Mit der Vereinigung der Liftbetreiber der Seiser Alm haben sich nun erstmals Südtiroler Bergbahnen der Initiative angeschlossen. Sie verpflichten sich einem umfassenden Paket an Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz. Damit wächst das Vitalpin-Netzwerk klimabewusster Tourismusangebote um eine weitere, über die Landesgrenzen hinaus bekannte Ferienregion.

Vitalpin hat zusammen mit ClimatePartner, einem internationalen Lösungsanbieter zum Klimaschutz, ein Klimaschutzprogramm entwickelt, mit dem Unternehmen sowohl mittel- bis langfristige Veränderungsprozesse starten, als auch sofortige Maßnahmen zur Kompensation ihrer CO2-Emissionen unternehmen können. Das Ziel ist, die Auswirkungen des Tourismus auf Umwelt und Natur zu minimieren und ein verträgliches Miteinander von Umwelt, Mensch und Tourismus zu ermöglichen.

Hierzu wird ClimatePartner in einem ersten Schritt bis Ende des Sommers eine Emissionsbilanz der Seilbahn- und Liftanlagen inklusive Fuhrparke und Stationsgebäude sowie weiterer zugehöriger Infrastruktur erheben. Die Bilanz umfasst die Verbrauchs- und Emissionswerte in Bezug auf Strom- und Wärmeverbrauch, Mobilität der Mitarbeiter sowie Anschaffung und Verwendung von Materialien und Druckerzeugnissen. 

Zusätzlich werden Vitalpin und ClimatePartner Möglichkeiten zur Emissionsreduktion und -vermeidung identifizieren. Hierbei stehen vor allem, Energiemanagement, Mobilität, Schnee- und Wassermanagement sowie grundsätzliche Effizienz-Herausforderungen im Vordergrund. Diese Themen werden in separaten Workshops und Trainings mit dem Management und den Beschäftigten aller Seilbahnbetrieben der Seiser Alm angegangen.

Bei der Mobilität werden zum Beispiel Einsparpotenziale erarbeitet, die nicht nur die Anreise der Gäste, sondern auch die der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz betrachtet. Hier werden Optionen wie Shuttle-Systeme oder firmeneigene Mitfahrmöglichkeiten diskutiert. Auch der im Winterbetrieb der Bahnen anfallende Einsatz der Pistenfahrzeuge wird adressiert und durch spezielle Fahrtrainings effizienter und umweltschonender gestaltet.

Diejenigen Emissionen, die aktuell nicht vermieden bzw. reduziert werden können, werden in gleicher Höhe durch die Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Auf diese Weise wird der Betrieb der Bahnen zum Start der Wintersaison Anfang Dezember klimaneutral sein. 

Das Programm von Vitalpin stößt bei den Bahnen auf höchste Akzeptanz. Nicht zuletzt, weil eine intakte Natur und funktionierende Biodiversität das wichtigste Kapital der alpinen Tourismuswirtschaft sind, steigt das Bewusstsein zur Erhaltung und zum Schutz. Mit dem Programm von Vitalpin geht die Vereinigung der Liftbetreiber der Seiser Alm nun einen wichtigen weiteren Schritt. Sie reihen sich damit auch in das generelle Bestreben des Landes Südtirol ein, schon weit vor dem Jahr 2050 klimaneutral zu werden, was auch in der anstehenden Überarbeitung des Klimaplans von 2011 sichtbar wird. 

Theresa Haid, Geschäftsführerin von Vitalpin: „Wir freuen uns, die Vereinigung der Liftbetreiber der Seiser Alm in unserem Netzwerk zukunftsorientierter und verantwortungsbewusster Tourismusbetriebe begrüßen zu können. Das Engagement macht glaubhaft deutlich, dass sich immer mehr Betriebe damit auseinandersetzen, welche Auswirkungen ihr Handeln auf Umwelt und Klima hat. Sie wollen nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung sein. Genau hier kann unsere Partnerschaft dabei helfen, Lösungswege zu erarbeiten und umzusetzen.“

Matthias Rabanser, President der Vereinigung der Liftbetreiber der Seiser Alm, freut sich über die Initiative von Vitalpin und betont: „Dank der Seilbahnen wird vielen Menschen die Möglichkeit geboten die Berge aus unmittelbarer Nähe zu erleben. Den Seilbahnbetreibern ist ein sorgfältiger Umgang mit der Natur sehr wichtig. Dazu gehören unter anderem eine mit dem Gelände harmonischen Bauweise, sowie die Vermeidung bzw. Kompensation von CO2-Emissionen.“

Die Vereinigung der Liftbetreiber der Seiser Alm ist das jüngste Mitglied im stetig wachsenden Netzwerk von Vitalpin. Der Verein mit Partnern aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz konnte seine Mitgliederzahl gegenüber dem Vorjahr verdreifachen. Insgesamt umfasst er mehr als 960.000 Menschen und Betriebe, die von und mit dem Tourismus leben und von einem funktionierenden Tourismus abhängen.


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Seiser Alm schließt sich als erster Seilbahnbetrieb Südtirols der Klimaschutzinitiative von ...weiter

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Veröffentlichung Datum24.08.2020

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