9. Tiroler Adler Forum: Bürokratie im Fokus

Beim 9. Tiroler Adler Forum diskutierten Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Innsbruck über die Zukunft der Verwaltung in Österreich. Unter dem Motto „Bürokratie am Pranger: Braucht Österreich die Kettensäge?“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie ein mutiger Reformkurs Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern kann.

24.09.2025 Innsbruck Politik, Wirtschaft Tiroler Adler Runde

Das 9. Tiroler Adler Forum stand unter dem Motto „Bürokratie am Pranger: Braucht Österreich die Kettensäge?“. V.l.n.r.: Christian Handl (Präsident Tiroler Adler Runde), Sepp Schellhorn (Staatssekretär für Deregulierung), Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin), Philipp Bagus (Ökonom), Beate Rubatscher-Larcher (Geschäftsführerin der Kaunertaler und Pitztaler Gletscherbahnen), Klaus Mark (Pressesprecher Tiroler Adler Runde).

„Der Karren brennt, doch die Feuerwehr steht noch in der Garage – die Zeit des Wartens ist vorbei, wir müssen handeln“, leitete Christian Handl, Präsident der Tiroler Adler Runde, das Forum ein. Handl warnte vor einer Entwicklung in die falsche Richtung, in der Bürokratie zur Belastung werde, Talente abwanderten und die Staatsverschuldung steige. „Wir brauchen mutige Deregulierung und Entbürokratisierung – vielleicht sogar die Kettensäge –, damit Tirol und auch Österreich wieder in Bewegung kommen und wir unseren Wohlstand sichern können.“

Blick nach Argentinien
Einen internationalen Vergleich zog der Ökonom Philipp Bagus in seiner Keynote. Am Beispiel des Reformkurses von Argentiniens Präsident Javier Milei zeigte Bagus, wie mit radikalem Bürokratieabbau und weniger staatlichen Eingriffen eine Wirtschaftskrise überwunden werden kann. „Das Beispiel von Präsident Javier Milei zeigt, dass ein radikaler Mentalitätswechsel und der Abbau staatlicher Ausgaben möglich sind: In Argentinien wurde die monatliche Inflationsrate von 300% auf unter 2% gedrückt und die Staatsausgaben um 25% gekürzt. Wir können daraus lernen, dass weniger Staat und mehr Freiheit auch bei uns zu mehr Wohlstand führen können“, so Bagus.

Reformdruck in Österreich spürbar
Im anschließenden Panel diskutierten Bagus, Staatssekretär für Deregulierung Sepp Schellhorn, Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl und Beate Rubatscher-Larcher, Geschäftsführerin der Kaunertaler und Pitztaler Gletscherbahnen, die Risiken eines „Weiter so“ und die Chancen eines Kurswechsels für Österreich. Schellhorn betonte: „Wir könnten viel mehr schaffen, wenn wir gemeinsam an Deregulierung arbeiten und das föderalistische Denken überwinden. Ein Wettbewerb unter den Bundesländern würde uns guttun.“ Strobl unterstrich die Bedeutung eines Rechtsstaats, der nur mit breiter Beteiligung entstehen könne. Rubatscher-Larcher plädierte aus Unternehmenssicht für sinnvolle Regulierungen: „Es braucht Regulierungen – aber nicht alles, was Unternehmen machen, sollte ständig hinterfragt werden.“

Appell für mehr Mut zur Veränderung
Mit der Vorstellung eines Forderungskatalogs im Frühjahr und Gesprächen mit politischen Entscheidungsträger:innen des Landes hat das 9. Tiroler Adler Forum das Thema Bürokratieabbau einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt. Ziel der Tiroler Adler Runde ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft in Tirol und Österreich weiter zu stärken. Das Forum markierte damit einen Höhepunkt in den Aktivitäten der „Adler“ und verband seine Reformforderungen mit einem deutlichen Appell an die Politik, jetzt mutig und entschlossen Veränderungen anzugehen. 

Über die Tiroler Adler Runde
Die Tiroler Adler Runde ist eine politisch unabhängige Plattform namhafter Unternehmerpersönlichkeiten aus unterschiedlichen Branchen. Sie verbindet Gründergeist, Weitblick und eine tiefe Verbundenheit mit ihrer Tiroler Heimat. Die Runde versteht sich als eine impulsgebende Ideenschmiede, mit dem klaren Ziel, bestmögliche Rahmenbedingungen für eine starke Tiroler Wirtschaft im Einklang mit nachhaltigen Werten zu schaffen. Die Mitglieder pflegen einen stetigen und offenen Austausch hinsichtlich gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen und Herausforderungen unter Miteinbeziehung gesellschaftlich relevanter Bereiche und Institutionen.

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