Auftakt zu Impact Lech 2026: Chancen & Grenzen im "Zeitalter der Daten"

Impact Lech 2026 ist am Donnerstag, 25. Juni 2026, in den Lechwelten in Lech am Arlberg in seine 5. Auflage gestartet – zugleich das 5-Jahres-Jubiläum des disziplinenübergreifenden Symposiums. Unter dem Titel „Im Zeitalter der Daten“ stand zum Auftakt die Frage im Zentrum, was Daten heute leisten können – und wo ihre Grenzen liegen.

26.06.2026 Lech am Arlberg MICE, Wissenschaft Lech Zürs Tourismus GmbH

Initiator Markus Hengstschläger (re.) und Christoph Brunner (Geschäftsführer Lech Zürs Tourismus) feiern 2026 das 5-Jahres-Jubiläum von Impact Lech.

Impact Lech wurde 2022 von Markus Hengstschläger gemeinsam mit Lech Zürs Tourismus konzipiert. Das Symposium bringt Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um ein gemeinsames Thema aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten – mit der Leitfrage, welche Auswirkungen aktuellste Entwicklungen auf Alltag, Arbeit und Gesellschaft haben. Impact Lech 2026 steht unter dem Titel „Im Zeitalter der Daten“ und dauert noch bis Sonntag, 28. Juni 2026.

Eröffnung von Impact Lech 2026
Markus Hengstschläger betonte zum Auftakt des Symposiums, dass er seit nunmehr fünf Jahren ein klares Formatkonzept verfolge und dieses gemeinsam mit Lech Zürs Tourismus laufend weiterentwickle – stets mit einer attraktiven Mischung aus Impulsen, Dialogformaten und Podiumsdiskussionen zu einem aktuellen Thema. Die nunmehr fünfte Ausgabe ordnete Hengstschläger als „kleines Jubiläum“ ein und zog zugleich positiv Bilanz: Der erste Tag habe anhand konkreter Beispiele gezeigt, „was Daten können und was sie nicht können“ – und damit die „beste Basis“ für die kommenden Programmtage geschaffen. „Die Stimmung ist super“, sagte Hengstschläger, der Start mit ersten Vorträgen und spannenden Diskussionen „absolut geglückt“. Zugleich lobte er ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Lech Zürs Tourismus, die die Umsetzung des Symposiums maßgeblich mitträgt.

Christoph Brunner, Geschäftsführer von Lech Zürs Tourismus, schlug in seinen Grußworten den Bogen vom Motto „Im Zeitalter der Daten“ zur Praxis im Tourismus: Kennzahlen und Messreihen seien Grundlage für Planung und Kommunikation – zugleich gehe es in Lech um das, was sich nicht in Zahlen fassen lasse. Brunner machte deutlich, dass Impact Lech neben faktenbasierten Diskussionen bewusst auch Begegnungen und „Momente“ ermöglicht – als Gegenstück zu reinen Kennzahlen und Daten.

Datenqualität, Datenschutz, Datenhoheit: Über die Regeln im „Zeitalter der Daten“
Die inhaltliche Klammer des Symposiums unterstreicht dessen Aktualität: Datenmengen und Datenvielfalt wachsen exponentiell. Zugleich wird künstliche Intelligenz zunehmend notwendig, um große Datensätze als Ressource und Entscheidungsgrundlage zu nutzen. Damit rücken Themen wie Datenqualität, Datenschutz, Datenhoheit, Infrastruktur und digitale Kompetenz ebenso in den Fokus wie Risiken rund um Fake News, Data Mining, Social Scoring oder Cyberkriminalität.

Tag 1 von Impact Lech: Drei Impulse, ein gemeinsamer Diskussionsbogen
Der erste Programmtag stand unter dem Titel „Was Daten können – und was nicht“ und spannte in drei Vorträgen einen breiten thematischen Bogen:

Verena Ehold, Geschäftsführerin des Umweltbundesamts, machte in ihrem Impulsvortrag deutlich, dass Umweltdaten heute zum Risikomanagement moderner Unternehmen gehören: Ein fundiertes Set an Informationen sei notwendig, um neue – bislang teils unterschätzte – Risiken frühzeitig zu erkennen und in strategische Investitionsentscheidungen, Finanzierungen und Planungen einzubeziehen. Zugleich, so Ehold, könne Transparenz auf Basis belastbarer Daten gerade innovativen, jungen Projekten und Geschäftsmodellen helfen, zu skalieren – weil sie dadurch investierbarer und attraktiver für Investor:innen und Sponsor:innen werden.

