Medienberichte über den umstrittenen Beschluss des Bettenstopps im Südtiroler Landtag füllten in den letzten Wochen viele Zeitungen und sorgten mitunter für hitzige Diskussionen. Aus diesem Grund dreht sich bei Theresa Haid in der aktuellen Folge ihres Podcasts „Bergegnungen“ alles um das neue Südtiroler Landestourismusentwicklungskonzept (LTEK). Dabei spricht sie mit ihrem Podcastgast, dem Südtiroler Landesrat Arnold Schuler, über die vieldiskutierte Bettenobergrenze, die Grenzen des Wachstums im alpinen Tourismus und die neuen Wege der Wertschöpfung.

Die Bettenobergrenze als Teil eines neuen Landestourismusentwicklungskonzepts
Der Südtiroler Landesrat Arnold Schuler, der unter anderem für den Bereich Tourismus zuständig ist, hat dieses neue und umfangreiche LTEK wesentlich mitgestaltet und will sich den Herausforderungen der Zeit stellen. „Schon vor der Pandemie gab es in vielen Gebieten Südtirols Diskussionen über ,Overtourism´ und man war der Meinung an die Grenze der Kapazitäten zu stoßen. Daher war die Regelung der Bettenobergrenze, die nur einen Teil des neuen Tourismuskonzepts darstellt, unser oberstes Ziel“, erklärt Arnold Schuler. In dieser Debatte sei die neu gedachte Auslegung, die Südtirol als Tourismusland anstrebt, untergegangen, da sich vor allem die Medienberichte auf den einen sehr plakativen Aspekt der Bettenobergrenze konzentriert haben. Vielen Touristiker:innen sei jedoch klar, dass der zukünftige Weg nachhaltig sein muss und dies nicht mit mehr Gästen und Betten zu vereinbaren sei. „Wir sind das Land der Familienbetriebe und wollen das auch bleiben. Aus diesem Grund ist die besagte Obergrenze von 150 Betten pro Betrieb vorgesehen“, ergänzt Schuler. 

Neue Maßstäbe setzen
Der Tourismus spielt für Südtirol eine bedeutende Rolle, deshalb gilt es die richtigen Strategien zu finden, um die zentrale Frage beantworten zu können: Wofür steht das Tourismusland Südtirol? „Wir möchten das Thema Nachhaltigkeit stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken und den heimischen Tourismus dahingehend fördern. So wird dieser Aspekt künftig bei der Einstufung der Betriebe eine wesentliche Rolle spielen – sowohl bei bestehenden als auch bei neuen“, betont Schuler. Zusätzlich werden Häuser, die auf regionale Produkte setzen, mit einem grünen Stern ausgezeichnet, der als Nachhaltigkeitszertifikat dient. Auf die Frage, warum das neue Landestourismusentwicklungskonzept notwendig sei, entgegnete Schuler: „Aus meiner Sicht haben wir die Grenzen des Wachstums in vielen Bereichen erreicht – auch im Tourismus. Deshalb brauchen wir neue Ideen, wie wir die Wertschöpfung nachhaltig steigern können, ohne quantitativ wachsen zu müssen“, so Schuler. 

Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit
Die Grundidee hinter dem neuen Entwicklungskonzept sei nicht gewesen, alles zu verändern, sondern die Stärken des Südtiroler Tourismus zu erkennen und diese weiterzuentwickeln. Es wurden immer wieder Stimmen laut, man würde die kleinen Familienbetriebe zu wenig unterstützen – doch genau das Gegenteil werde in Zukunft der Fall sein. Die Entwicklung hin zu den Großbetrieben soll ein Ende nehmen, sodass kleine und mittlere Betriebe durch das neue Konzept unterstützt werden bzw. davon profitieren können. Aufgrund der fehlenden Bettenverfügbarkeit werde es auch zu einer Wertsteigerung der einzelnen Betriebe kommen und somit einen schonenden Umgang mit bereits vorhandenen Ressourcen geben. „Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit muss unsere oberste Priorität sein und genau das haben wir uns zum Ziel gesetzt. Es braucht neue Denkweisen und ich hoffe, dass es uns auch seitens der Politik gelingt einen Anstoß zu geben“, zeigt sich Schuler überzeugt.

Weitere Informationen und den Podcast zum Nachhören: www.vitalpin.org/podcast
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Vitalpin Geschäftsführerin Theresa Haid sprach mit dem Südtiroler Landesrat Arnold Schuler ...weiter

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