Mit eigener Kraft auf den Berg gelangen, bevor man in den Genuss von schier endlosen Abfahrten kommt. Dem Trubel der Skigebiete entfliehen. Die Ruhe und frische Luft inhalieren. In die Natur und die unberührte Landschaft eintauchen. Das Panorama um einen herum genießen, das man beim gemächlichen Aufstieg ganz anders wahrnimmt als bei rasanten Abfahrten. Schlichtweg: Freiheit erleben. Das sind wohl die „magischen Zutaten“, die eine Skitour ausmachen und die immer mehr Wintersportler begeistern. In der Region Innsbruck gibt es eine Vielzahl solcher „Berührungspunkte“ mit der Natur. Sowohl für Skitouren-Kenner als auch für all jene, die den Sport erstmals ausprobieren und erlernen möchten, gibt es in einer einzigartigen Erlebnisvielfalt das passende Touren-Angebot. Ob im Gelände oder auf der Piste.

Meine erste Skitour
Motivation und Freude vorausgesetzt, benötigt man fürs Skitourengehen noch das passende Equipment: Zur klassischen Tourenausrüstung zählen Tourenski und Felle, Skitourenschuhe und Skistöcke sowie funktionale Sportbekleidung inklusive Handschuhe, Skihelm und -brille. Neben der „Hardware“ sind beim Skitourengehen aber noch entsprechende Skikenntnisse und eine gewisse körperliche Fitness Voraussetzung – erfolgt der Aufstieg doch aus eigener Kraft und die Abfahrt meist im Gelände auf unpräparierten Hängen. Um mit der Premiere nicht gleich die Lust zu verlieren, sollte man auf kompetente Anleitung setzen – am besten mit einem erfahrenen Berg- oder Skiführer. Ein besonderes Winter-Highlight verspricht der Besitz der kostenlosen Gästekarte Welcome Card: In diesem Winter können sich begeisterte Einsteiger ganz einfach einer Schnupper-Skitour im Rahmen des geführten Aktivprogramms anschließen. Im Sellraintal führen professionelle Guides mit jeder Menge Tipps und Know-how zu einem einmaligen Skitourenziel und herrlichen Tiefschneeabfahrten. Mehr Informationen unter www.innsbruck.info/winteraktiv.

Die beliebtesten Pistentouren rund um Innsbruck
Die erste Skitour auf eine Piste zu legen, hat einige Vorteile: man befindet sich in einem gesicherten Skiraum, wo entsprechende Maßnahmen für Schnee- und Lawinensicherheit gesetzt werden, die Abfahrt erfolgt auf einer präparierten Piste, was weniger Kraft abverlangt als die Abfahrt im unverspurten Gelände, und die Pistenskitouren sind mit den orangen Schildern des tirolweiten Pistentourenleitsystems ausgewiesen, was zum gelebten, fairen Miteinander aller Wintersportler beiträgt. Aber nicht nur für Skitouren-Anfänger ist die Piste idealer „Sportplatz“. Auch erfahrene Tourengeher nutzen Pistenskitouren gerne für Training und Konditionsaufbau.

Innsbrucks Hausberg, der Patscherkofel, lässt sich auf Tourenskiern auf drei verschiedenen Routen bezwingen, die sich in Länge und Höhenmeter unterscheiden. Aber nicht nur untertags, sondern auch jeden Donnerstagabend wird bis 22:00 Uhr ein Aufstieg ermöglicht – traumhafte Ausblicke auf das nächtliche Innsbruck inklusive! Die Axamer Lizum bietet zusätzlich zum regulären Skibetrieb zwei Tourenabende: Jeden Montag und Donnerstag bis 22:00 Uhr haben Skitouren-Enthusiasten die Möglichkeit zur Nachtskitour. Zwei ausgeschilderte Aufstiegsspuren – über die Damen- oder Herrenabfahrt – führen hoch zur Bergstation und zum Panoramarestaurant Hoadl Haus, wo der Einkehrschwung vor der Abfahrt erfolgt. Touren auf die Muttereralm erfreuen sich dank der gemütlichen Aufstiege von Mutters großer Beliebtheit. Hier sind die Skipisten unter der Woche bis 20:00 Uhr und mittwochs bis 22:00 Uhr für Skitourengeher freigegeben. Tipp fürs nächtliche Tourengehen: Stirnlampe nicht vergessen!

