Vor sechs Jahren wurde in Tirol die Sozialstiftung „Die Seraphiner“ gegründet, um Menschen mit Behinderung und Kinder in sozialen Notlagen, zu begleiten und zu unterstützen.
Pluhar sang und las Pluhar
Um auf die Anliegen der Stiftung verstärkt aufmerksam zu machen, lud der Vorstand am vergangenen Donnerstag in die Villa Blanka. „Es freut uns sehr, dass Erika Pluhar heute Abend unsere Anliegen mit ihrer Kunst unterstützt. Die Seraphiner Stiftung steht für gelebte Menschlichkeit – wir möchten Menschen mit Behinderungen ermöglichen, ihr Leben selbstbestimmt und in Würde zu gestalten. Ein Abend wie dieser zeigt, wie stark Herzensbildung und gesellschaftliches Engagement wirken können“, betonte Helmut Krieghofer, Vorstandsvorsitzender der Seraphiner Stiftung, in seinen Begrüßungsworten.
Die geladenen Gäste erlebten die inzwischen 87-jährige Künstlerin, die es verstand, das Publikum mit Auszügen aus ihren Büchern und Texten zu faszinieren. Abgerundet wurde ihr Bühnenauftritt durch ein speziell für diesen Abend zusammengestelltes Potpourri eigener Lieder, begleitet von Roland Guggenbichler am Klavier. Im Anschluss nahm sich Erika Pluhar Zeit für zahlreiche Signierwünsche und persönliche Begegnungen mit den Gästen.
Versteigerung zu Gunsten der Stiftung
Im Rahmen des Abends kündigte die bekannte Tiroler Unternehmerin und Galeristin Ingeborg Freudenthaler an, ein Gemälde der renommierten Tiroler Malerin Gerhild Diesner aus ihrer Sammlung zugunsten der Seraphiner Stiftung versteigern zu lassen. „Der Wert einer Gesellschaft wird für mich daran gemessen, wie man mit denen umgeht, die Hilfe brauchen – in diesem Sinne ist die Seraphiner Stiftung eine ganz wichtige Einrichtung für unsere Gesellschaft, die ich gerne unterstütze“, hob Ingeborg Freudenthaler hervor. Das Bild mit dem Titel „Capri“ soll im Oktober im Dorotheum in Wien versteigert werden. Helmut Krieghofer ergänzt: „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Freudenthaler für ihre beeindruckende Initiative. Solche Gesten entstehen aus echter Menschlichkeit – und sie geben unserer Arbeit zusätzliche Kraft und Sichtbarkeit.“
Wo Unterstützung Leben verändert
Die 2020 vom Kapuzinerorden gegründete Seraphiner Stiftung setzt sich mit großem Engagement für Menschen mit Behinderungen sowie Kinder in Notlagen ein, um ihnen langfristig ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu ermöglichen. Bereits in kurzer Zeit konnte die Stiftung 600.000 Euro für Projekte des Vereins „slw Soziale Dienste der Kapuziner“ in Axams und Innsbruck bereitstellen. Der Reinerlös aus den freiwilligen Spenden des Abends kommt ebenfalls dem slw zugute. So leistet jede Spende einen wertvollen Beitrag dazu, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen dauerhaft die Unterstützung erhalten, die sie für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben benötigen. Kristin Vavtar, Geschäftsführerin des slw, zeigte sich dankbar: „Die Kooperation mit der Seraphiner Stiftung ist für uns als slw eine Bereicherung, weil sie sich mit voller Überzeugung für uns einsetzt und uns maßgeschneidert unterstützt. Ein Abend wie dieser bietet die Chance, Kontakte zu pflegen und zugleich erleben unsere Kolleg:innen und Klient:innen eine wertschätzende Begegnung auf Augenhöhe – getragen von Herzlichkeit und Offenheit.“
Zu den weiteren Gästen des Abends zählten unter anderem Uli Bree (Drehbuchautor und Regisseur), Marianne Hengl (Obfrau von RollOn Austria), Bianca Vetter (Geschäftsführerin des slw) sowie die Vorständinnen der Seraphiner Stiftung, Gabriele Neumair und Therese Fiegl. Auch Arnulf Perkounigg (Aufsichtsratsvorsitzender des slw), Brigitte Winkler (Vorstand Verein slw), Claudia Berghofer (Adler Lacke), Christine Hofer und Romed Schöpf (beide RLB), Stefan Pleger (Kindern Eine Chance) und Sabine Wechselberger (Villa Blanka) zeigten sich begeistert vom stimmungsvollen Abend.
Über die Seraphiner Stiftung
Die vom Kapuzinerorden gegründete Seraphiner Stiftung setzt sich konkret für rund 250 Menschen mit Behinderungen, vom Kindes- bis ins hohe Erwachsenenalter, ein. Diese Menschen werden in Axams und Innsbruck von rund 300 Mitarbeiter:innen begleitet und unterstützt. Die Sozialstiftung erhält ihr Vermögen vorwiegend aus Erbschaften und Schenkungen. Wer stiftet, hilft Menschen mit Behinderungen und auch deren Angehörigen, den Alltag ein Stück selbstbestimmter gestalten zu können.
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