Innovator:innen aus den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit, Computing, Quanten-Technologien, Künstliche Intelligenz sowie Biotechnologie und synthetische Technologien präsentierten in den vergangenen fünf Tagen ihre Geschäftsideen. Dabei erhielten sie wertvolles Feedback von Mentor:innen und knüpften Kontakte zu Investor:innen. Das Ziel: Jungunternehmen in der Gründungsphase bei der Investor:innen-Suche zu unterstützen, europäisches Unternehmertum zu stärken und nachhaltige Impulse für die heimische Innovationsszene zu setzen.
„Das Hermann Hauser Frontier Lab zeigt, wie Tirol internationale Talente und Innovationen anzieht. Formate wie dieses sind unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort und stärken Tirol als Drehscheibe für Zukunftstechnologien“, zeigte sich Landesrat für Wirtschaft, Digitalisierung und Tourismus Mario Gerber überzeugt.
Von mehr als 40 Bewerber:innen wurden im Vorfeld die 20 besten ausgewählt, darunter zehn aus Österreich und vier aus Tirol. Sie alle brachten aktuelle Entwicklungen aus unterschiedlichen zukunftsweisenden Technologien wie Künstliche Intelligenz und Energietechnologie mit. Eine davon: Beatriz Lima. Die an der Oxford University forschende Jung-Unternehmerin gründete mit „Dandelion Diagnostics“ eine KI-gestützte Plattform, die mittels innovativer Biosensoren eine deutlich schnellere und einfachere Krankheitsdiagnostik in Echtzeit ermöglicht. Mit REPS-Tirol war auch ein heimisches Startup vertreten: „REPS steht für Road Energy Production System und bezeichnet einen Energiekonverter auf Straßen, der verlorene Energie von Fahrzeugen in sauberen Strom umwandelt. 16 LKWs können damit bereits eine Kilowattstunde Energie erzeugen“, so CEO Alfons Huber.
Europäische Innovationsszene zu Gast in Tirol
Die Standortagentur Tirol, zentrale Partnerin und Mitorganisatorin, setzte mit dem Event ein starkes Zeichen für Tirol als Innovationsstandort. Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol: „Das Hermann Hauser Frontier Lab ist ein Tiroler Leuchtturmprojekt, das weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt. Wir bringen internationale Startups, Mentor:innen und Investor:innen zusammen und geben dem Innovationsstandort Tirol damit neue Impulse.“
Laut Hermann Hauser, Unternehmer und Schirmherr, werde mit dem neuen Format eine Plattform geschaffen, die weit mehr als eine Fundraising- und Netzwerk-Veranstaltung sei. „Hier werden die manchmal auch unangenehmen Wahrheiten angesprochen, die den Unterschied zwischen Erfolg und Stagnation ausmachen. Zehn Jahre lang war die I.E.C.T. Summer School eine äußerst erfolgreiche Plattform für den Austausch zwischen Deep-Tech-Talenten und Unternehmern, die ich von Anfang an mit Stolz unterstützt habe. Ich freue mich sehr, dass dieser Geist nun mit dem Hermann Hauser Frontier Lab fortgesetzt und weiter ausgebaut wird.“
„Die Summer School Alumni haben Unternehmen mit einer gemeinsamen Bewertung von 1,9 Milliarden Euro aufgebaut, rund 470 Millionen Euro an Kapital eingesammelt und etwa 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Das zeigt, wie wichtig und wirkungsvoll solche Initiativen für die Innovationslandschaft sind – und warum eine Fortsetzung für die Zukunft sinnvoll ist“, erklärte Jasmin Güngör, Co-Geschäftsführerin von Onsight Ventures.
Praxisnahes Programm und intensive Disziplinen
Das Hermann Hauser Frontier Lab richtete sich an Deep-Tech-Startups, die innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate eine Finanzierungsrunde planen. Die Teilnehmenden wurden von Mentor:innen aus Cambridge und der internationalen Tech-Szene begleitet. Im Fokus standen praxisnahe Themen wie Kundenzugang, Storytelling, Design, Unternehmensführung und Venture-Capital-Standards.
Über fünf Tage nahmen die ausgewählten Gründer:innen am vielfältigen Programm teil. Keynotes, Mentoring-Sessions, interaktive Formate wie Pitch-Trainings sowie Exkursionen prägten die Veranstaltung. Höhepunkt war der Demo Day, an dem die Startup-Gründer:innen ihre Ideen vor einer Jury aus Investor:innen und Netzwerkpartner:innen präsentierten.
„Das Hermann Hauser Frontier Lab versteht sich als Community- und Netzwerk-Event für Deep-Tech-Startups. Die Teilnehmenden profitieren über das mehrtätige Programm hinaus durch die Vernetzung mit Investor:innen und Mentor:innen“, so Klaus Grössinger, Co-Geschäftsführer von Onsight Ventures.
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