Touren im freien Gelände: so lernt man Sicherheit
Steht die erste Skitour abseits der Piste bevor, soll nichts dem Zufall überlassen werden. Denn wer sich im freien Gelände bewegt, sollte die benötigte Ausrüstung nicht nur im Rucksack tragen, sondern auch über dessen Anwendung Bescheid wissen. Fragen zum Lawinenlagebericht und die Tourenplanung sollen nicht länger unbeantwortet bleiben. Ein Lawinenverschüttetensuche-Training (LVS-Training), bei dem auf die Naturgefahren aufmerksam gemacht und auf den Einsatz der Lawinenausrüstung mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel vorbereitet wird, ist nicht nur Einsteigern am Beginn der ersten Skitouren-Saison, sondern in regelmäßigen Abständen als Auffrischung auch Skitouren-Profis ans Herz zu legen. Denn wie erfahrene Tourengeher wissen: Im Falle einer Verschüttung zählt jede Minute.

Möglichkeiten für solche Trainings gibt es in Tirol zum Glück zahlreiche: SNOWHOW und SAAC sind zwei von vielen Anbietern, die in der Region Innsbruck Lawinen-Workshops anbieten. Mit einem Berg- und Schiführer geht es in Kleingruppen ins Gelände, wo theoretische Inhalte der Gelände- und Lawinenkunde sowie des Notfallmanagements besprochen und sofort angewendet und geübt werden. Die eintägigen Praxis-Workshops von SNOWHOW sowie die zweitätigen SAAC Basic Camps sind kostenlos. Mehrtägige Workshops, die das Thema Lawine und Skitouren vertiefen, werden sowohl für Einsteiger als auch für Könner für rund EUR 300,- angeboten. Alle Informationen gibt es unter www.xhow.info/workshops/angebote-snowhow und www.saac.at.

Die Dortmunder Hütte in Kühtai auf 1.950 Metern bietet mit dem „Pieps Avalanche Rescue Training" eine Trainingsanlage unter perfekten, nahezu „Echtzeit“-Bedingungen. Dort findet theoretische Lawinenkunde praktische Umsetzung, der Umgang mit aktuellen LVS-Geräten wird gelernt und der Ernstfall wird unter realistischen Bedingungen geprobt. Auch beim Alpengasthof Praxmar gibt es mit dem Avalanche Training Center ATC eine stationäre Übungsanlage zur Lawinenverschüttetensuche mit LVS-Gerät, Lawinensonde und Schaufel.

Mit dem Guide in die Winter-Wunderwelt
Für die erste Abfahrt im unverspurten Neuschnee locken in der Region Innsbruck das Mieminger Plateau und die Bergsteigerdörfer im Sellraintal mit Tiefschneehängen und weitläufigen Landschaften. All jenen, die noch nicht so viele Gipfel im persönlichen Tourenbuch stehen haben, empfiehlt sich unbedingt eine von Experten geführte Skitour. Innsbruck als alpin-urbanes Zentrum hat hierfür beispielsweise folgende Angebote:
  • Die Alpinschule Follow me offeriert im Sellraintal, einem der schönsten Tourengebiete im Raum Innsbruck, ihre geführten Touren.
  • Auch die Alpin Ski- und Snowboardschule Patscherkofel, die sich allen Facetten des Wintersports verschrieben hat, bietet direkt an der Patscherkofel-Talstation ihren Service.
  • Darf das Skitourenerlebnis über mehrere Tage andauern? Dann ist die ASI – Alpinschule Innsbruck der richtige Ansprechpartner. 
Mehr Anbieter und Skitouren-Guides finden sich unter

Der ALPS Skitourenbus
In diesem Winter kommen Skitourengeher zum ersten Mal in den Genuss der Skitourenbusse der österreichischen Alpinschule (ALPS) und verbinden damit ihre Touren-Anreise mit der Begleitung von professionellen Bergführern. Direkt von Innsbruck werden die wichtigsten Skitourengebiete der Umgebung erreicht. Die Vorteile? Keine Parkplatzsorgen vor Ort, eine sicherere und umweltfreundliche Anreise, die aktuelle Schnee- und Lawinenlage direkt vom Bergführer erklärt und das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten. Mehr Informationen gibt es unter www.alpsclimbing.com

Gut vorbereitet ins Gelände
Als ein erstes Ziel abseits der gesicherten Pisten bietet sich die Tour auf den Grünberg an. Das aufgelassene Skigebiet am Mieminger Plateau ist dank des relativ kurzen Aufstiegs mit rund 450 Höhenmetern und der Abfahrt auf einer einstigen Piste die perfekte Einsteigertour. Von der ehemaligen Talstation des Grünberglifts in Obsteig folgt man der alten Skipiste hoch zum Aussichtsturm auf 1.497 Metern.
Auch die Tour zur Birgitzer Alm und weiter zum Birgitzköpfl ist für den Einstieg ins Gelände absolut empfehlenswert. Diese leichte Skitour führt auf weiten Strecken flach über schöne Skiwege und hügeliges Almgelände zum Gipfel. Nach rund 650 Höhenmeter wird man mit einem wunderbaren Blick auf die winterliche Landschaft belohnt und kann sich bei einer Einkehr in der Birgitzer Alm für die Abfahrt stärken.

