Zur Eröffnung des 6. Medien.Mittelpunkts im Ausseerland fanden sich über 100 Besucher in der Kohlröserlhütte am Ödensee ein, um Vorträgen und Diskussionen zum Thema „Das globalisierte Dorf – Provinz war gestern, Welt ist heute“ zu lauschen.

Wolfgang Schüssel, Österreichs ehemaliger Bundeskanzler, eröffnete als erster Redner mit einer flammenden Rede. Er nahm die Gäste mit auf eine verbale Reise durch die Brennpunkte der Welt: Pulverfass China vs. USA, massives Wettrüsten der Länder, Probleme im Sudan, dem Iran oder Libyen – überall auf der Welt gibt es Bedrohungen, die schwer zu lösen scheinen und auch Europa kann sich davon nicht ausschließen. „Europa ist keine Insel der Seligen!“, so Schüssel. Denn auch in Europa läuft nicht alles rund: Durch zahlreiche Neuwahlen und Neubesetzungen prophezeit Schüssel ein Handicap der Europäischen Union bis 2020. Es wäre natürlich kein Medien.Mittelpunkt, wenn nicht auch ein Appell an die Medien genannt würde: Mehr positive Nachrichten! Positives gäbe es nämlich vieles zu berichten in Europa. Schüssel spricht von starken Schlüsselpositionen, die Europa in der Autoindustrie und im Maschinenbau inne habe und von den Kriterien, in denen Europa Spitzenreiter ist, wie Lebensqualität oder Umweltstandards. Resümee von Schüssel: Es brauche weder Optimisten noch Pessimisten, es brauche Possibilisten – Menschen die Chancen sehen und diese nutzen! 

Menschen wollen immer Menschen sein
Die darauffolgende Sprecherin Karin Frick, Zukunftsforscherin, Leiterin Research und Mitglied der Geschäftsführung des Gottlieb Duttweiler Instituts, warf einen Blick in die Zukunft der Digitalisierung. Für Frick steht fest – die Digitalisierung ist eine Veränderung und eine Entwicklung, die sich nicht aufhalten lässt. „Was am Ende für den Menschen bequemer ist, wird er nutzen“, so Frick. Und dass die Digitalisierung das Leben einfacher mache, könne wohl selbst der schlimmste Kritiker nicht bestreiten. Laut der Forscherin wird eine Entortung stattfinden. Einkäufe von Lebensmitteln, Büchern, Kleidung sind nicht mehr an Läden gebunden und werden immer mehr nur noch in der Smartwelt stattfinden – diese Aktivitäten wären also an keinen Ort gebunden. Die Angst, dass in der digitalen Welt der Zukunft das Soziale zu kurz kommt, hat sie nicht. „Der Mensch verändert sich mit seinen Werkzeugen, aber Menschen wollen immer unter Menschen sein“, so Frick. 

Ohne Digitalisierung keine Wettbewerbsfähigkeit
Am Ende des Abends schloss sich der Kreis wieder, wo er begonnen hatte. Eröffnet durch die Bürgermeister der Region, mit Wolfgang Schüssel Richtung Europa und in die Welt, in die Zukunft mit Karin Frick und schlussendlich zurück nach Österreich – mit Vorstandsmitgliedern und Vertretern von einigen der größten Firmen des Landes. Margit Leidinger – Firmengründerin der Firma Finalit, Karlheinz Wex – CEO Plansee AG, Helmut Pilz – Vorsitzender Geschäftsführer der AKE Ausseer Kälte- und Edelstahltechnik GmbH, Silvia Angelo – Finanzvorständin der ÖBB-Infrastruktur AG und Andreas Klauser – CEO Palfinger sprachen über die Digitalisierung in ihren Unternehmen, die Pläne für die Zukunft und die Risiken der Digitalisierung. Alle waren sich einig: Digitalisierung ist aus Unternehmen mit internationalem Rang nicht wegzudenken. „Digitalisierung ist auch eine Möglichkeit sich im Wettbewerb zu differenzieren“, so Wex. Digitalisierung wäre das Tool, um näher am Kunden zu sein. Eine Verbesserung des Kundenservices stehe im Vordergrund – hier sind sich die Podiumsdiskussionsteilnehmer einig. Gerade für die ÖBB wäre dies ein ganz wichtiger Faktor, so Angelo. Auf die Frage, ob denn Roboter Menschen die Jobs wegnehmen werden, antwortet Angelo: „Wenn Jobs wegrationalisiert werden, gibt es andere Jobs – es gibt Potenziale und viele Dinge zu lernen. Positive Veränderung ist keine Altersfrage, sondern eine Frage der Motivation und des persönlichen Nutzens. Die Entwicklung, dass körperlich sehr anstrengende und fast nicht zu bewältigende Aufgaben von Drohnen übernommen werden, sehe ich als sehr positiv.“

Auch zwei Klassen der Landwirtschaftsschule Raumberg waren bei der Eröffnung des Medien.Mittelpunkts dabei. Mit ihren klugen und und durchdachten Fragen begeisterten die Schüler sowohl die Vortragenden als auch das Publikum und sorgten so für einige unerwartete Höhepunkte des Abends. Digitalisierung betrifft die ganze Welt und somit auch die Bewohner vom Land – sowohl Jung als auch Alt. 

Spannende Familiengeschichte der Rothschilds
Fortgesetzt wurde der Medien.Mittelpunkt am Freitagvormittag vor der wunderschönen Kulisse des Altausseer Sees mit der Buchpräsentation von Professor Roman Sandgruber „Rothschild: Glanz und Untergang des Wiener Welthauses“. In gemütlicher Atmosphäre im Hotel Seevilla gab er unter der Moderation von Karin Strobl einen Einblick in die spannende Geschichte von fünf Generationen der Familie Rothschild.

Ab Freitagabend steht der Medien.Mittelpunkt ganz im Zeichen der Medien im Zeitalter der Digitalisierung.

Inhaltlich zeichnen der Verband der Auslandspresse in Wien, Heidi Glück – spirit & support, sowie die ProMedia Kommunikation für die Veranstaltung verantwortlich. Die Veranstaltung wird getragen vom Tourismusverband Ausseerland – Salzkammergut.

Diese Aussendung entstand in Zusammenarbeit mit der Medienakademie, Autorin Jasmin Spreer.

Die Medienakademie
Bereits zum vierten Mal findet eine Medienakademie statt, bei der KommunikationswissenschaftlerInnen sowie angehende JournalistInnen von renommierten österreichischen Universitäten und Fachhochschulen die Möglichkeit erhalten unter fachkundiger Leitung von Karin Strobl (erfahrene Journalistin und Kommunikationsexpertin) und Anna-Maria Wallner (Die Presse) wichtige Praxiserfahrungen unter Echtzeitbedingungen zu sammeln und dabei Interviews, Kommentare und Berichte zu verfassen, welche die Diskussion sowohl off- als auch online bereichern. Die Medienakademie wird unterstützt von APA - Austria Presse Agentur, Die Presse sowie Kleine Zeitung.
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Die Organisatoren und Initiatoren des Medien.Mittelpunkts Ausseerland mit Eröffnungsredner Wolfgang Schüssel, ...weiter

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