Best Ski Resort: Skigebiete in der Schweiz zählen zu den Besten

In der vergangenen Saison wurden im Rahmen des Branchenreports „Best Ski Resort“ rund 50.000 Skifahrer in 54 Top Skigebieten in den Alpen, direkt an den Pisten, zu ihrer Zufriedenheit in unterschiedlichen Kategorien und ihren Entscheidungskriterien bei der Wahl der Wintersportregion befragt. Die höchste Gesamtzufriedenheit verbucht Zermatt, gefolgt von Serfaus-Fiss-Ladis in Österreich und Kronplatz in Südtirol. Mit der Aletsch Arena (Platz 6) und Laax (8.) schaffen es drei Skigebiete aus der Schweiz in die Top 10 der Gesamtauswertung. Im Ländervergleich hält sich Italien weiter vor der Schweiz auf Platz 1. Besonders gut in puncto Preis-Leistung für Lifttickets fühlen sich die Skifahrer in Sulden am Ortler in Italien aufgehoben. Aber auch ein Schweizer Skigebiet schafft es in die Top 5 dieser insbesondere für Familien wichtigen Kategorie: Die Aletsch Arena am Großen Aletschgletscher.

04.12.2023 Schweiz Fachtouristik, Sport - Ski-Alpin, Tourismus MOUNTAIN MANAGEMENT Consulting

Das Skigebiet Zermatt (CH) war in der vergangenen Saison jenes Skigebiet mit der höchsten Gesamtzufriedenheit und landet im alpenübergreifenden Ranking des Branchenreports „Best Ski Resort“ auf dem 1. Platz.

Die wichtigsten Kriterien für die Wahl eines Skigebiets bleiben für die Wintergäste die Gebietsgröße, die Schneesicherheit und die Pistenqualität (Zermatt Platz 1, 2 und 1). Der Aspekt Freundlichkeit (Arosa Lenzerheide, Platz 3) hat im ersten Winter nach den Corona-Lockdowns deutlich an Bedeutung gewonnen. Er klettert vor den Beförderungskomfort an die 4. Position. Den höchsten Bedeutungszuwachs nach der Schneesicherheit verbucht das Gastronomische Angebot. In dieser Kategorie überzeugen Zermatt, Val Gardena und Serfaus-Fiss-Ladis – am Berg. Sowie im Tal Zermatt, Livigno und Arosa Lenzerheide (jeweils Platz 1-3).

Gute Prognosen für die Großen
„Die Menschen wollen – nach den Corona-Einschränkungen – wieder auf die Ski. Das bestätigen die aktuellen Buchungszahlen für diesen Winter. Die Stimmung der Branche ist angestrengt – viele Herausforderungen gilt es zu meistern – aber durchaus positiv“, so der Studienautor Mike Partel von Mountain-Management Consulting. „Insbesondere natürlich in den als schneesicher geltenden großen Skigebieten. Kleine und tief liegende Skigebiete haben es selbstredend schwer.“ Und das, trotz gestiegener Preise und der entsprechend rückläufigen Zufriedenheit im Preis-Leitungsempfinden (-6,4 %).

Am liebsten viel Schnee und wenig Menschen 
Den Blick auf die in der Studie berücksichtigten 54 großen Skigebiete gerichtet, lies sich bis 2018 insgesamt eine stetige Steigerung der Gesamtzufriedenheit beobachten, die nun in der Befragung zum zweiten Mal in Folge leicht zurückgegangen ist. Gründe dafür waren zeitweise schwierige Schneeverhältnisse und der infolgedessen steigende Befüllungsgrad der schneesicheren, größeren Regionen. Ein Trend, der sich aufgrund des Klimawandels weiter verstärken wird. Das damit einhergehende, hohe Gästeaufkommen (der sog. „Overtourism“), wird in Italien inzwischen von 36,8 % kritisch gesehen. Eine Steigerung von 3,9 Prozentpunkten seit 2018. Die Regionen werden Wege finden müssen, die Gästezahlen auf einem ausbalancierten Niveau zu halten und Skifahrer:innen im Gebiet besser zu verteilen. In der Schweiz lässt ein Wert von 23 % auf wesentlich ruhigere Pisten schließen.

