Modernisierung und Zukunftssicherung: Spatenstich für Seilbahnprojekt „Peter Anich III“ am Rangger Köpfl

Mit einem Spatenstich im Beisein der Bauherren, Repräsentant:innen aus der Politik, der heimischen Skirennläuferin Stephanie Venier sowie der Verantwortlichen von Innsbruck Tourismus wurde der Baubeginn für die neue Kombibahn „Peter Anich III“ am Rangger Köpfl nahe Innsbruck eingeläutet. Dieser Schritt markiert den Startschuss eines umfassenden Modernisierungsprojekts, das die Attraktivität des beliebten Naherholungsgebiets für den Großraum Innsbruck weiter steigert. Bei der Modernisierung der Liftanlagen wird auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit geachtet – nicht zuletzt, weil die Erschließung ohne nennenswerte Gebietserweiterung erfolgt.

13.06.2024 Oberperfuss / Rangger Köpfl Freizeit, Seilbahnen, Sport - Ski-Alpin, Tourismus Innsbruck Tourismus

Läuteten mit dem Spatenstich den Bau von „Peter Anich III“ am Rangger Köpfl ein (v.l.): Manuel Hujara (Geschäftsführer der Bergbahnen Oberperfuss), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus), Georg Dornauer (1. Landeshauptmann-Stellvertreter und Sportlandesrat), Johanna Obojes-Rubatscher (Bürgermeisterin Oberperfuss), Markus Baumann (Bürgermeister Ranggen), Stephanie Venier (Skirennläuferin aus Oberperfuss) sowie Peter Paul Mölk (Obmann von Innsbruck Tourismus).

Das Seilbahnprojekt „Peter Anich III“ ersetzt den 53 Jahre alten und 1.700 Meter langen bestehenden Schlepplift durch eine moderne Kombibahn der Firma Doppelmayr. Die neue Anlage verknüpft 8er-Gondeln und 6er-Sessel auf einer Gesamtlänge von 1.300 Metern. Dies ermöglicht Gästen künftig eine flexible Wahl zwischen einer Gondel- oder einer Sesselliftfahrt, was sowohl Komfort als auch Qualität der Beförderung erheblich verbessert. Manuel Hujara, Geschäftsführer der Bergbahnen Oberperfuss: „Der Ersatz des alten Schlepplifts durch die moderne Kombibahn ist ein Meilenstein für unser Skigebiet. Nach den Jahren der Planung und der Vorbereitungen sind wir froh, nun mit dem Bau beginnen zu dürfen. Diese Entwicklung wird uns Sommer wie Winter helfen, unser Angebot abzusichern.“ Georg Dornauer, Sportlandesrat und 1. Landeshauptmann-Stellvertreter: „Dieses Projekt zeigt, wie wichtig es ist, Tradition und Moderne zu verbinden und die Attraktivität kleinerer Skigebiete für alle Generationen zu halten. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass unsere Klein- und Kleinstskigebiete Landeshauptmann Anton Mattle, Wirtschaftslandesrat Mario Gerber und mir generell ganz besonders am Herzen liegen. Es braucht Gebiete wie das Rangger Köpfl – dort lernen unsere Kinder das Skifahren und dort erholt sich die Bevölkerung.“ Skirennläuferin Stephanie Venier ist lebender Beweis dafür. Sie hat am Rangger Köpfl den alpinen Skilauf von der Pike auf kennengelernt und arbeitet heute selbst an der Ausbildung des Skinachwuchses mit: „Die neue Kombibahn wird viele junge Talente inspirieren und ihnen einen perfekten ‚Start in den Wintersport‘ ermöglichen. Mit unserem Projekt ‚Oberperfuss fährt Schi‘ bilden wir gemeinsam mit den Bergbahnen Oberperfuss bereits im neunten Winter in Folge unsere Volksschulkinder im Skilauf aus. Die Vorfreude auf die neue Bahn ist riesig.“

8 Millionen Euro für ein zukunftsfähiges und umfangreicheres Angebot für Einheimische und Gäste
Die Gesamtkosten des Projekts „Peter Anich III“ belaufen sich auf 8,2 Millionen Euro. Die Finanzierung ist durch eine Kombination aus Eigenmitteln der Bergbahnen Oberperfuss GmbH, Zuschüssen der Eigentümer, der Gemeinde Oberperfuss und Innsbruck Tourismus, einer Landesförderung sowie einem Bankdarlehen gesichert. „Mit der neuen Kombibahn schaffen wir nicht nur die  Absicherung des zukunftsfähigen Betriebes am Rangger Köpfl und damit des Tourismus in der Region. Schon die letzten Investitionen bei den Bahnen haben gezeigt, dass die Betriebe nachziehen und auch investieren“, skizziert Peter Paul Mölk, Obmann von Innsbruck Tourismus, die wirtschaftliche Bedeutung. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, ergänzt: „Hinzu kommt, dass durch die Verlängerung der Rodelbahn, den flüssigeren Skibetrieb ab dem Gipfel sowie eine kleine, aber feine Höhenloipe und Winterwanderwege die Qualität steigt und auch die Vielfalt des Winterangebots für Gäste wie Einheimische ausgebaut wird.“

Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Oberperfuss, Johanna Obojes-Rubatscher, zeigt sich erfreut über den Bau der letzten Sektion bis zum Gipfel: „Dieser Spatenstich ist für uns ein echter Meilenstein. Vor einigen Jahren stand der Fortbestand der Bahn auf der Kippe. Mit vereinten Kräften und viel persönlichem Engagement aus der Bevölkerung ist es aber gelungen, das Rangger Köpfl zukunftsfit aufzustellen. Dies ist der letzte Abschnitt. Wir sind sehr stolz, dass die Bahn so wirtschaftet, dass auch wesentliche Eigenmittel in das Projekt eingebracht werden können, aber ohne Innsbruck Tourismus hätten wir es nicht geschafft.“ Markus Baumann, Bürgermeister der Gemeinde Ranggen, fügt hinzu: „Die Modernisierung des Skigebiets Rangger Köpfl ist nicht nur für den Ort Oberperfuss, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung.“

Nachhaltigkeit als oberste Maxime
Bei der Durchführung des Projekts wird großer Wert auf Umweltverträglichkeit gelegt. Die Modernisierung erfolgt ohne nennenswerte Gebietserweiterung, um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Kurze Wege und die Nutzung bereits bestehender Infrastruktur minimieren den zusätzlichen Flächenverbrauch und die Umweltbelastung während der Bauphase. Im Sinne einer sicheren Vorausplanung wurden alle notwendigen Genehmigungen für das Projekt bei der Naturschutzabteilung des Landes Tirol bereits lange vor Baubeginn eingeholt. Nachhaltig ist „Peter Anich III“ aber auch in anderer Hinsicht, da durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen vorhandene Pisten und Flächen für neue Nutzergruppen erschlossen und zukunftsfit gemacht werden. So stellt die neue Gondelbahn etwa die Voraussetzung für eine Erweiterung der Rodelbahn um zusätzliche ca. 2.500 Meter, den Betrieb einer eigenen Höhenloipe oder auch für diverse Kulturveranstaltungen im Bereich der Bergstation dar. Der Bau der neuen Bahn wird bis zur kommenden Wintersaison 2024/25 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Projekt sind im Factsheet „Peter Anich III“ im Anhang dieser Aussendung zu finden.

Über Innsbruck Tourismus
Innsbruck Tourismus ist die offizielle Destinationsmanagementorganisation (DMO) der Region Innsbruck. 40 Orte in der Umgebung bilden gemeinsam mit der Tiroler Landeshauptstadt das Verbandsgebiet. Mit jährlich knapp 3,5 Mio. Nächtigungen (Stand 2019) zählt Innsbruck zu den größten DMOs Österreichs. Rund 90 Mitarbeiter:innen sind um perfekte Gästeinformation, kompetente Eventbegleitung, innovative Produktentwicklung und professionelle Marktbetreuung bemüht. Ein hauseigenes Convention Bureau kümmert sich um die Bewerbung der Destination Innsbruck als Kongressstandort. Mit insgesamt 12 Tourismus Informationen in der Region ist man nah am Gast. Als zentrale Anlaufstelle dient das am Burggraben 3 in Innsbruck beheimatete Büro. Es zählt jährlich bis zu 500.000 Besucher:innen und ist damit zugleich die meistbesuchte Tourismus Information Tirols. Website, Blog und verschiedene Social Media Kanäle sind Innsbrucks zeitgemäße Informations-Outlets im Online-Bereich. 

Fact Sheet Region Innsbruck:
Insgesamt umfasst die Region Innsbruck 992 Beherbergungsbetriebe mit 19.906 Betten, davon

675 Privat- und 52 sonstige Vermieter mit 5.119 Betten sowie
265 gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit 14.787 Betten, davon
o  49     4-5 Sterne-Häuser mit 6.059 Betten
o  60     3 Stern-Hotels mit 3.837 Betten sowie
o 156   1-2 Stern-Betriebe und Ferienwohnungen mit 4.891 Betten

2022 verzeichnete Innsbruck 1.097.349 Ankünfte, 2.703.632 Übernachtungen und somit eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,5 Tagen. Im Detail: Mit knapp einer Million Übernachtungen bleibt Deutschland Quellmarkt Nummer eins – gefolgt von Österreich mit ca. 600.000 Nächtigungen. Weitere zentrale Herkunftsländer sind die Schweiz, die NiederlandeItalien und die USA. Auf diese Länder entfielen jeweils mehr als 100.000 Übernachtungen in der Region Innsbruck.

Die Teilregionen von Innsbruck Tourismus
- Stadt Innsbruck: Innsbruck, Rum
- Kühtai-Sellraintal: Gries im Sellrain, Haggen, Kühtai, Lüsens, Praxmar, Sellrain, St. Sigmund
- Mieminger Plateau & Inntal: Flaurling, Hatting, Inzing, Mieming, Mötz, Oberhofen, Obsteig, Pettnau, Pfaffenhofen, Polling, Rietz, Silz, Stams, Telfs, Wildermieming
- Südliches Mittelgebirge: Aldrans, Ampass, Ellbögen, Igls, Lans, Patsch, Rinn, Sistrans
- Westen: Axams, Birgitz, Götzens, Grinzens, Kematen, Mutters, Natters, Oberperfuss, Ranggen, Unterperfuss, Völs, Zirl


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Anhang

PDF Factsheet zum Projekt „Peter Anich III“ am Rangger Köpfl.

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