Wer schon etwas mehr Erfahrung und mehr Kondition mitbringt, dem ist der Skitourenlehrpfad Lampsenspitze in Praxmar mit knapp 1.200 Höhenmetern als ein erstes alpines Ziel empfohlen. Nicht nur ist es eine landschaftlich schöne Tour, sondern auch eine lehrreiche: Entlang der Aufstiegsroute werden auf insgesamt 6 Infotafeln Inhalte zum Skitourensport inklusive Gefahrensituationen, Routenverlauf und Ausrüstung vermittelt. Die Schilder sind passend dem Tourenverlauf angebracht und regen zum Nachdenken an. Ideal für die Nachbesprechung der Tour und zur Diskussion über das Gelernte: das Alpengasthaus Praxmar mit hausgemachten Köstlichkeiten direkt am Ausgangspunkt der Tour oder eine der warmen Stuben in den Tiroler Wirtshäusern im Sellraintal.
Aufgepasst: Auch am Skitourenlehrpfad Lampsenspitze sind Wetter-, Schnee- und Lawinenlageberichte vorab zu prüfen und die Tour sollte entsprechend geplant werden!

Alpenraum ist Lebensraum
Die Natur in den Tiroler Alpen ist Heimat zahlreicher Wildtiere, von Reh- und Rotwild über Gams bis zu Birk-, Auer- und Schneehuhn. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, Ruhezonen zu akzeptieren und der Natur und ihren Bewohnern respektvoll zu begegnen. Aufstiege und Abfahrten verlaufen deswegen immer über offizielle Skirouten, um den Lebensraum der Tiere nicht zu stören. Generell ist zu empfehlen, Fütterungen zu umgehen, Lärm zu vermeiden und Distanz zu Tieren zu halten. So kann den Waldbewohnern ihr notwendiger Freiraum gegeben werden und Tourengeher können unverspurte Pulverhänge abseits der Pisten genießen.

Weiteführende Links:
Skitourenvorschläge in der Region Innsbruck: www.innsbruck.info/skifahren/skitouren
Alpinschule Follow me: www.follow-me.at 
ASI Reisen: www.asi-reisen.de


Über Innsbruck Tourismus
Innsbruck Tourismus ist die offizielle Destinationsmanagementorganisation der Region Innsbruck, die sich von der Tiroler Landeshauptstadt über 40 Orte in ihrer Umgebung erstreckt – vom Inntal aufs Mieminger Plateau über Kühtai bis ins Sellraintal. Mit jährlich knapp 3,5 Mio. Nächtigungen und 4 Mio. Tagesgästen (Stand 2019) zählt die Region Innsbruck mit zu den größten Tourismus Institutionen Österreichs und ist eine einzigartige Symbiose zwischen pulsierendem urbanem Raum und faszinierender alpiner Bergwelt. Vielfältiges Stadtflair und Sightseeing sind nur einen Atemzug von der nächsten Rad- oder Wandertour, dem nächsten Ski- oder Winterwandererlebnis entfernt. Die kostenlose Gästekarte Welcome Card ist der Schlüssel zur grenzenlosen Vielfalt der Region: Mit der kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel können hoch und quer zahlreiche Highlights nachhaltig und komfortabel erlebt werden. Für die rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht der Gast im Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns. Durch ihre Begeisterung für den alpin-urbanen Raum vermitteln sie ihren Gästen, wofür das eigene Herz schlägt, und bereiten somit immer wieder aufs Neue unvergessliche Urlaubserlebnisse im Einklang mit Mensch und Natur. Mit seinen insgesamt 13 Tourismus Informationen ist Innsbruck Tourismus nah bei seinen Gästen, mitten im Geschehen und am Puls der Zeit – ein Dreh- und Angelpunkt für authentische Geschichten und persönliche Impressionen von lokalen Charakteren, die sich auf dem beliebten Blog und den sozialen Kanälen unter #myinnsbruck wiederfinden.


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Die ersten Spuren in der unberührten Schneelandschaft ziehen - ein besseres ...weiter

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Winter, Aktiv im Schnee, Skitouren

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