Sport-Talk: Experten beleuchten die Bedeutung von Radevents

Anlässlich der UCI-Straßenrad-WM Innsbruck-Tirol 2018 diskutierten am Samstag Experten im ORF Studio 3 unter dem Titel „Profil, Profis und Profit“. Im Mittelpunkt stand die Frage was Radevents Land, Wirtschaft und Tourismus tatsächlich bringen.

29.09.2018 Innsbruck Sport - Bike, Tourismus, Wirtschaft Tirol Werbung GmbH

Die Podiumsgäste des Sport-Talks: Bernhard Eisel, Ralph Denk, Esther Wilhelm, Laurence Schirrecker-Mothes, Moderator Fred Lentsch, Stefan Denifl, Franz Theurl (v.l.n.r.)

Rennrad, Mountainbike, Downhill, Bikeparks – immer öfter dreht sich die Freizeitgestaltung um das Rad in all seinen Facetten. Der Boom rund um das Rad, so zeigten sich die Experten einig, hat mittlerweile ein enormes Marktpotenzial erreicht. 


Unter der Leitung von ORF-Tirol-Sportchef Fred Lentsch diskutierte eine hochkarätige Runde von Rad- und Medienexperten, Managern sowie Touristikern: Laurence Schirrecker-Mothes (Direktorin für internationale Radproduktionen bei Eurosport), Ralph Denk (Teamchef des Profiteams BORA – hansgrohe), Stefan Denifl (Radprofi), Bernhard Eisel (Mitglied der UCI-Athletenkommission), Franz Theurl (Obmann TVB Osttirol) und Esther Wilhelm (Kommunikationsdirektorin Rad WM Innsbruck-Tirol 2018). 


Die Rad-WM aber auch andere Radklassiker hätten für das Image Tirols eine enorme Bedeutung – nicht zuletzt, weil Radfahren in all seinen Facetten einen großen Stellenwert im Freizeitverhalten vieler Menschen einnehme, betonte Theurl. Auf den zehn wichtigsten Quellmärkten für den heimischen Tourismus gebe es aktuell rund 19 Millionen Mountainbiker, 40 Millionen Trekking- und 16 Millionen Rennradfahrer. Gerade durch die Rad-WM konnte die Infrastruktur in Tirol ausgebaut werden – davon profitiert auch die einheimische Bevölkerung. Derzeit gibt es mehr als 5.600 Kilometer genehmigte bzw. beschilderte Mountainbike-Routen, mehr als 230 Kilometer Singletrails und 920 Kilometer Radwege. 


“Der Funke ist übergesprungen, das Feedback aus aller Welt ist hervorragend. Bisher haben wir rund 200.000 Zuschauer gezählt - wir sind überzeugt, dass am Ende mehr als 500.000 Fans am Streckenrand die spannenden Rennen verfolgt haben”, zog Wilhelm ein erstes Zwischenresümee zur WM.  


“Die Werbewirkung des Radsports ist groß, wir registrieren neuen Schwung. Der Sport in seiner Kombination mit Natur ist für immer mehr Menschen sehr anziehend. Und natürlich sehen wir an den Einschaltquoten, dass es nationale Helden braucht – das stachelt die Begeisterung in einzelnen Ländern zusätzlich an”, erzählte Laurence-Schirrecker. 


“Wir sind stolz, dass Superstar Peter Sagan bis 2021 in unserem Team verlängert hat. Er hat eine große Strahlkraft und ist eine Werbeikone. Das ist wichtig, denn ein Spitzenteam braucht durchschnittlich 16 Millionen Euro um an der Spitze mitzufahren”, gab Denk Einblicke in die Profiszene. 


Denifl und Eisel lenkten die Aufmerksamkeit auf die Fahrerszene abseits der Stars. Die wirtschaftliche Situation zu verbessern sei von zentraler Bedeutung – auf dieser Ebene gäbe es auch viele Ideen für die Weiterentwicklung von Seiten der Fahrer, die hier unbedingt stärker einzubeziehen wären. 


Ganz auf die Rad-WM und das bevorstehende große Finale rund um das WM-Elite-Rennen der Herren konzentrierte sich die Runde mit den Rad-Legenden Francesco Moser, Paolo Bettini und Mario Cipollini. Respekt zollten die Italiener dem Streckenprofil, das die weltbesten Radprofis am Sonntag zu bewältigen haben. Das rund 260 Kilometer lange Rennen der Elite-Fahrer kommt mit zahlreichen Anstiegen zwischen Kufstein und Innsbruck auf rund 4.670 Höhenmeter. Es soll eines der härtesten WM-Rennen aller Zeiten werden. 


Tirol habe die Chance die Rad-WM voll nützen können, davon zeigten sich die ehemaligen italienischen Rad-Weltmeister überzeugt. Der Radsport erlebe einen großen Boom in ganz Europa, ganze Familien seien davon begeistert und habe auch für führende Regionen großes wirtschaftliches Potenzial.

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UCI Straßenrad WM 2018

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