„Ziel von Impact Lech ist es, Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen, die so normalerweise nicht zusammenkommen würden“, erklärte Markus Hengstschläger, Spiritus Rector von Impact Lech bei der Eröffnung des diesjährigen Symposiums in den Lechwelten. „Wenn diese Menschen über ein Thema diskutieren, bilden die so entstehenden Erkenntnisse den optimalen Boden für Lösungen und Innovationen.“
„Im Hinblick auf Impact Lech wünsche ich mir, dass die Erfahrungen, Erkenntnisse und Gespräche den Weg vom Berg ins Tal und damit von der Idee in die Wirklichkeit finden“, betonte Christoph Brunner, Geschäftsführer von Lech Zürs Tourismus, und ergänzte: "Die neuen Lechwelten als zentraler Ort der Begegnung sind der ideale Rahmen für dieses hochkarätige Format. Sie positionieren Lech einmal mehr als einen Ort, an dem 'Denken am Berg' gelebt wird."
Folgerichtig wurde zu Beginn des Symposiums ein vielfältiges Spektrum an inspirierenden Impulsen und Keynotes zum diesjährigen Leitthema „Die Zukunft des mobilen Menschen“ präsentiert.
KI-Expertin Alexandra Ebert (Startup MOSTLY AI) beleuchtete in ihrem Beitrag die Herausforderungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz und legte dabei einen besonderen Fokus auf den ethischen Umgang mit KI. Um Diskriminierung durch neue Technologien zu vermeiden, sei die Qualität der verwendeten Daten entscheidend. Eine vielversprechende Lösung sieht Ebert auch in der Nutzung synthetischer Daten, die auf Basis anonymisierter, echter Daten erzeugt werden und zum Trainieren von KI genutzt werden können. Dadurch wird es möglich, Systeme ethisch zu trainieren, ohne den Datenschutz zu gefährden. Ebert: „Um KI als Fundament für positiven Wandel zu nutzen, müssen wir Vielfalt und Fairness von Anfang an in den Entwicklungsprozess integrieren.“
Sebastian Tanzer (Founder und CEO des Startups triply) sprach darüber, wie wichtig Mobilität als strategischer Hebel für Unternehmen sei. „Wer Mobilitätsdaten gezielt einsetzt, senkt Emissionen, steuert Kosten und erhöht die Zufriedenheit der Mitarbeiter. So hätte beispielsweise eine Befragung von Arbeitnehmern ergeben, dass hinter dem Wunsch nach zusätzlich vergüteten Urlaubstagen bereits jener nach besseren Mobilitätsangeboten rangiere. Lange Pendelwege würden auch Fehlzeiten und Mitarbeiterfluktuationen erhöhen. „Datenbasiertes Mobilitätsmanagement ist also ein echter Wettbewerbsvorteil und für den Erfolg von Unternehmen extrem wichtig“, so Tanzer.
Johann Harnoss (Boston Consulting Group) thematisierte in seiner Keynote die „Globale Talentemobilität”. So würde man heute noch über agile Teams sprechen, „in Zukunft werden wir jedoch über kognitiv diverse Teams reden“, so der Experte. Fachkräftemigration sei zudem mehr als Personalgewinnung, sie erfordere eine offene Haltung und internationale Vernetzung. Harnoss: „Globale Diversität bringt nicht nur neue Perspektiven, sie ist auch ein echter Wettbewerbsvorteil. Unternehmen mit kognitiv vielfältigen Teams sind meist auch innovativer und erfolgreicher.“ Laut Harnoss sei das Potenzial internationaler Top-Talente noch immer unterschätzt. „Es überrascht mich, dass es eigentlich noch immer kein wirklich professionelles Recruiting hochqualifizierter ausländischer Fachkräfte gibt.“
Den Abschluss des Tages bildete ein Diskussionspanel, bei dem verschiedene Expert:innen die Bedeutung ethischer Richtlinien zur Risikominimierung intelligenter Technologien diskutierten.
Noch bis 15. Juni 2025 folgen bei Impact Lech weitere Panels, Keynotes und interaktive Gespräche, unter anderem zu Themen wie Klimaschutz, Mobilitätswende, Luft- und Raumfahrt.