Sok-Kheng Taing, Co-Founder des Software-Startups Dynatrace, zeichnete in ihrer Keynote nach, wie komplexe IT-Landschaften für Unternehmen zum Geschäftsrisiko werden können, wenn zentrale digitale Plattformen ausfallen – und Teams lange nach Ursachen suchen müssen. Sie erklärte, dass mit verteilten Systemen, Microservices und dem zusätzlichen Schub durch KI nicht der Mangel an Daten das Problem sei, sondern fehlender Kontext und Datensilos. Observability müsse daher helfen, Daten zusammenzuführen und ein Gesamtbild herzustellen. Taing betonte zudem den Wandel in der Softwareentwicklung durch KI gestütztes Coding: Entwickler:innen würden weiter gebraucht, aber Anforderungen verschieben sich hin zu besserer Problemdefinition, Architektur und Systemverständnis - und dazu, KI auch zu überwachen, um Kontrolle und Einordnung zu behalten.

Podiumsdiskussion: Wo Daten Klarheit schaffen – und wo der Mensch unverzichtbar bleibt
Zum Abschluss bündelte eine Podiumsdiskussion die Perspektiven des ersten Tages, moderiert von OÖN-Chefredakteurin Susanne Dickstein. Es diskutierten Verena Ehold, Peter Krammer, Patricia Neumann, Sok-Kheng Taing und Marlies Temper. In der Diskussion wurde deutlich: Daten gelten als zentrale Ressource, doch „mehr“ sei nicht automatisch „besser“. Kontrovers diskutiert wurde vor allem, wo Daten Klarheit schaffen – und wo sie trügerische Sicherheit erzeugen: Entscheidend seien Datenqualität, Zugänglichkeit und Kontext, weil Daten ohne Einordnung schnell in Silos landen oder durch Annahmen, Erhebungsmethoden und Bias verzerrt werden. Einig war man sich am Podium darüber, dass es Standards, Governance und „Human in the loop“ braucht – gerade dort, wo widersprüchliche Quellen oder Interpretationen strategisch missbraucht werden können, und wo Verantwortung für Entscheidungen nicht an Systeme delegiert werden darf. Zugleich zeigte die Debatte Grenzen des Messbaren auf: Aspekte wie Emotion, Vertrauen, Fairness oder nicht rationales Verhalten lassen sich laut Diskussion nur begrenzt oder kulturabhängig in Zahlen fassen – und verlangen kritisches Denken, das KI erst „lernen“ müsse. Bei der Frage „Mensch vs. KI“ überwog eine pragmatische Sicht: KI sei in Teilaufgaben bereits stark, etwa beim Durchdringen großer Datenmengen, beim Automatisieren administrativer Routinen oder beim Erkennen von Mustern, während der Mensch vor allem bei Interpretation, Plausibilisierung, Werteentscheidungen und Verantwortungsübernahme unverzichtbar bleibt.

Ausblick: Weitere Höhepunkte bei Impact Lech 2026
In den kommenden Tagen spannt Impact Lech 2026 den Bogen vom Schwerpunkt „Daten: Ethik und Recht“ am Freitagvormittag (26. Juni) bis zu Dialogen über den „vermessenen Menschen“ in Gesundheit und Sport – darunter als Highlight das Gespräch mit Marcel Hirscher („Daten für die Entwicklung von Sportgeräten“) sowie ein Dialog mit Toni Innauer. Am Freitagnachmittag setzt sich das Symposium mit Hüttengesprächen auf der Rud-Alpe fort. Der Samstag (27. Juni) führt in den Lechwelten von Daten in der Forschung über Daten in der Medizin – inklusive eines Dialogs von Markus Hengstschläger mit der Nobelpreisträgerin Katalin Karikó – bis zu datengetriebener Technologie und Perspektiven aus Kunst und Kultur. Am Abend folgt das Sommerfest im Hotel Gasthof Post Lech. Am Sonntag (28. Juni) rückt im Hotel Post schließlich „Daten im und für das Unternehmen“ in den Mittelpunkt – von resilienten Lieferketten über integrierte Datenmodelle bis zu Cyberkriminalität.

