Großartige Bilanz der Rad WM 2018

Eine Weltmeisterin aus Tirol, großes Lob der vielen internationalen Gäste für die perfekte Organisation der Veranstaltung und zufriedene Fans – die Bilanz der UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol kann sich sehen lassen.

01.10.2018 Innsbruck Events, Sport - Bike Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH

Tirol präsentierte sich als Gastgeberland der Superlative - gekrönt wurde diese ausgezeichnete Performance durch das Tiroler Rad-Talent Laura Stigger, die sich überraschend das Regenbogentrikot beim Straßenrennen der Juniorinnen sicherte.

Das Land Tirol hat sich vom Radsportfieber anstecken lassen, denn bereits bei den Bewerben zu Wochenbeginn herrschte in Tirol Volksfeststimmung, die ihren Höhepunkt am letzten Renntag erreichte. „Kaiserwetter, spannende Rennen, sensationelle Stimmung und perfekte Organisation. Tirol hat seine Visitenkarte als Sportland Nummer 1 abgegeben und ist mit dieser WM endgültig auch zum Radsportland geworden. Ein großes Dankeschön an die Bevölkerung, an das Organisationsteam, die Einsatzkräfte und die Freiwilligen. Wir alle haben – gekrönt vom Weltmeistertitel Laura Stiggers – eine WM der Superlative erlebt“, zieht Sportlandesrat Josef Geisler ein erstes Resümee. Im Laufe der letzten neun Tage konnten insgesamt knapp 600.000 Fans in den Startorten, an den Rennstrecken und im Zielort Innsbruck gezählt werden. Höhepunkt für die Tiroler Fans: die erste Goldmedaille für eine Österreicherin bei einer Straßenrad WM. Laura Stigger aus Haiming sicherte sich in ihrem erst zweiten Straßenradrennen nach einem Herzschlagfinale überraschend das Regenbogentrikot. „Laura Stiggers Goldene ist ein absolutes Highlight für Österreich, Gratulation an alle, die sich den selektiven Strecken gestellt haben. Es ist großartig, wenn so viele junge Aktive aus der ganzen Welt nach Innsbruck kommen und man die Vielfalt der Welt zuhause erfahren kann. Der Sport zeigt wieder einmal, dass es nicht nur um den Sieg geht, sondern um das faire, freundschaftliche Miteinander und das gemeinsame, verbindende Erlebnis. Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, eine so großartige WM auf die Beine zu stellen“, zeigt sich auch Sportstadträtin Elisabeth Mayr begeistert. Großartig war auch das Feedback aus dem Fahrerlager. Junioren-Doppelweltmeister Remco Evenepoel aus Belgien lobte beispielsweise die Tiroler Fans in höchsten Tönen: „Innsbruck-Tirol wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Nicht nur wegen der zwei Titel, die ich hier gewinnen konnte, sondern vor allem auch wegen der sensationellen Stimmung während der Rennen. Die Fans waren einfach nur unglaublich.“

Knapp 1.500 freiwillige Helfer im Rad WM Einsatz

In allen Bereichen der Veranstaltungsorganisation leisteten freiwillige Helfer einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Events.  „1.492 freiwillige Helfer waren während der Rad WM im Einsatz – direkt im Renngeschehen als Streckenposten, bei Infoständen, in der Logistik, im Bereich Event-Operations oder beispielsweise auch im Pressezentrum“, weiß Georg Spazier, Geschäftsführer der Innsbruck-Tirol Rad WM GmbH. „34.500 Einsatzstunden wurden von den vielen großartigen Freiwilligen während der WM absolviert. Man kann sich vorstellen, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung ohne deren Unterstützung gar nicht machbar wäre“, so Spazier weiter. Durch die Rad WM hat das volunteer team tirol (vtt), welches regelmäßig bei Tirols Sportgroßveranstaltungen im Einsatz ist, neuerlich Mitglieder dazu gewonnen. Mit mittlerweile 3.410 registrierten Volunteers wird das vtt auch bei den Winter World Masters Games im Jänner 2020 wieder im Einsatz sein.  