Wiederempfehlungsrate adelt
Die Zufriedenheit der Gäste, so bestätigen die Zahlen, ist das entscheidende Gefühl für die Wahl des Urlaubsortes. Wobei dieses nicht zwangsläufig mit einem Wettstreit der Superlative zwischen den Destinationen einhergeht, sondern in erheblichem Maße von Eindrücken gelenkt wird. Und da scheint Zermatt vieles richtig zu machen: mit dem höchsten Durchschnittswert (8,47 von 10 möglichen Punkten) – vor Serfaus-Fiss-Ladis (8,41) und Kronplatz (8,36) – und der höchsten Weiterempfehlungsrate. Über alle 54 Regionen hinweg liegt der sogenannte „Net Promoter Score“ bei 38,8 %. 2012 lag dieser Wert noch bei 23,5 %. Alta Badia in Italien und die Aletsch Arena dürfen sich hier über Platz 2 und 3 freuen.

Konzentration zahlt sich aus
Die großen Wintersportorte haben ihr Angebot massiv ausgebaut und dafür viel investiert. Zusammenschlüsse von Skigebieten, schnellere und mehr Beförderungskapazitäten, Ausbau der Beschneiung, Investition in Nachhaltigkeit, u.v.a.m. Auffällig ist, dass einige Regionen sich in besonderem Maße auf ausgewählte Zielgruppen konzentrieren – sich damit erfolgreich vom starken Wettbewerb differenzieren und für den Gast ein klares Markenprofil erkennbar ist: Laax ist zum 6. Mal in Folge das Mekka für Fun- und Snowboardparks, Sulden am Ortler steht seit 2012 für Preis-Leistung und Serfaus-Fiss-Ladis bewerten Familien mit Kindern durchgehend am besten. Sie alle hielten ihre Top-Platzierungen in den jeweiligen Kategorien seit Erhebung der Daten. 

Zermatt – Eine Größe für sich!
Mit stolzen sechs Kategoriensiegen – Skigebietsgröße, Pistenqualität, Beförderungskomfort Bergbahnen, Sicherheit auf den Pisten, gastronomisches Angebot am Berg und im Ort – im Jahr 2023, untermauert Zermatt seinen ersten Platz, im Ranking der Gesamtzufriedenheit der 54 Top-Skigebiete in den Alpen. 

Grächen gewinnt die Kategorie Mittlere Skigebiete
Laut Befragung, insbesondere bei qualitätsbewusstem Klientel beliebt, erreicht Grächen auch 2023 Spitzenwerte im Bereich Kinder-/Familienangebote – am Berg sowohl als auch im Ort.

Österreich holt auf
Bei wichtigen Entscheidungskriterien wie etwa der Skigebietsgröße sind mit Ischgl, Serfaus-Fiss-Ladis, Lech Zürs am Arlberg und Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn gleich vier Österreicher in der Top-10-Platzierung zu finden. Auch beim Beförderungskomfort zeigt sich ein ähnliches Bild. Mit Ischgl, Stubaier-Gletscher, Serfaus-Fiss-Ladis, Kitzbühel und Mayrhofen finden sich fünf Skigebiete auf den vorderen 7 Plätzen. Mit Serfaus-Fiss-Ladis führt Österreich nicht nur die Kategorie Kinder-/Familienangebot an, die Tiroler erreichen auch im Gesamtranking Platz 2, hinter Zermatt.

Im Ländervergleich hält sich Italien vor der Schweiz auf Platz 1
Im Gesamtranking der Top 10 finden sich mit Kronplatz (Platz 3) Val Gardena (4) Livigno (5) Alta Badia (7) Sulden am Ortler (9) gleich fünf Skigebiete aus dem nördlichen Teil Italiens und goutieren, mit hohen Zufriedenheitswerten über die letzten Jahre hinweg, die Bemühungen der Skigebiete. In der zunehmend wichtig werdenden Kategorie Preis-Leistung hat sich Sulden am Ortler seit 2012 auf Platz 1 festgesetzt!

Best Ski Resort 2023 – Top 10 Gesamtzufriedenheit
1. Zermatt (CH) 
2. Serfaus-Fiss-Ladis (A)
3. Kronplatz (I)
4. Val Gardena (I)
5. Livigno (I)
6. Aletsch Arena (CH)
7. Alta Badia (I)
8. Laax (CH)
9. Sulden am Ortler (I)
10. Mayrhofen (A)

Best Ski Resort 2023 – Top 5 Entscheidungskriterien:

Kriterium: Top 3 Zufriedenheitswerte:

1. Skigebietsgröße   
  • Zermatt (CH)
  • Alta Badia (I)
  • Ischgl (A)
2. Schneesicherheit
  • Sulden am Ortler (I)
  • Zermatt (CH)
  • Stubaier Gletscher (A)
3. Pistenqualität
  • Zermatt (CH)
  • Alta Badia (I)
  • Val Gardena (I)
4. Freundlichkeit
  • Sulden am Ortler (I)
  • Serfaus-Fiss-Ladis (A)
  • Arosa Lenzerheide (CH)
5. Beförderungskomfort
  • Zermatt (CH)
  • Ischgl (A)
  • Kronplatz (I)

Best Ski Resort Report
Seit 2012 führt die Beratungsfirma Mountain Management Consulting, im Rahmen des „Best Ski Resort Reports“ in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck, in 54 Top-Skiregionen in Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz, Gäste-Befragungen durch – zu Entscheidungskriterien und zur Zufriedenheit in unterschiedlichsten Kategorien. Die Befragung findet alle zwei Jahre und direkt in den Skigebieten statt. Corona-bedingt musste die letzte Befragung um ein Jahr verschoben werden. In der vergangenen Skisaison wurden 49.210 Wintersportler:innen befragt. Der Branchen-Report veröffentlicht die größte Gästezufriedenheitsstudie im Alpenraum. Das unmittelbare, neutral ermittelte Feedback dient in erster Linie den Regionen zur Weiterentwicklung. Die Ergebnisse helfen aber auch Skifahrern bei der Wahl des individuell für sie am besten geeigneten Wintersportorts. 

Hintergrund und Methodik
Seit Winter 2012 wurden im Rahmen des Best Ski Resort-Reports rund 275.000 Skifahrer und Snowboarder direkt im Skigebiet befragt. Die Befragung erfolgt randomisiert mittels eines begleiteten Ausfüllens der Fragebögen. Die vorgegebenen Kategorien können mittels einer Punkteskala von 1 = mangelhaft bis 10 = top bewertet werden. Auswahlkriterien für die Teilnahme der Regionen an der Studie sind Bekanntheitsgrad und Größe des Skigebiets, regionale Bedeutung und Anzahl der Nächtigungen. Für die aktuellen Studie wurden 49.210 Wintersportler/innen im Winter 2022/2023 befragt.

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Fotos, 300 dpi

Das Skigebiet Zermatt (CH) war in der vergangenen Saison jenes Skigebiet mit der höchsten Gesamtzufriedenheit und landet im alpenübergreifenden Ranking des Branchenreports „Best Ski Resort“ auf dem 1. Platz.

© Matterhorn Ski Paradise / Marco Schnyder

Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis (A) belegt im alpenübergreifenden Branchenreport „Best Ski Resort“ den 2. Platz in puncto Gesamtzufriedenheit.

© Serfaus-Fiss-Ladis

Der 3. Platz geht an das Skigebiet Kronplatz (I).

© www.wishaler.com

Das Skigebiet Val Gardena (I) belegt im alpenübergreifenden Branchenreport „Best Ski Resort“ den 4. Platz in puncto Gesamtzufriedenheit.

© valgardena.it

Livigno (I) belegt den 5. Platz in puncto Gesamtzufriedenheit im „Best Ski Resort“.

© Livigno

Die Aletsch Arena (CH) belegt im alpenübergreifenden Branchenreport „Best Ski Resort“ den 6. Platz in puncto Gesamtzufriedenheit.

© Aletsch Arena / Raphael Wernli

Der 7. Platz geht an Alta Badia (I).

© Südtirol Marketing / Alex Filz

Laax (CH) belegt den 8. Platz in puncto Gesamtzufriedenheit im alpenübergreifenden Branchenreport „Best Ski Resort“.

© Laax Gaudenz / Danuser

Der 9. Platz geht an das Skigebiet Sulden am Ortler (I).

© Ferienregion Ortlergebiet

Das Skigebiet Mayrhofen (AUT) belegt im alpenübergreifenden Branchenreport „Best Ski Resort“ den 10. Platz.

© Mayrhofner Bergbahnen


Medienkontakt

Maximilian Schellhorn, MSc
ProMedia
Brunecker Str. 1
6020 Innsbruck
t: +43 512 214004-20
www.newsroom.pr
maximilian.schellhorn@pro.media

Rückfrage-Hinweis

Michael Partel
MOUNTAIN MANAGEMENT Consulting
Industriering 21
FL-9491 Ruggell
m: +43 664 4417971
www.mountain-m.com
mpartel@aon.at

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