Alle Informationen zu „Impact Lech 2026“: www.impact-lech.at

Über Impact Lech als bereits etabliertes Veranstaltungsformat
Das Symposium Impact Lech hat in kürzester Zeit hohes Ansehen erworben und sich als intellektuelles Diskussionsformat etabliert. Ziel des Symposiums ist es, faktenbasierte Diskussionen zu einem hoch aktuellen Thema zu ermöglichen - und all dies in der traumhaften Bergwelt von Lech. Im Jahr 2022 fand Impact Lech erstmals zum Thema „Energiekompetenz“ statt. Im Jahr 2023 erörterten Expert:innen das Thema „Der Mensch und die Maschine“ und 2024 das Thema „Sicherheit“. Thema von Impact Lech 2025 war „Die Zukunft des mobilen Menschen“. Unterstützt wird das 5-Jahres-Jubiläum von Impact Lech 2026 von Verbund AG, Boston Consulting Group (BCG), Schiefer Rechtsanwälte, PORR, qualityaustria und ServiceNow.

Über Markus Hengstschläger
Der Genetiker Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien. Er leitet den Think Tank Academia Superior, ist stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Bioethikkommission sowie Kuratoriumsmitglied des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds und war 10 Jahre lang Mitglied des Rats für Forschung und Technologieentwicklung und Universitätsrat der Linzer Johannes Kepler Universität. Hengstschläger ist außerdem Unternehmensgründer, Wissenschaftsmoderator und Autor von Sachbuch-Bestsellern wie „Die Macht der Gene“, „Die Durchschnittsfalle“ und zuletzt „Die Lösungsbegabung“.

Artikel-Statistiken

Zeichen:8175
Zeichen ohne Leerzeichen:7100
Wörter:1084
Lesezeit:6 Minuten

Audio

O-Ton Markus Hengstschläger über das 5-Jahres-Jubiläum und Tag 1 von Impact Lech 2026

Download

O-Ton Christoph Brunner (Lech Zürs Tourismus)

Download


Anhang

Fotos, 300 dpi


Medienkontakt

Barbara Haid
ProMedia Kommunikation GmbH
Brunecker Str. 1
6020 Innsbruck
t: +43 512 214004-16
www.newsroom.pr
barbara.haid@pro.media

Rückfrage-Hinweis

Eva-Maria Müller
Lech Zürs Tourismus GmbH
Dorf 164
6764 Lech am Arlberg
t: +43 5583 2161 522
www.lechzuers.com
evamaria.mueller@lechzuers.com

Karte

Aktuelles aus dem NewsRoom

Presse

E-Bike WM für Jedermann in Ischgl und Galtür: Weltmeister-Feeling für alle Leistungsstufen
Wenn sich ambitionierte Hobby-Biker, Genussradler und Elite-Athleten vom ...

Termine

Presseeinladung: Feierliche Eröffnung des ELFERCOASTER im Stubaital
Ein neues Highlight im Stubai: Am Mittwoch, dem ...

Video

(VIDEO) Gesundheitskongress Tirol 2026: Brückenschlag zwischen Tiroler Forschung und Praxis
„Was hält uns gesund?“ unter diesem Leitthema veranstaltete ...

Audio

ATRIUM Unternehmer:innengespräche: 120 Jahre GmbH – Longevity als Leitprinzip für langlebige Unternehmen
Anlässlich des 120-jährigen Bestehens der GmbH kamen Unternehmer:innen ...

Anschrift

Brunecker Str. 1
Innsbruck, Österreich
Telefon: +43 512 214004
newsroom@pro.media
www.pro.media

Media Campus Tirol

News per email

Sie wollen per Newsletter immer top aktuell informiert werden? Dann sind Sie hier goldrichtig!

Newsletter

AGBImpressumBackofficeCrop

powered by webEdition CMS