Großes Lob für die ausgezeichnete Gesamtorganisation
UCI Präsident David Lappartient spricht von einem vollen Erfolg: „Besser hätten die Weltmeisterschaften in Innsbruck-Tirol nicht ablaufen können. Sportler, Trainer und Offizielle – wir bekommen nur positives Feedback zur ausgezeichneten Gesamtorganisation und den perfekten Bedingungen auf und abseits der Rennstrecke.“ Verantwortlich für den reibungslosen Ablauf war die enge Zusammenarbeit zwischen Veranstalter, den Blaulichtorganisationen und den Behörden. „Die monatelange Planung und enge Abstimmung hat sich ausgezahlt. Großer Dank gebührt allen Institutionen aber auch Einzelpersonen, die einen Beitrag geleistet haben,“ stellt Andreas Klingler, Geschäftsführer der Innsbruck-Tirol Rad WM GmbH und zuständig für die operative Eventorganisation, klar. „1.100 Kilometer öffentlicher Straßen wurden in den vergangenen neun Renntagen (inkl. Training am Samstag) befahren. Bedanken möchte ich mich daher auch bei der Bevölkerung, die sich auf die WM eingestellt und bei Straßensperren bzw. Umleitungen Geduld und Verständnis bewiesen hat“, so Klingler weiter.

Ticketverkauf über den Erwartungen
Die Nachbereitung der Veranstaltung nimmt aufgrund der Größe des Events einige Monate in Anspruch. Ein erstes Resümee aus budgetärer Sicht fällt aber positiv aus. „Wir haben mit über 25.000 verkauften Tickets und 5.500 betreuten VIP Gästen unser Ziel erreicht bzw. übertroffen. Diese machen ca. 10% des Veranstaltungsbudgets aus. Die Tirolerinnen und Tiroler haben mit den vielen Gästen aus aller Welt ein ausgelassenes, aber friedliches Sportfest gefeiert. Wir gehen also davon aus, dass wir uns auch hinsichtlich der Sicherheitskosten im budgetierten Rahmen bewegen“, erklärt Georg Spazier. Die Endabrechnung der Veranstaltung wird mit Ende Dezember erfolgen, wenn alle Zahlungsflüsse abgeschlossen sind und auch die Abrechnungen bzgl. Dienstleistern und Merchandising vorliegen.

Sportliche Facts
  • Teilnehmende Nationen: 77
  • Teams Team Time Trial: 25 Herren / 12 Damen
  • Pensum der Athleten    
    • Distanz inkl. Training: 600km
    • Stunden am Rad: 24 – 32 Stunden
    • Flüssigkeit /Rennen: 2-8 l
    • Highspeed Downhill: 90-120 km/h
    • Kalorien verbrannt/Rennen: ~ 7.000 kcal
Facts zur operativen Eventorganisation
  • Werbebanner: 15 km
  • Gitterbestand: 40 km
  • Inkl. aller Umbauten – Gitterverbau: 140 km
  • Absperrbänder: 120 km
  • Trillerpfeifen: 4.000 Stück
Videowalls     
  • 1 Sattelschlepper
  • 20 Tonnen Material
  • 6 km Kabel
  • 250m2 Videowalls
  • 10 Mann Crew
Gerüst / Tontechnik        
  • 18 Sattelschlepper
  • 380 Tonnen Material
  • 12km Kabel
  • 2.300m Traversen
  • 450 Technikertage
Verpflegung Mitarbeiter und Volunteers GESAMT
  • Warme Mittagessen: 4.500
  • Lunchpakete: 2.300
Verpflegung für Event-Teilnehmer (Presse, Athleten, Offizielle)
  • Äpfel aus Tirol Bio vom Berg: 800kg
  • Kaffee: 1.000kg
Personen für die Umsetzung GESAMT: 3.000
  • LOC Management Staff (lokales Organisationskomitee): 50+
  • Race Operations/Sports Staff (Kommissäre, Chauffeure, Motorradstaffel, etc.): 60+
  • Event Staff (Production, Site & Course Management, Branding, etc.): 50+
  • UCI Management Staff: 30+
  • Freiwillige Helfer gesamt: 1.492
    • Volunteers: 442
    • Streckenposten: 1.050
  • Contractors (Blaulichtorganisationen, privater Sicherheitsdienst, Dienstleister): 1.100+  

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