Der Ischgl Ironbike gilt als eines der härtesten Mountainbike-Rennen Europas und führt neben der „Extreme" Strecke (83,5 km / 3.400 hm) auch über die Distanzen „Light" (30 km / 7300 hm), „Medium" (53 km / 1.960 hm) und „Hard" 65 km / 2.620 hm) entlang historischer Schmugglerpfade durch die beeindruckende Naturkulisse des Silvretta-Massivs. Zudem wurde erstmals auch in einer eigenen Gravel-Klasse gefahren.
Peretti und Gesche gewinnen Königsdistanz! Daniel Federspiel am Podest.
Auf der „Extreme" Strecke waren mehrere hochkarätige Fahrer mit dabei. Der Chilene Sebastian Gesche zeigte dabei einmal mehr seine internationale Klasse und gewinnt nach 83 Kilometer und 4 Stunden 15 doch deutlich vor dem Deutschen Sascha Weber. Ganz stark auch Daniel Federspiel: Der Tiroler fährt beständig und wird Dritter. „Ich habe schon mit dem Sieg spekuliert, aber die Konkurrenz war enorm stark. Überwältigt war ich auch von der traumhaften Bergkulisse beim Ironbike“, freute sich der Sieger. Gut lief es auch für den Osttiroler Alban Lakata, der als Siebenter auch zweitbester Österreicher wird. Bei den Frauen ist es eine klare Angelegenheit für die mehrfache Ironbike-Siegerin Claudia Peretti aus Italien. Sie gewinnt vor den Deutschen Adelheid Morath und Sarah Marquardt. Beste Österreicherin wird Bianca Somavilla als Siebente. „Es ist ein Wahnsinn, dass ich hier zum vierten Mal gewinne. Ich liebe die Trails, die sehr spektakulär sind. Immer wieder begeistert bin ich auch von der Gastfreundschaft der Menschen“, jubelte Peretti.
Franziska Ehrenreich gewinnt über die „Hard" Strecke
Ein kleine Sensation lieferte über die „Hard" Distanz die Salzburgerin Franziska Ehrenreich. Normalerweise fährt sie für das Tiroler Continental-Straßenteam Tirol Women Cycling. In ihrem allerersten MTB Marathonrennen gewinnt sie nach 4 Stunden und 13 Minuten vor der Deutschen Lea Kremsreiter und Chiara Burato. Daniela Traxl-Pintarelli wird Vierte. Über dieselbe Distanz wird bei den Herren der Vorarlberger Julius Scherrer Zweiter. Über die „Medium" Strecke gewinnen die Schweizerin Tinetta Thanei und der Deutsche Johannes Keller. „Ich hätte mir nie gedacht, dass ich bei meiner MTB-Premiere gleich den Sieg hole, das ist unglaublich für mich. Aber mein Hauptfokus bleibt auf der Straße“, freute sich Ehrenreich.
Deutsche Erfolge beim Short Track
Ebenso spannend wie der Marathonsamstag gestaltete sich auch der Auftakt am Freitag mit dem Short Track Rennen. Hier setzen sich mit Sascha Weber und Luisa Daubermann zwei Deutsche Athleten durch. Beste Österreicherin wird Franziska Ehrenreich. Die Straßenradspezialistin von Tirol Women Cycling wird bei ihrer MTB Premiere gleich 2. Dritte wird Claudia Peretti. Bei den Herren wird Staatsmeister Julius Scherrer hinter Weber Zweiter. Mit Lukas Hatz kommt ein weiterer heimischer Fahrer auf das Podest. Pech hat Seriensieger Daniel Federspiel, der kurz vor dem Ziel zu Sturz kommt. Neben den Elitefahrern zeigen auch die Jüngsten bei der Ironbike Kids & Juniors Trophy presented by Volksbank Tirol ihr Können.
Alle Ergebnisse im Detail:
„Den Ischgl Ironbike selbst auf dem Rad zu erleben, ist noch einmal etwas ganz Besonderes. Beim Medium Marathon über 53,5 Kilometer spürt man unmittelbar, was dieses Rennen ausmacht: anspruchsvoller Sport, beeindruckende Berglandschaften und eine Atmosphäre, die Teilnehmer aus aller Welt verbindet. Mit über 700 Athleten aus 20 Nationen konnten wir bei der 31. Auflage einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Das zeigt, welche internationale Strahlkraft der Ironbike mittlerweile besitzt. Gleichzeitig entwickeln wir das Format konsequent weiter – heuer erstmals mit einer Gravel-Light-Wertung, mit der wir einen weiteren aktuellen Trend im Radsport aufgreifen. Perfekte Streckenbedingungen, traumhaftes Wetter und ein hochklassiges Teilnehmerfeld haben dieses Wochenende sowohl sportlich als auch touristisch zu einem starken Aushängeschild für Ischgl und das gesamte Paznaun gemacht“, erläutert Alexander von der Thannen, Präsident des Tourismusverbandes Paznaun – Ischgl und Teilnehmer des Medium Marathons.
„Früher war der Ironbike Teil des UCI-Kalenders, und zum 30-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr waren auch die Österreichischen Meisterschaften integriert. Danach stand kurz die Frage im Raum, das Rennformat zu verändern. Die 31. Auflage hat aber klar gezeigt, wie erfolgreich das bestehende Konzept weiterhin ist. Mountainbiken boomt, und auch der klassische Marathon begeistert die Athleten nach wie vor. Besonders erfreulich ist für uns der starke Nachwuchs: Mit rund 150 jungen Teilnehmern konnten wir heuer einen neuen Rekord verzeichnen. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal fünf Jahre alt. Dass das Kinderennen kostenlos angeboten wird, ist uns dabei besonders wichtig. Wir wollen Kindern früh und ohne große Hürden die Freude am Mountainbiken vermitteln. Um die nächste Generation und damit um die Zukunft des Mountainbikesports müssen wir uns definitiv keine Sorgen machen. Der Ironbike gehört zu Ischgl und zum Paznaun – und diese Begeisterung motiviert uns, die Veranstaltung auch weiterhin mit viel Leidenschaft weiterzuentwickeln“, sagt Thomas Köhle, Geschäftsführer Tourismusverband Paznaun – Ischgl.
Über den Ischgl Ironbike
Der Ischgl Ironbike wird seit mehr als 30 Jahren ausgetragen und zählt zu den traditionsreichsten Mountainbike-Events Europas. Mit seinem vielseitigen Rennprogramm, der eindrucksvollen alpinen Kulisse und dem engen Bezug zum Veranstaltungsort verbindet das Event sportlichen Anspruch mit außergewöhnlichem Erlebnischarakter und internationaler Strahlkraft. Ob ambitionierte Hobbysportler, internationale Elite, junge Nachwuchstalente oder begeisterte Zuschauer. Der Ischgl Ironbike bringt die gesamte Bandbreite des Mountainbikesports zusammen und macht Ischgl für zwei Tage zum Treffpunkt der internationalen Bike-Szene.
SAVE THE DATE: 06. – 07. August 2027