Rohan Dennis deklassiert die Weltelite beim WM-Zeitfahren

Der Australier Rohan Dennis hat heute beim Einzelzeitfahren der Herren Elite bei der UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol seinen ersten Weltmeistertitel gewonnen. Und das in eindrucksvoller Manier. Er distanzierte Titelverteidiger Tom Dumoulin (NED) um 1:21 Minuten, der Belgier Victor Campenaerts musste sich mit einer halben Sekunde Rückstand auf Dumoulin mit Bronze begnügen.

26.09.2018 Innsbruck Biken, Sport - Bike Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH

Rohan Dennis deklassiert die Weltelite beim WM-Zeitfahren und holt sich Gold mit 1:21 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dumoulin.

Die Radprofis fuhren heute beim 52,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren zwischen Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs, und Innsbruck durch ein regelrechtes Menschenspalier. Beim Anstieg Gnadenwald war die Begeisterung kaum noch zu bremsen, tausende Zuschauer bejubelten die Radprofis. Der 28-jährige Rohan Dennis, ehemaliger Stundenweltrekordhalter und bei der letzten Vuelta zweifacher Etappensieger, dominierte das schwere Zeitfahren mit 654 Höhenmetern von Beginn an. Im Ziel hatte der zweifache Teamweltmeister einen respektablen Vorsprung von 1:21 Minuten. Der hinter ihm gestartete Tom Dumoulin konnte der Fahrt des Australiers nichts mehr entgegensetzen und gewann Silber. Um den zweiten Platz entwickelte sich ein richtiger Krimi, denn Victor Campenaerts verpasste Rang zwei nur um eine halbe Sekunde! 

„Amazing feeling“ in Tirol
Im Ziel sprach ein sichtlich überwältigter Rohan Dennis über den größten Erfolg seiner Karriere: „Es war ein unglaubliches Gefühl, als ich in Innsbruck ankam. Im Betreuerauto wurde ich von Brad McGee gecoached. Er hat für die nötige Ruhe gesorgt. Ich wusste vom Teamzeitfahren her, dass ich mehr Watt als Tom Dumoulin treten kann. Dass ich jetzt wirklich den Weltmeistertitel geholt habe ist unglaublich für mich. Seit ich Juniorenfahrer bin ist das Regenbogentrikot mein größter Traum. Jetzt ging er endlich in Erfüllung!“

Brändle und Preidler verpassen Top-Ten
Der Steirer Georg Preidler, der die Top-Ten im Visier hatte, erwischte einen rabenschwarzen Tag. Zusätzlich musste er sich mit Sitzproblemen herumschlagen: „Das war leider nicht mein Tag heute. Ich lag 30 Watt unter meinem geplanten Niveau. Seit ein paar Tagen habe ich Probleme im Sitzbereich, das war heute auch nicht förderlich. Aber unglaublich war die Stimmung an der Strecke. Seit heute weiß ich: Österreich ist eine Radsportnation!“ Georg Preidler belegte mit 6:13 Minuten Rückstand auf Dennis den 36. Platz. Besser lief es für den Vorarlberger Matthias Brändle, der mit 4:51 Minuten Rückstand 26. wurde: „Für mich war das Rennen heute ein mehr als versöhnlicher Abschluss einer eher verkorksten Saison. Die Zuschauermassen vor allem am Gnadenwald waren beeindruckend. Das sorgte für eine richtige Gänsehautstimmung beim Anstieg!“

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Rohan Dennis deklassiert die Weltelite beim WM-Zeitfahren und holt sich Gold mit 1:21 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dumoulin.

Innsbruck-Tirol 2018 / BettiniPhoto

Stichworte: UCI Straßenrad-WM 2018

Rattenberg glich beim Einzelzeitfahren der Herren Elite einem Fahnenmeer. Tausende Menschen standen in den engen Gassen der kleinsten Stadt Österreichs und feuerten die Athleten zu Bestleistungen an.

Innsbruck-Tirol 2018 / BettiniPhoto

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Um den zweiten Platz entwickelte sich ein richtiger Krimi, Victor Campenaerts verpasste Rang zwei nur um eine halbe Sekunde!

Innsbruck-Tirol 2018 / BettiniPhoto

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Der Italiener Fabio Felline hatte keine Zeit die schöne Landschaft Tirols zu genießen.

Innsbruck-Tirol 2018 / BettiniPhoto

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Sensationelle Stimmung im Start- aber auch im Zielbereich. Besonders im Anstieg nach Gnadelwald feuerten tausende Fans die Ahtleten an.

Innsbruck-Tirol 2018 / Schels

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Entspannte Stimmung beim Training am Innsbruck Rundkurs.

Innsbruck-Tirol 2018 / BettiniPhoto

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Kleiner Vorgeschmack auf die sensationellen Bilder, die beim Straßenrennen um die Welt gehen werden. Die Rennstrecke führt direkt durch die Innsbrucker Altstadt am Goldenen Dachl vorbei.

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Team Kolumbien mitten im steilsten Stück der Höttinger Höll.

Innsbruck-Tirol 2018 / Schels

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Pressesprecher Martin Roseneder
Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH
Innrain 6-8
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