Im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit hätten wir uns eine frühzeitige Einbindung des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände (VTT), der alle 34 Tiroler Tourismusverbände (TVBs) als Mitglieder vertritt, erwartet, um gemeinsam zukunftsorientierte Finanzierungskonzepte für alle Beteiligten zu entwickeln. Bislang war der VTT weder in die heute vom Land Tirol im Rahmen des Bädergipfels vorgestellten Pläne involviert noch informiert.
Es ist wichtig festzuhalten, dass die Tiroler Tourismusverbände vielerorts bereits jetzt maßgeblich finanziell an regionalen Freizeitinfrastrukturen beteiligt sind bzw. diese als bedeutende und verlässliche Partner unterstützen. Dazu gehören neben Wanderwegen, Klettersteigen und Radrouten auch die Frei- und Hallenschwimmbäder.
Dieser bewährte Weg regionaler Kooperationen, der sich an den örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnissen sowie den finanziellen Möglichkeiten der TVBs orientiert, hat sich aus unserer Sicht bisher als erfolgreich erwiesen. Unabdingbar ist, dass zukunftsorientierte Investitions- und Betriebsfinanzierungskonzepte nur gemeinsam entwickelt werden. Dem heute im Rahmen des Bädergipfels von Landeshauptmann Anton Mattle angekündigten weiterführenden Austausch stehen wir offen gegenüber und werden die Interessen und Anliegen der TVBs entschlossen vertreten. Dabei ist es uns wichtig zu betonen, dass unsere Position keineswegs gegen die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung gerichtet ist. Die Evaluierung der finanziellen Möglichkeiten der TVBs muss allerdings auch unter Berücksichtigung der Änderungen, die u.a. die geplante Novelle zur Tourismusfinanzierung mit sich bringt, erfolgen.
Einer pauschalen und zentral verordneten Mitfinanzierung durch die TVBs stehen wir ablehnend gegenüber. Bevor zusätzliche Abgaben wie der Übernachtungseuro für Bergbauern, die Mobilitätsabgabe oder der Kultur-Euro in Erwägung gezogen werden, muss klar aufgezeigt werden, welche unverzichtbaren Beiträge die TVBs bereits leisten und welche Infrastrukturen ohne ihr Engagement nicht in diesem Umfang zugänglich wären.“
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