Euregio-Innovationspreis 2026: Zweiter Platz für hybrides Energiespeichersystem von VAHLE Automation

Mit dem Projekt „Dezentrale hybride Energiespeichersysteme zur Lastspitzenkompensation in industriellen Anwendungen“ zählte VAHLE Automation zu den drei Finalisten des Euregio-Innovationspreises 2026 in der Kategorie „Konzepte/Prototypen“. Am 29. August 2026 präsentierte das Projektteam die Entwicklung im Rahmen des European Forum Alpbach und bekam dafür den zweiten Platz verliehen. Der Prototyp entstand aus der gemeinsamen Entwicklung von VAHLE Automation und dem i-PEL-Team der Universität Innsbruck im FFG-Projekt HESS4MRA mit Unterstützung von Infineon Austria. VAHLE überführt das System nun in Richtung industrieller Anwendung.

31.08.2026 Schwoich Innovation, Wirtschaft, Wissenschaft VAHLE Group / VAHLE Automation Corporate Communication

Die Finalistinnen und Finalisten des Euregio-Innovationspreises 2026 (v.l.): Yannick Back (Terra Atmos), Elia Fregonese und Antonio Maria Vizioli (beide Fraido), Philipp Tschaikner (KinCon Biolabs), Stefania Malfatti (Behavix), Michael Eckle (Geschäftsführer VAHLE Automation), Andreas Hanschek (Institut für Mechatronik, Universität Innsbruck), Beatrice Iaia (Biotitan).

Der Euregio-Innovationspreis prämierte bei seiner 9. Auflage Innovationsprojekte aus der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino. In der Kategorie „Konzepte/Prototypen“ wählte eine Jury das Projekt von VAHLE Automation unter die drei besten Einreichungen.

Energie, wenn sie gebraucht wird
Industrieanlagen benötigen im laufenden Betrieb nicht immer gleich viel Strom. Beim Anfahren, Beschleunigen oder Abbremsen von Maschinen steigt der Bedarf für kurze Zeit stark an. Das Schwoicher Innovations- und Entwicklungszentrum der VAHLE Group aus Deutschland hat im FFG-geförderten Forschungsprojekt HESS4MRA gemeinsam mit dem i-PEL-Team der Universität Innsbruck und Infineon Austria einen Prototyp entwickelt, der wie ein Energiepuffer funktioniert: Er verbindet eine Batterie mit einem Superkondensator – einem Speicher, der besonders schnell Energie aufnehmen und wieder abgeben kann.  Die Batterie übernimmt die laufende Versorgung und der Superkondensator liefert in den entscheidenden Momenten zusätzliche Energie. Dadurch werden Leitungen, Stromnetz und Batterie entlastet. Für Betriebe bedeutet das: Die Infrastruktur muss nicht allein wegen einzelner kurzer Bedarfsspitzen größer ausgebaut werden. Gleichzeitig schont das die Batterie und verlängert ihre Lebensdauer.

„Unsere Lösung stellt zusätzliche Energie genau dann bereit, wenn Maschinen sie benötigen. Dadurch können bestehende Anlagen entlastet und Batterien geschont werden. Dass dieser Ansatz zu den drei Finalisten des diesjährigen Euregio-Innovationspreises zählt, ist eine Anerkennung für das gesamte Projektteam und die enge Zusammenarbeit mit unseren Forschungspartnern“, betonte Michael Eckle, CTO der VAHLE Group und Geschäftsführer von VAHLE Automation.

Vom Labor in die Praxis
Der Prototyp kombiniert Batterie und Superkondensator. Eine intelligente Steuerung verteilt die Leistung automatisch zwischen beiden Komponenten. Das System wurde bereits im Labor getestet und erste Komponenten der Entwicklung werden zudem bereits in Pilotprojekten eingesetzt. Dadurch lassen sich die Infrastrukturkosten um bis zu 30 Prozent senken, mit bestehenden Systemen bis zu 35 Prozent mehr Leistung erzielen und bis zu 90 Prozent der kurzzeitigen Stromausfälle abfangen. Zugleich werden Überdimensionierungen vermieden und Batterien geschont. 

Die Lösung eignet sich überall dort, wo Maschinen für kurze Zeit besonders viel Energie benötigen, beispielsweise bei Transportfahrzeugen in Lagerhallen, Robotern, Krananlagen und in Häfen. Auch Elektrohängebahnen in der Halbleiterindustrie zählen zu den möglichen Anwendungen. Sie transportieren empfindliche Siliziumscheiben, sogenannte Wafer, automatisiert zwischen einzelnen Produktionsschritten.

Über VAHLE Automation
Als Systemlieferant für Energie- und Kommunikationssysteme liegt der Kernbereich der VAHLE Automation GmbH in schienengeführten und frei navigierenden Transportfahrzeugen, die in der Kran-, Förder-, Hafen- und Lagertechnik berührungslos mit Energie sowie mit Daten zur Steuerung und Positionierung versorgt werden. Am hochmodernen Innovations- und Kompetenzzentrum in Schwoich bei Kufstein entwickelt das Unternehmen erfolgreich Antriebs-, Steuerungs- und Energieversorgungssysteme für die Industrie und spezialisierte sich unter anderem im Bereich der berührungslosen Energieübertragung. Die Steuerungen kommen als kombinierte Komplettsysteme in den Fertigungsstraßen und Montagehallen der internationalen Automobilindustrie immer öfter zum Einsatz.  
Der Vorteil gegenüber vergleichbaren Systemen liegt beispielsweise in der Flexibilität der Komponenten, die bei verschiedenen Transportaufgaben sehr schnell und einfach eingesetzt bzw. ausgetauscht werden können. Weitere Geschäftsfelder des Tiroler Standortes sind kundenspezifische Bedienterminals und kamerabasierte Sensorik.

Über die VAHLE Group
Die VAHLE Group steht seit mehr als einem Jahrhundert für Innovation und technische Pionierleistungen. Mit der Erfindung der ersten Kupfer-Stromschiene durch Paul Vahle im Jahr 1912 wurde der Grundstein für das heutige Familienunternehmen mit Sitz in Kamen, Deutschland, gelegt. Heute zählt VAHLE mit seinen Produkten und Dienstleistungen weltweit zu den führenden Anbietern industrieller Energie- und Datenübertragungssysteme für mobile Anwendungen in unterschiedlichsten Branchen.

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Florian Dürnberger
VAHLE Group / VAHLE Automation Corporate Communication
Egerbach 12a
6334 Schwoich
www.vahle.de
Florian.Duernberger@vahle.com

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