neben vielen Trail Running-Camps haben sich auch Hotels auf diese Szene spezialisiert, die sich alljährlich zu einem eigenen Trail Running Symposium im Pitztal trifft.“ Auch die direkte Wertschöpfung durch den Pitz Alpine Glacier sei mittlerweile beachtlich, so Gstettner. Über 90% der internationalen Teilnehmer übernachten im Pitztal, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 3,8 Tage. Lediglich 35% haben bereits vorher einen Urlaub im Pitztal verbracht, 98% können sich jedoch vorstellen für einen Urlaub wiederzukommen. Der Event generiert damit eine Wertschöpfung rein aus den Aufenthalten und Übernachtungen von 430.000 Euro für das Pitztal.

Größter Trailrunning-Event etabliert sich in Innsbruck
In Innsbruck gelang innerhalb von nur drei Jahren die Etablierung des Innsbruck Alpine als mittlerweile größte Trailrunning-Veranstaltung Österreichs. Mehr als 2.500 Trailrunner aus 52 verschiedenen Nationen starteten heuer bereits in 6 Distanzen (K85, K65, K42, K25 und K15, sowie K7 Nighttrail als Prolog) – damit hat sich der Event in den Top 3 im deutschsprachigen Europa eingereiht. Im kommenden Jahr werden bereits 3.000 Athleten erwartet, in kürzester Zeit soll die Veranstaltung 5.000 Starter verzeichnen und damit zu einer der größten Trailevents in Europa reifen. „Das Wechselspiel von urbanen Sehenswürdigkeiten und unserer facettenreichen, unverwechselbaren alpinen Landschaft fasziniert die Teilnehmer und positioniert unsere Stadt als alpin-urbanes Zentrum der Alpen“, freut sich Karin Seiler-Lall, Direktorin von Innsbruck Tourismus. Damit hat sich ein internationaler Laufevent in Innsbruck positioniert, der auch wirtschaftlich Wirkung entfacht. Alexander Pittl, GF der Innsbrucker Laufwerkstatt und Organisator der beiden größten Trailrunning-Events, bestätigt: „Laut Teilnehmerbefragung nutzen rund 83% die Möglichkeit in Innsbruck zu übernachten. 65% bleiben zwei Nächte oder länger und verbringen damit das gesamte Wochenende in der Stadt – so profitiert Innsbruck auch von den damit einhergehenden Nebenausgaben. 32% der Teilnehmer verbringen hier sogar 3 Nächte oder länger. Da der Läufer statistisch gesehen mindestens eine Begleitperson mitbringt, erzeugen wir bei 3.000 Teilnehmern rund 10.000 Übernachtungen.“

Internationale Spitzenevents sichern den Wettbewerbsvorsprung
Dass Trailrunning als zeitgemäße Bewegungsform mehr als nur ein flüchtiger Trend sei, ist für die Lauf- und Tourismusexperten klar: „In praktisch allen Destinationen entstehen derzeit Initiativen und Events – wichtig ist jetzt eine qualitativ hochwertige Entwicklung des Angebots und eine professionelle Bearbeitung der Zielgruppe“, sind sich Pittl und Gstettner einig. Tirol profiliere sich seit Jahrzehnten erfolgreich als führendes Sportland und Heimat der Weltmeister. In diesem Sinne sei auch die Organisation einer internationalen Spitzenveranstaltung in Tirol – etwa die Trailrunning-Weltmeisterschaft – zur Festigung des Wettbewerbsvorsprungs interessant. Auch Ingrid Felipe, stellvertretende Landeshauptfrau von Tirol, zeigt sich vom neuen Bewegungstrend angetan: „Besonders freut mich, dass bei dieser Sportart das Ursprüngliche und die Natur in den Vordergrund kommt, Menschen, die sich in der Natur bewegen und diese wertschätzen, sind auch eher bereit diese zu schützen und nachhaltig zu bewahren.“ Sportstadträtin Elisabeth Mayr traut dem Trailrunning gar die Entwicklung zum Breitensport zu: „Das Trailrunning eignet sich für Jung und Alt, da es gelenksschonender ist, als das Laufen auf Asphalt. Außerdem hält sich der Aufwand hinsichtlich Ausrüstung in Grenzen. Gerade auch in Innsbruck ist man schnell und mit wenig Zeitverlust in der Natur. Ich glaube Trailrunning wird in Zukunft noch sehr viel mehr Menschen begeistern und wird viel breiter angenommen werden.“


Trailrunner sorgen für Umsatzsprünge im Sportfachhandel
Auch die Umsätze der Sportartikelindustrie werden durch den neuen Trend angekurbelt. Experten beobachten, dass sich mittlerweile alle großen Sportmarken im Outdoor- und Runningbereich auf den Trailsport stürzen. Die Marke Salomon hat sich über die Jahre zum Weltmarktführer im Trailbereich entwickelt, das Wachstum in diesem Segment sei überproportional. Trailrunner seien für die Sportartikelbranche auch deshalb von zentraler Bedeutung, erklären Experten, weil damit ein enormes Entwicklungspotential verbunden sei. Ein Trailrunner gebe deutlich mehr Geld für seine Ausrüstung aus und sei damit – gemessen am Umsatz – rund dreimal so viel wert wie ein Straßenläufer. Wird ein Straßenläufer etwa mit Ausgaben von durchschnittlich rund 300 Euro taxiert, sind es beim Trail-Runner etwa 900 Euro. In puncto Trail-Ausstattung setzt die britische Firma inov-8 sogar auf Forschung und Innovation: als erste Marke weltweit ist es gelungen, ein „Wundermaterial“ namens Graphen in eine Gummimischung einzuarbeiten und für Sportschuhe zu verwenden. Nach eigenen Angaben erhöht dies den Grip und die Lebensdauer der Schuhe, welche im Test 1.000 Meilen überdauert haben. In Summe konnten im deutschen Sporthandel die Umsatzzahlen im Bereich Trailrunning von 2016 auf 2017 um 11% gesteigert werden. Laut einer aktuellen Studie von RegioData Research floriert auch der österreichische Sportfachhandel. Vor allem aufgrund des Outdoor-Segments ist dort in den letzten neun Jahren ein Umsatzsprung von 30 % registriert worden.

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